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Glenn Gould: Jenseits der ZeitFast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod scheint der Pianist Glenn Gould lebendiger als je zuvor. |
Montag, 13. Oktober 2008 um 22.35 UhrWiederholungen:
Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod scheint der Pianist Glenn Gould lebendiger als je zuvor. In den 60er Jahren hatte er sich aus dem Konzertbetrieb und öffentlichen Leben zurückgezogen und nur noch für Studioaufnahmen gespielt. Bruno Monsaingeon erweckt ihn mit diesem posthum entstandenen Porträt neu zum Leben: Der Dokumentarfilm beleuchtet die Person, das Werk und die Lebensphilosophie dieses außergewöhnlichen Musikers. Glenn Gould bewegte die Gemüter: Für die einen galt er als Scharlatan, für die anderen war er der Inbegriff des "modernen Interpreten". Unbestritten allerdings bleibt seine Vielseitigkeit. Bekannt war er als Autor und Regisseur für Radio- und Fernsehsendungen, aber vor allem als Pianist mit unkonventioneller Spieltechnik. Als er sich mit 30 Jahren entschied, nur noch für Studio-, Fernseh- und Filmaufnahmen zu spielen, rebellierte er auch gegen die Tradition des bürgerlichen Konzertbetriebs. Glenn Herbert Gould wird 1932 in Toronto, Kanada, geboren und bekommt bereits ab dem dritten Lebensjahr Klavierunterricht von seiner Mutter. Mit zehn Jahren besucht er das Konservatorium seiner Heimatstadt und studiert Klavier, Orgel und Musiktheorie. 1955 gelingt ihm der internationale Durchbruch, als er in New York seine Interpretation der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach vorstellt. Es folgen Jahre weltweiter Konzertreisen, bis Gould 1964 überraschend bekanntgibt, dass er keine Liveauftritte mehr geben, sondern ausschließlich für Studioaufnahmen spielen wolle. |
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