Heiße Sommer, kalte Winter und ein karger, trockener Boden lassen den Safrankrokus gut gedeihen. Der botanische Name der blau-violett blühenden Safran-Pflanze ist crocus sativus. Im Hochsommer (August) wird die Safranknolle in die Erde gepflanzt; im späten Herbst (Ende Oktober/Anfang November) die Blüte geerntet.
Schon eine winzige Menge des Luxusgewürzes reicht, um einem Gericht ein starkes, etwas bitteres Aroma zu verleihen und es „safrangelb“ zu färben. „Zafra“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet: gelb sein. Im Mittelalter stieg Safran zum Statussymbol auf. Es war teurer als Gold und wurde auch als Heilmittel, Aphrodisiakum und als Farbstoff verwendet.
Die große Ära des edlen, goldroten Fadens ging im vorletzten Jahrhundert durch synthetische Färbe- und Würzmittel zu Ende. Für die feine Küche ist Safran jedoch auch heute noch unerlässlich. Aus den gelben Stempeln des Krokuskelches gewinnt man winzige Mengen an Safran, dadurch dass sie am Kamin auf Sieben getrocknet werden. Die Ausbeute dieser mühevollen Prozedur ist allerdings gering.
Die gelbe Farbe entsteht erst dann, wenn der Safran gekocht wird. Im frischen Zustand hat er einen orangegelben Ton. Die zarten Fäden werden daher meist in Flüssigkeit eingeweicht. Sie würzen süße und salzige Speisen. Ein Risotto Milanese, eine Bouillabaisse und eine Paella Valenciana wären ohne Safran nicht denkbar. Er gibt diesen Gerichten ihre leuchtende Farbe und ihren unverwechselbaren Geschmack: eine leichte Süße, die an Honig erinnert, mit einer zarten, bitteren Nuance.






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