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Meine Wiederholung
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Wählt Jesus!

Amerika in Gottes Hand

Dienstag, 14. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
23.10.2008 um 09:55
Wählt Jesus!
(Deutschland, 2008, 80mn)
ZDF
Regie: Ilan Ziv

16:9 (Breitbildformat)

Der aus Israel stammende Filmemacher Ilan Ziv folgt nicht in erster Linie den Präsidentschaftskandidaten selbst auf ihrem Weg zur Nominierung, sondern beleuchtet die Hintergründe der Kampagnen im Vorwahlkampf. Er richtet das Augenmerk dabei auf die Bedeutung religiöser Gruppen und deren Einfluss auf die US-Politik.

Die 4.000 Meilen lange filmische Reise beginnt im US-Bundesstaat Iowa. Hier gewinnt Barak Obama, der Hoffnungsträger der Demokratischen Partei der USA, die Vorwahl zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat. Weiter geht es nach New Hampshire, Kentucky, South Carolina, Georgia, Alabama und Texas. Überall trifft Filmemacher Ilan Ziv freiwillige Wahlhelfer der Kandidaten von Demokraten und Republikanern, mit denen er über die Bedeutung von Gott und Religion in der amerikanischen Politik und vor allem in der aktuellen Wahlkampagne 2008 spricht.
Keiner der Kandidaten, nicht die Republikaner John McCain und Mike Huckabee und auch nicht die eher "säkularen" Demokraten Hillary Clinton und Barak Obama, können es sich im heutigen Amerika leisten, auf die Unterstützung der religiösen Gruppen zu verzichten. Seit George W. Bush die letzten Wahlen vor allem mit massiver Unterstützung der Evangelikalen gewonnen hat, ist der Einfluss christlicher Fundamentalisten ständig gewachsen.
Ilan Ziv spricht mit Vertretern der verschiedenen Kirchengemeinden, mit Baptisten, mit Katholiken, mit Rabbinern und radikalen Evangelikalen, die mit der kompromisslosen Unterstützung Israels ihrer historischen Bestimmung zu folgen glauben. Eine amerikanische, konvertierte Muslimin sagt: "Es ist mir egal, welche Religion es betrifft, aber ich möchte nicht in einer Theokratie leben". Und der Historiker Randall Balmer, Professor an der Columbia Universität und in Harvard, erklärt den Widerspruch zwischen dem säkularen amerikanischen Staat und einer immer religiöseren Gesellschaft.

Für den in Israel geborenen und aufgewachsenen Filmemacher Ilan Ziv hat die Frage nach der Bedeutung von Glauben und Religiosität in der Politik wenig mit journalistischer Neugier zu tun. Sie berührt auch ein persönliches Problem. Er sagt: "Nachdem ich jetzt mehr als 30 Jahre in den Vereinigten Staaten lebe, bin ich immer noch perplex über die Rolle, die die Religion in der amerikanischen Politik spielt, in einem Land, in dem die Trennung von Kirche und Staat von der Verfassung garantiert ist."