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Meine Wiederholung
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Karaoke Terror

Die Mitglieder der Karaokegruppe "Die Midoris" sind geschockt, als eine von ihnen brutal ermordet wird.

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Freitag, 5. Dezember 2008 um 00.05 Uhr

Wiederholungen:
12.12.2008 um 03:00
Karaoke Terror
(Japan, 2003, 111mn)
ZDF
Regie: Tetsuo Shinohara
Kamera: Hiroshi Takase
Musik: Yo Yuki, Yorihiro Ike
Darsteller: Hiroyuki Ikeuchi (Nobue), Kanako Higuchi (Midori Suzuki), Kayoko Kishimoto (Midori Henmi), Masanobu Ando (Sugioka Osamu), Ryuhei Matsuda (Ishihara), Sawa Suzuki (Midori Iwata), Shungiku Uchida (Midori Yanagimoto)
Autor: Sumio Omori nach dem Roman von Ryu Murakami
Produktion: Fellah Pictures, Kouwa International
Produzent: Fumihiro Harada, Hikaru Suzuki, Masako Watanabe, Yoshinori Fujita

Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Die Mitglieder der Karaokegruppe "Die Midoris" sind geschockt, als eine von ihnen brutal ermordet wird. Die Frauen machen den jungen Mörder ausfindig und nehmen Rache. Dies wiederum kann von dessen Freunden, ebenfalls leidenschaftliche Karaokesänger, nicht akzeptiert werden, und schon bald kämpfen die ungleichen Gruppen mit immer absurderen und gewalttätigeren Mitteln bis zum bitteren Ende ...

Sie nennen sich "Die Midoris" und sie haben eine Leidenschaft: Karaoke. Doch das ist nicht das Einzige, was die fünf Mittvierzigerinnen verbindet. Alle sind sie alleinstehend - ledig, geschieden beziehungsweise verwitwet -, und sie heißen mit Vornamen tatsächlich alle Midori. Regelmäßig kommen sie zusammen, um ihre Einsamkeit erträglicher zu machen, etwas zu trinken, den neuesten Klatsch auszutauschen und natürlich zu singen. Als eine der Karaoke-Damen ermordet wird, stehen die Frauen zunächst unter Schock.
Doch schon bald sinnen sie auf Rache. Die einzige Spur, die zu dem Mörder führen könnte, ist ein am Tatort gefundener Pin, den man nur bekommt, wenn man in einer bestimmten Imbissbude die höchste Punktzahl in einem Spiel erreicht. Der so erstaunlich leicht identifizierte Mörder erweist sich ebenfalls als Mitglied einer Karaoke-Clique, die aus sechs alleinstehenden jungen Männern besteht.
Er hat die Frau ermordet, weil sie nicht mit ihm ins Bett wollte, und prahlt nun mit dem noch blutverschmierten Messer vor seinen Gefährten. Er ahnt nicht, dass die "Midoris" mittlerweile seine Gewohnheiten ausgekundschaftet haben. Schnell haben die Frauen einen Ort ausfindig gemacht, an dem sie leichtes Spiel mit dem Opfer haben. Ausgerechnet beim Urinieren an einer Mauer lauern sie dem Ahnungslosen auf.
Mit einem auf einer Lanze aufgepflanzten Dolch wird dem jungen Mann per Moped eine tödliche Verletzung zugefügt. Der brutale Mord überzeugt die jungen Männer, es den Damen heimzuzahlen. Der Terror der Karaoke-Gruppen eskaliert in einer Spirale der Gewalt. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Tetsuo Shinoharas Gesellschaftssatire um den finalen Konflikt der Generationen, Schichten und Geschlechter basiert auf einem Buch des ebenso berühmten wie umstrittenen japanischen Autors Ryû Murakami. Seine Werke sind weit über Japan hinaus bekannt. Von einigen gibt es längst legendäre Filmadaptionen. Zu den besten zählen "Audition" (1999, auf ARTE am 16.11.2005) von Takashi Miike sowie "Tokio Dekadenz" (1992, auf ARTE am 27.6.2008), bei dem der Autor selbst Regie führte.
Der bizarre, oft witzige Film, der durch das Einblenden von Karaoke-Songtiteln in verschiedene Episoden strukturiert ist, weckt Erinnerungen an Buñuels surrealistischen Humor und Kubricks "A Clockwerk Orange" (1971). Außerdem enthält er zahlreiche Verweise auf die Geschichte des japanischen Genre-Kinos.
Mit den naturalistischen Gewaltorgien anderer, zum Teil kultisch verehrter Filme aus Japan haben die Racheexzesse dieser bitterbösen schwarzen Komödie jedoch nichts zu tun. Die Leidenschaft der Figuren für Karaoke ist allgegenwärtig und sorgt für absurdeste Szenen. Die jungen Männer besitzen einen kleinen Bus, der als mobile Karaoke-Bühne überall einsetzbar ist. Er erlaubt es ihnen, ihre zum Teil skurrilen Auftritte spontan dort zu inszenieren, wo sie gerade sind.

02:00
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Meine Wiederholung
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Japan-Bondage

Die Kunst des Fesselns

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Freitag, 5. Dezember 2008 um 02.00 Uhr

Wiederholungen:
13.02.2010 um 01:05
14.02.2010 um 04:20
01.03.2010 um 01:15
03.03.2010 um 03:00
10.03.2010 um 04:15
19.03.2010 um 02:10
Japan-Bondage
(Frankreich, 2006, 39mn)
ARTE F
Regie: Xavier Brillat

Stereo

Irgendwo in Japan praktizieren in einem traditionellen Haus, das in einem landestypischen Garten steht, ein Mann namens Haruki Yukimura und eine Frau namens Nana-Chan Bondage, ein Fesselungsritual. Ohne Kommentar, nur mit den gedämpften Tönen der das Haus umgebenen Natur unterlegt, zeigt der distanziert gehaltene Film die erotische Zeremonie.

Eine junge Frau geht durch einen japanischen Garten zu einem traditionellen Haus. Bevor sie es betritt, zieht sie langsam ihre Schuhe aus. Drinnen begrüßt sie respektvoll der "Meister", ein würdevoller Mann von ungefähr 60 Jahren. Kaum ist das Begrüßungsritual vorüber, beginnt der Meister, Seile in immer komplexeren Anordnungen um den Körper der Frau zu winden. Sie ist dabei zunächst bekleidet, dann sind ihre Brüste und schließlich ihr ganzer Körper enthüllt.
Fachmännisch löst der Meister die Seile, verknotet sie neu und zwingt die Frau damit in die unwahrscheinlichsten Posen. Während des gesamten Rituals herrscht gespannte Stille, die Zeit scheint still zu stehen. Es fällt kein Wort, kein Ton ist zu hören. Nach jeder neuen Anordnung der Seile betrachtet der Meister sein Werk. Sekunden später befreit er die Frau aus den Seilen, ihr nackter Körper ruht auf dem Boden - und beginnt dann das Spiel von vorne.

Das Kino unterhält seit jeher eine enge Beziehung zu Erotik, Voyeurismus und sexueller Fantasie. Xavier Brillats Film konfrontiert das Begehren und die Lust der Protagonisten mit der Neugier und Befangenheit der Zuschauer. Brillats distanzierte Art des Filmens, die langsamen Gesten, die sanften Stimmen, die Abblendungen zwischen den Szenen und die feinen Geräusche der umgebenden Natur erheben den Zuschauer über das Niveau des simplen Voyeurs. Aus dem erotischen Bondage-Spiel wird eine Performance, eine Zeremonie. Der Körper der Frau, gefesselt, gefangen und unterworfen, wird vom Mann geduldig und sorgfältig in verschiedene Positionen gebracht, die wie die Etappen eines rätselhaften Rituals wirken. Für wen dieses Ritual vollbracht wird, verrät der Film nicht. Für die Frau, den Mann - oder für den Zuschauer?

03:00
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Im Banne des Dr. Monserrat

Der gelangweilte Mike gerät unwissentlich unter den Einfluss des Hypnotiseurs Professor Monserrat und seiner Frau...

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Freitag, 5. Dezember 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Im Banne des Dr. Monserrat
(Grossbritannien, 1967, 82mn)
ARTE F
Regie: Michael Reeves
Kamera: Stanley A. Long
Musik: Paul Ferrs
Schnitt: David Woodward, Susan Michie
Darsteller: Alf Joint (Ron), Boris Karloff (Prof. Marcus Monserrat), Catherine Lacey (Estelle Monserrat), Elizabeth Ercy (Nicole), Ian Ogilvy (Mike Roscoe), Sally Sheridan (Laura Ladd), Victor Henry (Alan)
Autor: Michael Reeves, Tom Baker, nach einer Idee von John Burke
Produktion: Curtwel Productions, Global Films, Tigon British Film Productions
Produzent: Arnold L. Miller, Patrick Curtis, Tony Tenser

16:9 (Breitbildformat)

Der gelangweilte Mike gerät unwissentlich unter den Einfluss des Hypnotiseurs Professor Monserrat und seiner Frau. Mit einer selbstentwickelten Maschinerie unterwerfen sie ihn einer dauerhaften Hypnose. Jederzeit haben sie Zugang zu seinen Gedanken und Gefühlen und können auch sein Verhalten steuern. Auf der Suche nach neuen Kicks setzen sie Mike immer gefährlicheren Situationen aus und machen ihn sogar zum Mörder ...

Der unbedarfte Mike ist im "Swinging London" der 60er Jahre immer auf der Suche nach neuen Thrills. Damit ist er die geeignete Versuchsperson für Professor Marcus Monserrat, ein auf dem Gebiet der Hypnose tätiger Wissenschaftler, der von seiner Zunft geächtet wird. Monserrat hat eine Maschine entwickelt, die ihm eine äußerst intensive Bindung zu seinem Probanden ermöglicht. Nach der "Behandlung" funktioniert die Hypnose auch aus der Ferne - Monserrat und seine Frau Estelle können nicht nur Mikes Empfindungen miterleben, sondern auch sein Verhalten kontrollieren. Was zunächst als Spaß für das alternde Paar gedacht ist, gerät schnell aus dem Ruder.
An Mikes Leben teilzuhaben, ist wie ein Jungbrunnen für die beiden alten Leute, und Monserrat plant, mit Hilfe seiner Erfindung auch anderen alten Menschen diese Freude zu bereiten. Seine Frau Estelle bittet ihn jedoch, die Entdeckung noch eine Weile geheim zu halten und sie beginnt, Mikes Handlungen zu ihren eigenen Gunsten zu manipulieren.
Der junge Mann, selbst verwirrt über sein Verhalten, stiehlt einen Pelz und entwendet das Motorrad seines besten Freundes Alan, um Estelles Wunsch nach Geschwindigkeitsrausch zu gehorchen. Mikes Freundin Nicole ist zunehmend befremdet von seinem Benehmen. Als Monserrat, ebenfalls unglücklich über diese Entwicklung, das Experiment beenden möchte, wird er von seiner Frau überwältigt. Unter Estelles Kontrolle begeht Mike immer schlimmere Verbrechen, bis der Wahn der Frau ihn sogar in einen Mord treibt ...

Nachdem der erst 23-jährige Michael Reeves bei dem US-Kultregisseur Don Siegel sein Handwerk gelernt und mit "Revenge of the Blood Beast" (1966) seinen ersten Spielfilm in Italien gedreht hat, kehrt der Engländer nach London zurück. Im Auftrag der Tigon British Film Productions, einer kleinen auf Exploitation-Filme spezialisierten Produktionsfirma, schreibt er zusammen mit Jugendfreund Tom Baker das Drehbuch zu seinem britischen Kinodebüt "Im Banne des Dr. Monserrat". Mit Baker arbeitet der junge Regisseur auch bei seinem letzten und bekanntesten Werk "Der Hexenjäger" (1968) zusammen, in dem Vincent Price in der Hauptrolle zu sehen ist (auf ARTE am 21.11.2008).
Auch für "Im Bann des Dr. Monserrat" profitiert Reeves von der Besetzung einer Horrorfilmlegende in der Titelrolle. "Frankensteins Monster" alias Boris Karloff ist hier in einer seiner letzten Rollen zu sehen und knüpft, fast 80-jährig, in der Rolle des Professor Monserrat an eine lange Reihe von "Mad Scientists" an. An seiner Seite spielt Catherine Lacey als Monserrats psychopathische Ehefrau Estelle.
Generationenkonflikt und Jugendwahn im London der "Swinging Sixties" sind die Themen des Films, die ihm auch heute noch Relevanz verleihen. Mit authentisch anmutenden Straßenaufnahmen und ungeschönten Bildern gelingt es dem Film trotz eines extrem kleinen Budgets, den Zeitgeist der 60er Jahre einzufangen.
Der Produzent Tony Tenser erkennt schnell das Talent des jungen Regisseurs und bietet Reeves einen mehrjährigen Vertrag an. Sein nächster Film soll jedoch bereits sein letzter sein, denn Reeves stirbt 1969 kurz nach dem Start von "Der Hexenjäger" an einer Barbiturat-Überdosis.

04:20
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Ein paar einfache Worte

Krystyna ist eine attraktive Frau voller Energie. Sie möchte, dass ihre Tochter beim Casting für eine "Girls Band" vorsingt.

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"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

Zum Dossier Kurzschluss - Das Kurzfilm-Magazin

ZDF © Slawek Bergaski

Freitag, 5. Dezember 2008 um 04.20 Uhr

Wiederholungen:
22.04.2012 um 02:50
Ein paar einfache Worte
(Polen, 2007, 36mn)
ZDF
Regie: Anna Kazejak-Dawid
Kamera: Slawomir Berdanski
Musik: Jacek Lachowicz, Mirek Mazurczyk, Wojtek Blazejczyk
Schnitt: Maciej Pawlinski
Darsteller: Agata Kulesza (Krystyna), Janusz Chabior (Trainer), Marlena Kazmierczak (Lena), Sylwester Jakimow (Cichy), Tomasz Karolak (Rambo)
Autor: Anna Kazejak-Dawid
Produktion: Polish National Film School
Produzent: Katarzyna Cieslar
Ton: Iga Stankiewicz

16:9 (Breitbildformat)

Krystyna ist eine attraktive, unabhängige Frau voller Energie. Sie möchte, dass ihre Tochter - gegen deren Willen - beim Casting für eine "Girls Band" vorsingt. Auf dem Weg bleibt allerdings ihr alter Kleinbus liegen und sie ist gezwungen, Hilfe zu holen. Sie ruft einen alten Bekannten an, den sie jahrelang nicht mehr gesehen hat. Das Treffen mit ihm wird das Leben aller Beteiligten entscheidend verändern.

Krystyna, eine alleinerziehende Mutter Ende 30, will ihre Tochter unbedingt zu einem Casting für eine "Girls Band" bringen. Die 16 Jahre alte Tochter singt zwar gut, allerdings im Kirchenchor und hat null Interesse für die Pläne ihrer Mutter, die sich als Vertreterin für Kosmetika mehr schlecht als recht durchschlägt. Die Mutter träumt vom Erfolg der Tochter, von dem auch sie profitieren will.
Die beiden machen sich im Kleinbus der Mutter auf den weiten Weg. Doch der altersschwache Wagen bleibt auf der Strecke liegen. So bleibt der Mutter nichts anderes übrig, als einen alten Bekannten um Hilfe zu bitten, mit dem sie vor langer Zeit ein Verhältnis hatte. Der Aufenthalt wird für alle Beteiligten zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, an deren Ende die Beziehung zwischen Mutter und Tochter sich grundlegend geändert hat.
Ein unprätentiöser, authentischer und intensiver Film, der seine Protagonisten mit all ihren Schwächen respektiert und niemals vorführt.

Anna Kazejak-Dawid ist 1979 im polnischen Bytom geboren. Sie studiert zunächst Kulturtheorie an der Universität von Silesia, bevor sie 2001 an die Staatliche Filmhochschule Lodz wechselt. Im Laufe ihres Studiums entstehen die Filme "View from the Top" (2002), "Pulse" (2003), "My Place" (2003), "You Are There" (2004) und "Ode to Joy" (2005), für die sie eine Reihe von Preisen erhält. 2007 schließt sie ihr Studium im Fach Regie ab. "Ein paar einfache Worte" gewinnt im gleichen Jahr den ersten Preis beim Internationalen Filmfestival "Next Reel" in Singapur.