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Alles über ARTE

Der öffentlich-rechtliche europäische Kulturkanal ARTE hat den Auftrag, Fernsehsendungen zu gestalten und auszustrahlen, die das Verständnis und die Annäherung (...)

Alles über ARTE

27/02/15

Die Finanzierung von ARTE

über den in Deutschland und Frankreich erhobenen Rundfunkbeitrag


ARTE finanziert sich zu 95% über den in Frankreich und Deutschland erhobenen Rundfunkbeitrag.
Gemäß dem Gründungsvertrag strahlt der Sender keine Werbung aus, eine Teilfinanzierung durch Sponsoring ist jedoch zulässig. ARTE GEIE wird von den beiden Mitgliedern ARTE France und ARTE Deutschland paritätisch finanziert. Darüber hinaus liefern die Mitglieder den gleichen Umfang an Programmen. Entsprechend der Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der spezifischen Produktionsformen in Deutschland und Frankreich handelt es sich dabei entweder um Eigenproduktionen oder um Programmankäufe. Die in der Mitgliederversammlung vertretenen deutschen und französischen Mitglieder verabschieden den Wirtschaftsplan von ARTE GEIE.
Rechtlich gesehen sind die Zentrale, ARTE Deutschland und ARTE France drei eigenständige Unternehmen, die jeweils eine eigene Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen eigenen Geschäftsbericht vorlegen müssen.

In Deutschland

In Deutschland bildet der gesetzlich festgelegte Rundfunkbeitrag die Finanzierungsgrundlage der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, sowie deren neun Landesrundfunkanstalten (BR, HR, MDR, NDR, RB, RBB, SR, SWR, WDR), der Deutschen Welle (DW) und deren Partner- und Digitalkanäle. Als Gesellschafter von ARTE Deutschland finanzieren ARD und ZDF so jeweils zur Hälfte den Haushalt von ARTE Deutschland.

Der pauschale Rundfunkbeitrag von 17,50€ pro Monat ist geräteunabhängig pro Haushalt zu entrichten. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Personen in einer Wohnung leben oder wie viele Rundfunkgeräte - darunter fallen auch Radios, Fernseher, Computer, Tablets oder Smartphones - dort vorhanden sind. Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Institutionen beteiligen sich mit angepassten Beiträgen ebenfalls an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Das Modell des geräteunabhängigen Rundfunkbeitrags und der gemeinsame Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben 2013 die früheren Rundfunkgebühren sowie die ehemalige Gebühreneinzugszentrale (GEZ) abgelöst.

Ein Vertrag zwischen den deutschen Bundesländern bestimmt die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für jeweils drei Jahre (aktuell für die Beitragsperiode 2013-2016). Die Höhe des Rundfunkbeitrags wird zunächst von der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) nach Überprüfung des Bedarfs der einzelnen Rundfunkanstalten vorgeschlagen und anschließend von den Bundesländern gesetzlich festgelegt. ARTE Deutschland ist der Ansprechpartner der KEF im Gebührenfestsetzungsverfahren und zu ständig für alle Fragen, die in den entsprechenden Arbeitsgruppen behandelt werden.

In Frankreich

In Frankreich werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch den Rundfunkbeitrag, bis 2009 Fernsehgebühr genannt, finanziert. Der jährlich zu entrichtende Betrag beläuft sich auf 136 €, der von allen Haushalten zu bezahlen ist, die ein Fernsehgerät besitzen. Alle anderen Empfangsgeräte, die es ermöglichen Fernsehsendungen zu schauen, wie Computer und Tablets, werden zurzeit nicht berücksichtigt.

Die Abgabe finanziert die öffentlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten (France Télévisions, ARTE France, Radio France, Réseau Outre-Mer 1ère, France Media Monde, Institut national de l’audiovisuel), die dem Publikum eine große, qualitativ hochwertige Programmvielfalt darbieten sollen, mit dem Ziel zu schulen, zu informieren und zu unterhalten. Sie stellen einen Referenzpunkt für Informationen, audiovisuelle Kreation und kulturelle Vielfalt dar.

Die Finanzierung von ARTE France, ebenso wie die der anderen öffentlichen Sender, ist in einer Ziel- und Mittelvereinbarung (COM — Contrat d’objectifs et de moyens) zwischen den französischen Ministerien für Kultur und Kommunikation, für Wirtschaft, Finanzen und Industrie und ARTE France für eine Dauer von jeweils vier Jahren festgelegt. Jedes Jahr stimmt das Parlament der Verteilung der Gelder im Rahmen der Abstimmung des Finanzgesetzes zu.

Die für den Finanzierungszeitraum 2012 bis 2016 unterzeichnete Ziel- und Mittelvereinbarung zwischen ARTE France und dem französischen Staat zeugt von einer starken Unterstützung für die neue redaktionelle und digitale Strategie des Senders. Die Wahrung der Programminvestitionen stellt für ARTE France eine Notwendigkeit dar, um die neue Dynamik des Senders im TV und Web in einem stärker gewordenen Konkurrenzumfeld zu erhalten.

Erstellt: 21-04-10
Letzte Änderung: 27-02-15