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Meine Wiederholung
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Dead of Night

Die Überraschung der Familie Brooks ist groß, als der totgeglaubte Sohn Andy aus dem Vietnamkrieg heimkehrt...

Freitag, 14. November 2008 um 23.25 Uhr

Wiederholungen:
21.11.2008 um 03:00
11.12.2008 um 03:00
Dead of Night
(Grossbritannien, Usa, Kanada, 1972, 88mn)
ARTE F
Regie: Bob Clark
Kamera: McGowan
Musik: Carl Zittrer
Schnitt: Robert Sinclair
Darsteller: Anya Ormsby (Cathy Brooks), Henderson Forsythe (Dr. Philip Allman), Jane Daly (Joanne), John Marley (Charles Brooks), Lynn Carlin (Christine Brooks), Richard Backus (Andy Brooks)
Autor: Alan Ormsby
Vertreiber: Impex Films
Produktion: Impact Films, Quadrant Films
Produzent: Bob Clark, John Trent, Peter James

Original mit Untertitel 16:9 (Breitbildformat)

Die Überraschung der Familie Brooks ist groß, als der totgeglaubte Sohn Andy aus dem Vietnamkrieg heimkehrt. Doch trotz der Erleichterung über die Rückkehr wird schnell klar, Andy ist nicht mehr derselbe: Er ist ein lebender Toter. Während der Vater seinen Sohn zunehmend skeptisch betrachtet, möchte die Mutter die Veränderung nicht akzeptieren ...

Als der junge Soldat Andy Brooks in Vietnam erschossen wird, hört er die verzweifelte Stimme seiner Mutter, die ihm das Versprechen abnimmt, nach Hause zurückzukehren. Zur Erleichterung seiner Familie erscheint der bereits für tot Erklärte tatsächlich eines Nachts an der Tür. Doch der Krieg hat Andy verändert. Desinteressiert und apathisch sitzt er in seinem Schaukelstuhl, unterbrochen nur von Phasen gewalttätiger Ausbrüche. Während die Mutter Christine ihrem geliebten Sohn mehr Zeit und Rücksicht gönnen möchte, beginnt Vater Charles, Andys merkwürdiges Verhalten zu hinterfragen. So bewahrheitet sich dann auch sein Verdacht, Andy könnte für die blutigen Morde, die in der Kleinstadt stattfinden, verantwortlich sein. Denn Andy ist ein Zombie, der frisches Blut benötigt, um den eigenen Verwesungsprozess aufzuhalten. Andys ahnungslose Schwester Cathy organisiert eine Verabredung mit seiner Ex-Freundin im Autokino ...

Mit "Dead of Night" ist Kultregisseur Bob Clark nicht nur ein spannender Horrorfilm, sondern auch ein aufschlussreiches Sozialdrama über die Folgen des Vietnamkriegs gelungen. Gerade der Status als B-Movie erlaubte Horrorfilmen eine größere kreative, aber auch politische Freiheit als das kommerziell ausgerichtete Mainstreamkino. Diese Möglichkeiten wissen Bob Clark und Autor Alan Ormsby gekonnt zu nutzen. So wird mit der Rückkehr des Untoten Andy gleichsam ein innovativer Ansatz des Zombiefilms als auch eine Studie über die Auswirkungen des Kriegstraumas entworfen. So sind Andys innere Abgestumpftheit und Entfremdung als Folgen seiner Kriegserfahrungen zu verstehen.
Dank Richard Backus schauspielerischer Leistung entsteht so das komplexe Porträt eines traumatisierten jungen Mannes, der mit dem Preis seines eigenen Überlebens zu kämpfen hat. Ebenso vielschichtig sind die Reaktionen seiner Familie auf seine Heimkehr. Das folgende Zerwürfnis der Eltern - dargestellt von John Marley und Lynn Carlin, die bereits in John Cassevetes "Faces" ein Ehepaar spielten - über die Veränderungen des Sohnes bietet einen Blick hinter die Fassade der amerikanischen Kleinstadtidylle. Ebenso werden die unterschiedlichen Kriegserfahrungen der Veteranen des Zweiten Weltkriegs und denen des Vietnamkriegs kontrastiert.
Der Film, bereits 1972 gedreht, wurde erst 1974 teilweise auch unter den Titeln "Deathdream" und "The Veteran" veröffentlicht. Er ist die zweite Zusammenarbeit von Clark und Ormsby nach ihrem Debütfilm "Children Shouldn't Play with Dead Things". Clark, der 2007 bei einem Autounfall ums Leben kommt, dreht nach "Dead of Night" mit "Black Christmas", "Porkey's" und "A Christmas Story" Klassiker des amerikanischen Genrekinos. "Dead of Night" markiert außerdem das Kinodebüt der Horrorfilmlegende Tom Savini, der sich - gerade selbst aus Vietnam zurückgekehrt - hier für die Make-up-Special-Effects verantwortlich zeichnet.