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Meine Wiederholung
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Faszination Bergfilm - Himmelhoch und abgrundtief

Eiger, Matterhorn und Montblanc gehören zu den bevorzugten Bergen nicht nur für Bergtouristen, sondern auch für Filmemacher.

Donnerstag, 4. Dezember 2008 um 23.00 Uhr

Wiederholungen:
10.12.2008 um 01:45
15.12.2008 um 09:55
Faszination Bergfilm - Himmelhoch und abgrundtief
(Deutschland, 2008, 60mn)
SWR
Autor: Hans-Jürgen Panitz, Matthias Fanck

16:9 (Breitbildformat)

Eiger, Matterhorn und Montblanc gehören zu den bevorzugten Bergen nicht nur für Bergtouristen, sondern auch für Filmemacher. Sie sind Handlungsorte und Kulissen von "Bergfilmen", die spätestens seit Luis Trenker und Leni Riefenstahl zu einem eigenen Genre im Kino geworden sind. Die Dokumentation stellt die wichtigsten europäischen Filme und Filmemacher dieses Genres vor, die sich mit den großen Bergen der Alpen beschäftigen.

Steilwände, schwindelerregende Höhen, Schnee und Eis - und der immerwährende Reiz, die Gipfel zu bezwingen. Bergsteiger und Extremkletterer suchen die Herausforderung, das Gefühl, über die Natur und sich selbst hinauszuwachsen. Doch nicht selten endet das Abenteuer in der Katastrophe. So verunglücken am Montblanc jedes Jahr etliche Bergtouristen. Schon bei der Erstbesteigung des Matterhorns im Jahre 1865 stürzten vier Teilnehmer der englisch-schweizerischen Seilschaft über die 2.000 Meter hohe Nordwand zu Tode.
Seit über 100 Jahren führen Bergsteiger Kameras mit im Gepäck, halten schwierigste Aufstiege und Seilschaften auf Zelluloid fest, aber auch die Schönheit und Faszination der Bergwelt. Für das deutschsprachige Publikum ist der "Bergfilm" bereits seit den 20er und 30er Jahren ein beliebtes Genre im Kino geworden. Luis Trenker und Leni Riefenstahl sind bis heute Namen, die untrennbar mit diesem Thema verbunden sind, und Filme wie "Berge in Flammen", "Das blaue Licht" und "Der Berg ruft" gelten als Klassiker.
Doch der Bergfilm ist auch im neuen Jahrtausend angekommen. Im Spätherbst 2008 hat der Spielfilm "Nordwand" des Opern- und Videoclip-Regisseurs Philipp Stölzl Premiere in den deutschen Kinos. Thema des aufwendigen Fiction-Dramas ist die große Tragödie am Eiger im Jahre 1936. Vier Bergsteiger mussten damals in der Nordwand ihr Leben lassen, drei starben durch Steinschlag, während der vierte vor den Augen der Rettungsmannschaft, die ihn nicht erreichen konnte, im verknoteten Seil erfror. Mit Benno Fürmann in der Hauptrolle wird die Tragödie nach den von Arnold Fanck und Luis Trenker begründeten Grundsätzen des dokumentarischen Realismus in Szene gesetzt.

Filmemacher Hans-Jürgen Panitz präsentiert spektakuläres Archivmaterial von frühen Filmexpeditionen - zum Beispiel aus dem Jahr 1901 am Matterhorn -, aber auch exklusive Aufnahmen von Willy Bogner, dem Ski-Kameramann der James-Bond-Filme, der mit seinen atemberaubenden Aufnahmen und Tricks Millionen Zuschauer begeisterte. Matthias Fanck, Enkel des "Bergfilm-Erfinders" Dr. Arnold Fanck, berichtet, warum dem Genre nach dem Zweiten Weltkrieg das Etikett "faschistisch" angeheftet wurde.
Die Nouvelle Vague kommt auch in dieser Kategorie aus Frankreich: In den 50er Jahren drehen Gaston Rebuffat, Marcel Ichac und Lionel Terray als Avantgarde des französischen Bergfilms in neuer Leichtigkeit am Montblanc. Weitere Gesprächspartner sind die Filmemacher Gerhard Baur - preisgekrönt für "Der Weg ist das Ziel - Die Eigernordwandtragödie" -, Lothar Brandler, Kurt Diemberger und Leo Dickinson. Vertreter der jüngeren Generation des Extremkletterns sind Catherine Destivelle sowie Alexander Huber, einer der Helden des 2007 entstandenen Films "Am Limit" von Pepe Danquart, in dem zwei Brüder versuchen, neue Rekorde im Steilwand-Speedklettern aufzustellen.