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> Die Top-Adressen > Woche 23: 04. bis 08. Juni 2007

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01/06/07

Tipps und Tricks aus CHIC

Die besten Tipps der Woche vom 04. bis 08. Juni 2007

  • « Porträt der Woche »: Charles Kaisin
Charles KaisinIn Belgien hat sich der junge Designer Charles Kaisin bereits einen Namen gemacht. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die wabenförmige, ausziehbare Bank "K-Bench", die bereits mehrere Designausstellungen zierte und in verschiedene öffentliche Sammlungen aufgenommen wurde. Design ist für Charles Kaisin ein weites Feld, und so entwirft er neben Möbeln auch Objekte aus teils recycelten Werkstoffen wie Glas, Keramik, Leder, und manchmal auch aus ... Schokolade!

Links:
Die offizielle Website von Charles Kaisin
Der Lederwarenhändler Maison Delvaux
Die Steingutfabrik Royal Boch
Charles Kaisin hat uns den Belgischen Künstler Wim Delvoye vorgestellt
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SENDUNG VOM 04. JUNI 2007 

  • « Trend »: Régine Chopinot & Jean-Paul Gaultier
Von 1983 bis 1993 entwarf der französische Couturier Jean-Paul Gaultier die Kostüme für sämtliche Aufführungen der Choreografin Régine Chopinot. Dieser sehr fruchtbaren Zusammenarbeit widmet das Pariser Mode- und Textilmuseum zurzeit eine Ausstellung, in der die restaurierten Kostüme der 14 Choreografien gezeigt werden. Die berühmteste Arbeit war zweifellos "Le Défilé" aus dem Jahr 1985, eine untypische Produktion für 16 Tänzer, Schauspieler und Mannequins. Diese halb als Modenschau, halb als Ballett angelegte Aufführung gilt als Meilenstein in der Geschichte der zeitgenössischen Mode: Sie versöhnte eine neue Choreografengeneration mit dem Tanzkostüm, das seit den 60er Jahren auf seine einfachste Form reduziert war. Begegnung mit Régine Chopinot und Jean-Paul Gaultier.

Die Top-Adresse:
Die Ausstellung "Jean Paul Gaultier / Régine Chopinot. Le défilé" findet im Musée des Arts Décoratifs vom 22. März bis zum 23. September 2007 statt - 107-111, rue de Rivoli, 75001 Paris


  • « Die kleine Geschichte »: des Mohns
Der Mohn stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wurde aber auch schon 5000 v. Chr. im Mittleren Orient und Vorderasien angebaut. Damit ist er eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Seine Bekanntheit verdankt er seinen schmerzlindernden und beruhigenden Eigenschaften. Die Ägypter und Griechen verabreichten ihn vor Operationen als Betäubungsmittel sowie gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und Migräne. Im Alpenraum kennt man Mohn schon seit der Bronzezeit. Es gibt ihn in mehr als hundert Arten. Seine vier zarten Blütenblätter leuchten in kräftigen Farben. Jedes Kind kennt den berühmten roten Klatschmohn, der entlang der Landstraßen wächst. Man findet ihn aber auch in gelb, orange und sogar blau - ein Fest für die Augen. Der Mohn ist eine zarte Blume, dessen Saft als Droge und Betäubungsmittel wirkt. Aber man kann ihn auch völlig rauschfrei essen: In Kuchen, Brot oder auch Nudelrezepten sorgen Mohnsamen für eine leicht nussige Note.

Die Top-Adresse:
Die Gärten von Bellevue- Beaumont-le-Hareng -76850 Bosc-le-Hard

 
  • « Hinter den Kulissen »: Chefkoch René Redzepi
René Redzepis Restaurant "Noma" ist das berühmteste in Kopenhagen, sowohl wegen der Innenarchitektur als auch wegen der Küche. Der Spitzenkoch, der in Ferran Adriàs Restaurant "El Bulli" die Molekularküche entdeckte, bringt eine moderne Note in die ziemlich traditionelle nordische Küche. Begegnung mit René Redzepi in der dänischen Hauptstadt.

Die Top-Adresse:
Noma - Strandgade 93, 1401 Copenhagen DK
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SENDUNG VOM 05. JUNI 2007

  • « Trend »: Indischer Chic
Wer seine Liebe zu Indien entdeckt, verfällt oft dem farbenfrohen Kitsch. Die sentimentalen Musicals und Melodramen aus der Bollywood-Schmiede haben auch auf die Mode abgefärbt. In einigen Pariser Straßen kann man sich glatt die Reise nach Bombay sparen, aber fern der Secondhandshops zeigt sich dort, dass Kitsch auch chic sein kann.

Die Top-Adressen:
Karma – Creative Living - 12, rue des Commines, 75003 Paris et 117, rue des Dames, 75017 Paris (und außerdem zwei Mal in Lyon)

Link:
Limona Studio


  • « Die kleine Geschichte »: des Skateboards
In den 70er Jahren kam das Skateboard richtig in Mode. In den Vereinigten Staaten erfand Tony Hawk das Skaten auf einer Rampe. Dann begannen die Skater immer neue Kunststücke auszuprobieren, in der Skatersprache auch „Free Style“ genannt. Heute ist Skateboardfahren überall verbreitet, es ist Teil einer Subkultur. Und noch etwas zur kleinen Geschichte: Inzwischen gibt es einen neuen Trend: das Finger-Skaten, also Skateboard fahren mit den Fingern. Es sieht aus wie ein richtiges Skateboard, ist aber nur zehn Zentimeter lang. Damit kann man sein Koordinationsvermögen und seine Geschicklichkeit üben. Dieser neue Sport findet immer mehr Anhänger.

Link:
Eine Finger Skate Website

Die Top-Adresse:
Der Nozbone Skateshop - 295, rue du faubourg St Antoine, 75011 Paris

Buch-Tipp:
Alles über Skateboarding. History, Basics, Spots, Material
Holger von Krosigk
Tropen; 2006
ISBN-10: 3932170938
ISBN-13: 978-3932170935



  • « Hinter den Kulissen »: Christian de Portzamparc
Christian de Portzamparc ist der einzige Franzose, der bislang mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, dem Nobelpreis der Architektur. In Deutschland wurde er durch die im Oktober 2002 fertig gestellte Französische Botschaft in Berlin bekannt. Der Architekt und Städteplaner konzipiert nutzerorientierte Bauten, die eindrucksvoll auf ihr architektonisches Umfeld reagieren. Er bricht mit den stadtplanerischen Visionen von Haussmann oder Le Corbusier und zeigt neue Wege für einen einwohnerfreundlichen, humanen Urbanismus auf.

Die Top-Adresse:
Die Ausstellung Portzamparc. Rêver la ville – in der Cité de l’Architecture et du Patrimoine, 7 av. Albert de Mun, Paris 75016, noch bis zum 16. September 2007

Link:
Die Website von Christian de Portzamparc

Buch-Tipp (leider keine Deutsche Übersetzung vorhanden):
Portzamparc. Rêver la ville
Sophie Trelcat
Éditions du Moniteur, 2007
ISBN-10: 2281193543
ISBN-13: 978-2281193541

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SENDUNG VOM 06. JUNI 2007 

  • « Trend »: Monochrome Menüs
Die aus der Kunstwelt bekannte Einfarbigkeit, wie bei den Bildern von Yves Klein, erobert nun auch die "Eat Art". Das Thema füllt Bücher und Kochkurse, die reißenden Absatz finden. Berühmte Küchenchefs - etwa im "Ritz" - machen sich diesen Trend zu Eigen.

Links:
Um an einem der Kurse von Nathaly Nicolas Ianniello teilzunehmen
Um im Restaurant l’Espadon essen zu gehen


  • « Die kleine Geschichte »: der Kamelie
Es ist die Geschichte einer hübschen Blume, die von Oktober bis Mai der Stolz eines jeden Gartens in Japan und China war. Sie erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, da man sie leicht kultivieren konnte. Für die Japaner galt sie als Symbol der Unsterblichkeit. Die Chinesen nahmen sie zum Sinnbild für Großzügigkeit. Eng verwandt mit der Zierkamelie ist der Teestrauch, die Camelia sinensis. Auf ihre kostbaren Blätter hatten es die Engländer 1753 ursprünglich abgesehen. Die Kamelie wurde sehr beliebt. Kaiserin Joséphine war von ihrer Schönheit so bezaubert, dass sie sie zur Modeblume machte. Die Kamelie war also schon luxuriös und mondän, als sie zum Markenzeichen einer bedeutenden Dame werden sollte: Coco Chanel. Sie war einfach perfekt. Ihre Schlichtheit passte zu jeder Kleidung. Sie machte sich auf einem Kleinen Schwarzen ebenso gut, wie an einem Hut. Aber da Mode so vergänglich ist, verschwand die Kamelie so nach und nach von den Revers, um wieder ein Dasein im Ziergarten zu fristen. Zu ihrer kleinen Geschichte sei noch gesagt, dass sie ihren Namen einem Jesuiten verdankt, Pater Georg Joseph Camel, der sie 1700 bei einer Chinareise entdeckte. Als Hommage an den Pater wurde sie auf den Namen Camelia getauft.

Die Top-Adresse:
Der Blumenpark Les camélias de la Prairie – 2396, Chemin des sports, 30100 Alès en Cévennes

Buch-Tipps:
Das grosse Buch der Kamelien
Andreas Bärtels
Ulmer, 2003
ISBN: 3800141450



Kamelien
Gerd Kierfeld
Christian Verlag, 2004
ISBN: 3884726234




  • « Hinter den Kulissen »: 30 Jahre Centre Pompidou
Das Centre Pompidou feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen und eröffnet Ende des Jahres eine Filiale in Metz. Damit wird ein doppeltes Ziel verfolgt: Die Optimierung der Nutzung der insgesamt 58.000 Werke der Sammlung (derzeit können nur jeweils 1.500 Werke gleichzeitig ausgestellt werden) einerseits und die Ansprache eines breiteren, europäischeren Publikums andererseits. Nach einer Ausschreibung wurde das Projekt an den japanischen Architekten Shigeru Ban und seinen französischen Partner Jean de Gastines vergeben. Das kulturell und architektonisch ambitionierte Projekt soll ein Zeichen für den Aufschwung des Wirtschafsstandorts Metz setzen.

Link:
Die offizielle Website des Centre Pompidou in Metz
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SENDUNG VOM 07. JUNI 2007 

  • « Die kleine Geschichte »: der Dörrpflaume
Alle Pflaumenarten stammen ursprünglich aus China. Über die Seidenstraße gelangten sie nach Damas, wo sie getrocknet wurden und man aus ihnen Dörrpflaumen machte. Der Vorteil: sie konnten dadurch leicht transportiert werden. Die Kreuzfahrer brachten sie im 12. Jahrhundert nach Frankreich. Im südfranzösischen Agen wurden sie zuerst kultiviert und von dort aus in die ganze Welt exportiert. Ihre Beliebtheit ist auf die starke Konzentration von Energie in Form von Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen. Dabei sind die Pflaumenbäume empfindlich und brauchen viel Pflege. Das ist wohl der Grund, warum die Bauern sie während der Kriege sich selbst überließen und die Bäume der Vernachlässigung beinahe zum Opfer gefallen wären. Aber glücklicherweise kam ihnen eine kleine Gruppe von Botanikern zu Hilfe...

Die Top-Adresse:
Confiserie Pierre Boisson - 20 rue Grande Horloge 47000 Agen


  • « Hinter den Kulissen »: Flauschiges von Andreas Linzner
Der Frottee-Künstler Andreas Linzner entwirft Mode und Gegenstände aus einem ganz besonderen Material: Zwirn-Frottee. Der Stoff ist etwas dünner, dabei aber griffiger als normaler Frottee, die Schlinge ist kurz und dick. Andreas Linzner arbeitet für Kinder, Frotteefans oder Kuscheltierliebhaber. Er liefert nach ganz Europa und hat großen Erfolg in London, der Schweiz, Griechenland und Japan.

Die Top-Adresse:
Andreas Linzner - Marktstrasse 6, 20357 Hamburg
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SENDUNG VOM 08. JUNI 2007

  • « Begegnung »: die "Cabanons" von Marseille
Die winzigen Wochenendhäuser sehen aus wie bessere Bootsschuppen: Ursprünglich waren die als "Cabanon" bezeichneten einfachen Häuschen, die in der Nähe von Marseille oft ohne Genehmigung gebaut wurden, eine Art Zweitwohnsitz der Hafenstadtbewohner. Inzwischen sind sie zum Inbegriff der mediterranen Lebensart geworden: Sich erholen, nichts tun, Siesta machen.

Buch-Tipps (leider keine deutsche Übersetzung vorhanden):
Le cabanon
Jean-Max Tixier
Editions Jeanne Laffitte, 1999 und 2004
ISBN 2862764124



Le mystère englouti de Saint-Exupéry
Jean-Claude Bianco
Editions Ramsay, 2006
ISBN: 2841148025




  • « Trend »: die mediterrane Küche des Chefkochs Gérald Passedat
"Chic" macht einen kulinarischen Halt im Restaurant "Petit Nice". Was der Name nicht verrät: Das Restaurant befindet sich in Marseille. Gérald Passedat, der in der Küche regiert, pflegt einen traditionellen mediterranen Stil und bereitet seltene Fischsorten wie Gabeldorsch oder auch Seeanemonen zu. Und natürlich kommt im "Petit Nice" alles fangfrisch auf den Tisch!

Die Top-Adresse:
Hôtel Passédat - Petit Nice - Anse de Maldormé - Corniche J.F.Kennedy 13007 Marseille


  • « Hinter den Kulissen »: das Haus von Régis Daniel
Ein großes Fabriktor als Wand, die sich hochfahren lässt und die man ganz verschwinden lassen kann: Das ist das Haus des Architekten Régis Daniel, das mit "geöffneter" Wand einen grandiosen Ausblick auf Marseille bietet.

Link:
Das Architektenbüro CDD
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Montag bis Freitag, 12.35 Uhr bis 13.05 Uhr
Samstag um 12.30 Uhr

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Europäisches Lifestyle-Magazin, ARTE
Chefredaktion: Catherine Heuzé
Koproduktion: ARTE France, 2P2L
Frankreich, 26 Min.
Moderation: Valeria Risi

Texte der “Kleinen Geschichte” © Anne-Sophie Levy Chambon

Erstellt: 01-06-07
Letzte Änderung: 01-06-07