Schriftgröße: + -
Home > Film erleben > Hommage an Miyazaki > Nausicaä aus dem Tal der Winde > Nausicaä aus dem Tal der Winde

Hommage an Miyazaki

Vom 5. bis zum 22. April 2010 ehrte ARTE den großen Anime-Virtuosen mit einer sechsteiligen Filmreihe sowie einer Dokumentation.

Hommage an Miyazaki

29/04/10

„Nausicaä aus dem Tal der Winde” von Hayao Miyazaki

In einer Zeit, da die Erde durch das Meer der Fäulnis von einem hochgiftigen Pilzwald befallen ist, stellt das Tal der Winde mit seinen schützenden Winden eine der letzten Oasen für die Menschen dar. Nausicaä, die junge Prinzessin dieses Landes, wagt sich in die vermeintlich tödliche Umwelt hinaus und entdeckt, dass sich die von den Menschen verseuchte Natur von selbst langsam wieder reinigt. Als ein Krieg zweier noch verbleibender Länder ausbricht und versucht wird, das Meer der Fäulnis niederzubrennen, muss die mutige Nausicaä um den Schutz ihres Volkes und der Natur kämpfen.

Ausstrahlung auf ARTE am Donnerstag, 15. April 2010 um 20.15 Uhr

Es herrscht eine Zeit, in der die Erde verwüstet und im Meer der Fäulnis versunken ist. Ein riesiger fantastischer Pilzwald ist entstanden, dessen Sporen für den Menschen hochgiftig sind. Eine der letzten fruchtbaren Oasen ist das Tal der Winde, wo die Menschen im Einklang mit der Natur leben; durch günstige Winde wird verhindert, dass Sporen des Pilzwaldes eindringen können. Nausicaä, die junge Prinzessin des Tals der Winde, besitzt die seltene Gabe, die Gefühle und Gedanken der Tiere zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.

Während die restliche Menschheit in Angst vor dem Meer der Fäulnis und seinen Rieseninsekten lebt, untersucht Nausicaä den faszinierenden Pilzwald genauer. Sie entdeckt, dass dessen Pflanzen in der Lage sind, den durch die Menschen verseuchten Boden zu reinigen und unterirdisch ungiftige Natur hervorzubringen. Noch bevor sie ihren Fund bekanntmachen kann, fallen die Truppen des Königreichs Torumekia ins Tal der Winde ein. Diese wollen sich der Überreste der größten Waffe aller Zeiten bemächtigen, eines fernzusteuernden Kampftitanen, und damit alle Menschen unter ihre Herrschaft bringen. Auch planen sie das Meer der Fäulnis, das sich immer weiter ausbreitet, niederzubrennen. Sie wollen nicht einsehen, dass damit alles Leben zum Tode verurteilt wäre. Als das Königreich Pejite von den Torumekianern zerstört wird, bricht ein Krieg aus, in dem auch dem Tal der Winde die Vernichtung droht.

Die mutige Nausicaä riskiert alles, um ihr Volk zu retten und die Menschen von ihren verblendeten, irrsinnigen Plänen abzubringen. Im Kampf um eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Pilzwald wird sie zur Botschafterin einer uralten rätselhaften Prophezeiung.



Den vierten Teil der sechsteiligen Miyazaki-Reihe auf ARTE bildet der 1984 entstandene Film "Nausicaä aus dem Tal der Winde". Im Westen erschien der Film zum ersten Mal 1987 in einer um 30 Minuten gekürzten Version, die Handlung und Dialoge sehr entstellt hat. In der Folge wurden bis 1996 keine Rechte mehr für die Veröffentlichungen von Miyazaki-Filmen im Westen vergeben.

"Nausicaä aus dem Tal der Winde" setzt dem Umweltaktivismus ein frühes Denkmal: Die Menschheit wird als ignorante Spezies dargestellt, die die Zeichen der Natur nicht zu deuten vermag.
Ein "Zeichentrick-Abenteuerfilm als hymnische Ode an die Natur, die komplexe Inhalte in eine höchst spannende, vor Fantasie nur so sprühende Geschichte verpackt."

.....................................
Nausicaä aus dem Tal der Winde
Japan, 1984, 114mn
ARTE F

Nausicaä aus dem Tal der Winde
Dienstag 20. April 2010 um 14.45 Uhr
Keine Wiederholungen
(Japan, 1984, 114mn)
ARTE F

Erstellt: 11-03-10
Letzte Änderung: 29-04-10