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Sergej Eisenstein: "Oktober"

Ein Film als Objekt der politischen Zensur.

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Sergej Eisenstein: "Oktober"

Ein Film als Objekt der politischen Zensur.

Sergej Eisenstein: "Oktober"

Oktober (Oktjabr) - Ein Stummfilm von Sergej Eisenstein und Grigori Aleksandrow - 14/02/12

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Mit Oktober hat Sergej Eisenstein einen Jubiläumsfilm zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution geschaffen, der auch in ästhetischer Hinsicht radikal neue Maßstäbe setzte. Mit Hilfe der ‚intellektuellen Montage’ stellt der Film die historischen Ereignisse als einen explosiven Prozess der Befreiung aus langjähriger Unterdrückung dar – und fiel damit unter das berüchtigte Formalismus-Verdikt, mit dem fast alle Werke der Filmavantgarde aus den sowjetrussischen Kinos verbannt wurden. Vergessen wurde darüber auch die Filmmusik, die Edmund Meisel für die deutsche Premiere im April 1928 geschrieben hat und die damals für lautstarke Kontroversen sorgte.

Sie wurde im Auftrag von ZDF/ARTE von dem Mainzer Komponisten Bernd Thewes rekonstruiert und ist nach 85 Jahren wieder mit großem Orchester zu erleben als Sonderveranstaltung der Berlinale-Retrospektive. Unser Dank geht an die Filmarchive, insbesondere Gosfilmofond, Moskau, und das Filmmuseum München, ohne deren unermüdliche Rekonstruktionsarbeit Schlüsselwerke der internationalen Filmgeschichte verloren gehen würden, und an unsere Koproduktionspartner Deutschlandradio Kultur und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Mit ihnen bringt ARTE nach Berlin, die Sinfonie der Großstadt und Metropolis ein weiteres Schlüsselwerk der Filmmusikgeschichte zur Aufführung.

Ihre TV-Premiere hat die neue Oktober-Fassung auf ARTE am 15.02.2012.

Ein Ausschnitt aus der rekonstruierten Film- und Musikfassung


Erstellt: 25-01-12
Letzte Änderung: 14-02-12