
Ein Dokumentarfilm von Parvez Sharma
Usa, Grossbritannien, Deutschland
(2007, 78mn)

Schwule und lesbische gläubige Muslime aus Südafrika, Ägypten, Pakistan, Indien, Iran, Frankreich und der Türkei berichten von den Problemen, mit denen sie als gleichgeschlechtlich Liebende konfrontiert sind. Filmemacher Parvez Sharma begleitet sie durch ihren Alltag und erzählt von ihren Wünschen, Ängsten und ihrem "Dschihad", ihrem Kampf für die Liebe. Sein Dokumentarfilm fragt, wie man muslimisch und schwul beziehungsweise lesbisch zugleich sein kann, welche Wege sich abzeichnen, sexuelle Identität und Religion miteinander zu verbinden. Parvez Sharma hofft, einen Dialog zu einem Thema zu beginnen, das in den meisten muslimischen Ländern ein Tabu darstellt. Dabei macht er den Zuschauern deutlich, dass es längst keine Selbstverständlichkeit ist, in der Sprache der gläubigen Moslems über Sexualität zu sprechen.
"Ein Dschihad für die Liebe" ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm von Parvez Sharma, an dem er mehr als fünf Jahre gearbeitet hat. Der Filmemacher sagt über die Motivation, diesen Film zu realisieren: "Ich wollte mit meinem Film einer Community eine Stimme geben, die in vielen Ländern zum Schweigen verurteilt ist. Ich wollte dieser viel zu selten gehörten Minderheit die Möglichkeit geben, ihre Geschichte des Islams zu erzählen."
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Parvez Sharma, geboren und aufgewachsen in Indien, ist gläubiger Muslim. Er ist homosexuell und lebt als Filmemacher und Dozent für Medien in New York. Parvez Sharma studierte englische Literatur in Kalkutta, Journalismus in Cardiff und Film in Washington. In den 90er Jahren arbeitete er als Journalist unter anderem für die indischen Zeitungen "The Telegraph" und "The Statesman". 1997 war er Regieassistent bei Rajan Khosas preisgekröntem Spielfilm "Dance of the Wind". 2005 zeichnete er als Producer verantwortlich für das nationale Radio- und Fernsehprogramm "Democracy Now!", das von 225 Sendern in ganz Nordamerika ausgestrahlt wurde."Ein Dschihad für die Liebe" hatte seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto im September 2007 und seine Europapremiere auf der Berlinale 2008. Er lief auf weiteren Filmfestivals und ist bisher fünfmal ausgezeichnet worden, unter anderem beim International Gay & Lesbian Film Festival Turin 2008.





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