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Meine Wiederholung
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Henry Kissinger - Geheimnisse einer Supermacht

Seit mehr als 30 Jahren besetzt Henry Kissinger kein politisches Amt mehr. Dennoch ist sein Rat bis in höchste politische Kreise sehr gefragt. Stephan Lamby ist es gelungen, Henry Kissinger zu einem ausführlichen Gespräch vor die Kamera zu holen.

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Mittwoch, 15. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
18.10.2008 um 14:00
21.10.2008 um 09:55
Henry Kissinger - Geheimnisse einer Supermacht
(Deutschland, Usa, 2008, 90mn)
NDR
Regie: Stephan Lamby

Fassung für  Hörbehinderte Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Seit mehr als 30 Jahren besetzt Henry Kissinger kein politisches Amt mehr. Dennoch ist der Rat des ehemaligen amerikanischen Außenministers bis in höchste politische Kreise sehr gefragt. Filmemacher Stephan Lamby ist es gelungen, den Friedensnobelpreisträger zu einem ausführlichen Gespräch vor die Kamera zu holen. Außerdem kommen hochkarätige Zeitzeugen zu Wort, unter anderem US-Präsident George W. Bush sowie General Alexander Haig, Helmut Schmidt und der kurz nach den Dreharbeiten verstorbene Schriftsteller Norman Mailer. ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Programmschwerpunkts "USA 2008".

Der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger ist ein überaus mächtiger Mann - bis heute. Obwohl er seit über 30 Jahren kein Regierungsamt mehr bekleidet, gehört er zu den wichtigsten Beratern in Washington D.C.. US-Präsident George W. Bush holt regelmäßig seinen Rat und erzählt exklusiv vor der Kamera Stephan Lambys von den Begegnungen mit Henry Kissinger. Wie sollen die USA auf die Anschläge vom 11. September 2001 reagieren? Wie können sie das Desaster im Irak beenden? Henry Kissingers Rat war und ist gefragt.
Was seine Vergangenheit betrifft, so ist Kissinger deutlich schweigsamer. Obwohl er 1973 den Friedensnobelpreis erhielt und in vielen Ländern bis heute als Polit-Star gefeiert wird, verfolgen ihn noch immer schwere Vorwürfe. Welche Schuld trägt Henry Kissinger an der Eskalation des Vietnamkriegs? Welche Rolle spielte er Anfang der 70er Jahre beim blutigen Putsch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende? Wie reagierte er auf die indonesische Invasion in Osttimor? Solchen Fragen ging und geht Henry Kissinger meistens aus dem Weg. Jetzt ist es dem Dokumentarfilmer Stephan Lamby erstmals gelungen, den ehemaligen US-Außenminister zu einem langen Gespräch über sein Leben vor der Kamera zu bewegen. Entstanden ist ein ungewöhnliches Interview über Macht und Moral.

In dem mit großem Aufwand recherchierten und produzierten Dokumentarfilm kommen zahlreiche hochkarätige Zeitzeugen zu Wort, darunter exklusiv US-Präsident George W. Bush, Vier-Sterne-General Alexander Haig, der frühere CIA-Direktor und US-Verteidigungsminister James Schlesinger, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der kurz nach den Dreharbeiten am 10. November 2007 im Alter von 84 Jahren verstorbene Norman Mailer und Star-Journalist Carl Bernstein. Unter anderem bieten private Super-8-Aufnahmen - etwa von Richard Nixons Büroleiter H. R. Haldeman - und geheime Abhörbänder aus dem Oval Office einen ungewöhnlichen Einblick ins Weiße Haus. Die Geheimnisse der Supermacht USA, wie Aktionen der CIA, verdeckte Reisen zu feindlichen Regierungen und Abhörmaßnahmen gegen Mitarbeiter, erscheinen in einem neuen Licht. Das Kissinger-Porträt spielt zwar in der Vergangenheit, ist aber gleichzeitig hochaktuell.
Filmemacher und Produzent Stephan Lamby hat zahlreiche Beiträge über Personen der Zeitgeschichte realisiert, darunter über Politiker wie Angela Merkel, Fidel Castro, Helmut Kohl und Joschka Fischer, sowie über Kulturschaffende wie Jörg Immendorff, Stefan Aust und Oliver Stone. Lamby wurde unter anderem mit dem Robert-Geisendörfer-Preis und dem Hans-Klein-Medienpreis ausgezeichnet sowie für den Deutschen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis nominiert.