Drei Filmporträts von Antonia Lerch
ARTE EDITION/absolut MEDIEN
Best. Nr.: 845 • 55 Minuten
ARTE, ZDF
»Es hat sich mir offenbart, ohne dass ich gesucht habe, und ich habe gefunden, was sich mir zeigte. Ich war eine Antenne, die aufnahm, was zu mir kam, aber nicht ein Apparat, der etwas erforschen will.« (Ilse Bing)
Ilse Bing, Grete Stern und Ellen Auerbach − alle um 1900 geboren, jüdischer Abstammung, in Deutschland studiert, in den 1930ern emigriert. Jede von ihnen eine außergewöhnliche Fotografin.
1992 besuchte die Berliner Dokumentarfilmmacherin Antonia Lerch die drei Künstlerinnen in New York und Buenos Aires. Drei Filmporträts sind entstanden, »drei echte stille Sensationen« (Süddeutsche Zeitung). Antonia Lerch lässt die Fotografinnen für sich sprechen, behutsam, ohne Wortkommentar und aufgesetzte Inszenierung. Dadurch entstehen unmittelbare, anrührende Filme, in denen Persönlichkeitsgeschichte, Zeitgeschichte und Geschichte der Fotografie auf harmonische Weise zusammenfließen. Aufwühlendes Kulturzeugnis einer vergangenen Generation.
DVD-Ausstattung:2 xDVD 5, codefree, Farbe
ca. 165 Min.
Bild: 4:3, Ton: Dolby 1.0 Mono
Sprache: Deutsch
Extras: Kapiteleinteilung, ausführliches Booklet, PDF mit Links und Buchtipps auf der DVD
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2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß
einen Dokumentarfilm von Malte Ludin:
Deutschland 2004/2005
ARTE EDITION/absolut MEDIEN
Best.-Nr. 832 • 85 Minuten
Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt – mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind. Hanns Ludin, Wehrmachtsoffizier, steigt nach 1933 schnell zum SA-Obergruppenführer auf. Ihm werden der Blutorden und andere hohe Weihen des Nazistaates zuteil.
1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den »Schutzstaat« Slowakei. Als »Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches« soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die »Endlösung«. Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren. War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen ... Es entsteht ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument – ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. 60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben noch immer eine brennend kontroverse Rolle.
Credits
Regie: Malte LudinBuch: Malte Ludin
Kamera: Franz Lustig
Schnitt: Iva Švarcová, Malte Ludin
Produktion: Svarc.Filmproduktion, Iva Švarcová
Produktions-Land+Jahr: Deutschland, 2004/2005
Musik: Werner Pirchner, Hakim Ludin, Jaroslav Nahovica
DVD-Ausstattung:
DVD 5, codefree, Farbe + s/w, 85 Min. + Extras, deutsche Sprachfassung, engl./frz. UT, Bildformat: 16:9, Ton: Stereo
Ton: Dolby Digital / Sprachen: Deutsche O-Fassung, französische Fassung, englische Untertitel
Extras: Trailer, Fotogalerie, historische Tondokumente, Interviews mit Regisseur Malte Ludin, Tuvia Rübner, Dan Bar On, den Kameramännern Franz Lustig und Martin Gressmann, Hörbeispiele: Musik von Werner Pirchner.
Mit Booklet.
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