Basteln, Sticken, Stricken, Nähen... Jahrzehnte lang der Inbegriff hausmütterlicher Uncoolness. Doch die Zeiten ändern sich. Handarbeit ist im Kommen, der Trend zum Selbermachen überall zu spüren. Strickklubs und neue Zeitschriften sprießen wie Pilze aus dem Boden. Das „Knit Knit Magazin“ oder das „ Cut Magazine“ zum Beispiel - stilprägend, cool und populär. Zirkel, denen das Handgemachte am Herzen liegt, bilden sich in Europa und jenseits des Atlantiks. Und wie so oft kommt auch der Handmade-Trend von dort.
Filmisch festgehalten wurde er von der amerikanischen Filmemacherin Faythe Levine, selbst Teil der neuen Do-It-Yourself-Szene.
Faythe Levine - Filmemacherin
„Es findet international Anklang, Dinge per Hand herzustellen, denn überall wurde schon immer mit den Händen gearbeitet. Das ist etwas, mit dem sich jeder identifizieren kann.“
- Handmade Nation Trailer
Veranstaltungen wie jüngst der erste „Hello Handmade Market“ in Hamburg werden zu Treffpunkten von tausenden Anhänger der DIY-Community. Sophie Pester, Kommunikationsdesignerin, Betreiberin der Internet-Plattform „Hello Handmade“ und nicht zuletzt Initiatorin und Planerin des „Hello Handmade Markets“ in der Hansestadt:
Sophie Pester – Hello Handmade
„Ich glaube, dass viele kreative Leute heute am Computer enden. Man macht kaum noch etwas mit den Händen, sondern sitzt zehn Stunden am Tag vor dem Bildschirm. Und ich denke, dass die Leute wirklich das Bedürfnis haben Dinge mit ihren Händen zu erschaffen und dadurch einen Ausgleich zu finden.“
Und damit ist die Bewegung auch ein Lichtblick für frustrierte Verbraucher. Durch industrialisierte Produktion geht die Individualität flöten. Die Einheitsuniform der Strasse vergrößert den Drang und den Wunsch nach dem Anderssein – Ideal für den Absatz von Handgemachten.
Sophie Pester – Hello Handmade
„Die Leute wollen sich einfach abheben. Sie sind auf auf der Suche nach Produkten, die eine Geschichte haben – Produkte von denen man weiss wo sie herkommen."
Handgemacht – jung, trendy, stylish und politisch korrekt. TRACKS begibt sich zwischen Wollknäuel, Siebdruck- und Nähmaschinen und findet heraus, warum die Kinder der 68er sich wieder an Handarbeit erfreuen und trifft dabei auf eine Spielwiese der Kreativität und auf eine vielfältige und lebendige Szene.
LINKS







per E-Mail verschicken




Facebook
Twitter
RSS

