Schriftgröße: + -
Home > Film > Kino auf ARTE > Die Filmtipps der Woche > Biester

Kino auf ARTE - 14/01/13

Biester

(La ceremonie)
Spielfilm, Frankreich, 1995, ARTE F, 111 Min.
Regie: Claude Chabrol, Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff, Kamera: Bernd Zitzermann, Musik: Matthieu Chabrol, Schnitt: Monique Fardoulis, Produktion: Christoph Holch, Marin Karmitz, Ira von Gienanth
Mit: Isabelle Huppert (Jeanne), Sandrine Bonnaire (Sophie), Jean-Pierre Cassel (Georges), Virginie Ledoyen (Melinda), Valentin Merlet (Gilles)

Sophie ist ein Hausmädchen, das in einem großen Herrenhaus in der Bretagne für die wohlhabende Familie Lelievre arbeitet. Das bescheidene Mädchen erledigt ihre Aufgaben gewissenhaft und sorgfältig und fügt sich ihrem Stand als Dienstmädchen.


Als die Familie Lelievre in den Urlaub fährt, lernt Sophie die Postbeamtin Jeanne kennen. Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich trotz ihres gegensätzlichen Temperaments schnell eine enge Freundschaft. Durch ihre Rolle als Außenseiterinnen in der französischen Provinz, wachsen beide schnell zusammen, und Jeanne wird die wichtigste Vertraute für Sophie. Sie offenbart Jeanne ein dunkles Geheimnis, jene wiederum gewährt ihr einen tiefen Einblick in ihr vorheriges Leben.
Jeanne stachelt Sophie an, sich nicht alles gefallen zu lassen, und Sophie wird eigensinniger und unfolgsamer. Auch Jeanne wendet sich gegen die Lelievres und beginnt, ihre Post zu öffnen. Nach und nach kommen weitere Intrigen und Geheimnisse ans Licht. Sophie belauscht die Tochter der Lelievres, Melinda, und erfährt, dass diese ungewollt schwanger ist. Sie benutzt dieses Wissen als Druckmittel um zu verhindern, dass Melinda ein Geheimnis von ihr verrät.
Melinda jedoch vertraut sich ihren Eltern an, die Sophie wegen Erpressung kündigen. Die Situation eskaliert gänzlich, als Sophies Verbündete Jeanne eingreift.
Wie bei einem Puppenhaus, das von außen einen konformen, angepassten Eindruck erweckt, das aber, sobald man es umdreht, einmalige Einblicke gewährt, blickt Claude Chabrol wieder einmal in die Abgründe hinter der menschlichen Fassade. In diesem Verwirrspiel von Intrigen, Lügen und Täuschungen, wo Wissen Macht bedeutet und Enthüllungen mit Erpressungen quittiert werden, kann niemand sicher sein, wie viel der andere von ihm weiß.

Wie bei einem Puppenhaus, das von außen einen konformen, angepassten Eindruck erweckt, das aber, sobald man es umdreht, einmalige Einblicke gewährt, blickt Claude Chabrol wieder einmal in die Abgründe hinter der menschlichen Fassade. In diesem Verwirrspiel von Intrigen, Lügen und Täuschungen, wo Wissen Macht bedeutet und Enthüllungen mit Erpressungen quittiert werden, kann niemand sicher sein, wie viel der andere von ihm weiß.


Claude Chabrol in 3 Minuten

ARTE strahlt zwei Filme, "Biester" und "Madame Bovary", von Claude Chabrol aus. Die richtige Gelegenheit um in Blow up die Karriere von Claude Chabrol in genau 3 Minuten zusammen zu fassen.



Blow up ist das ARTE-Webmagazin zum Thema Kino; dieser Film wurde auch auf Arte ausgestrahlt.


>> Dossier über Sandrine Bonnaire



Biester
Samstag 26. Januar 2013 um 02.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 1995, 111mn)
ARTE F

Erstellt: 07-01-13
Letzte Änderung: 14-01-13