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360° - Geo Reportage

Johana - Make-up und Motorenöl

DETAILS

Donnerstag, 13. November 2008 um 19.00 Uhr

Wiederholungen:
20.11.2008 um 16:50
29.11.2008 um 17:10
01.05.2009 um 11:00
360° - Geo Reportage
(Deutschland, Frankreich, 2008, 53mn)
ARTE
Regie: Stefan Richts

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Wer im Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens etwas auf sich hält, fährt einen "Willys". Der legendäre Geländewagen aus den USA wurde bekannt als "das Auto, das den Zweiten Weltkrieg gewann." Seit den 50er Jahren ist der Vater aller Jeeps auch in Kolumbien im Einsatz, denn das robuste Fahrzeug ist wie geschaffen für das bergige Gelände. Bis zu 50 Prozent Gefälle müssen die Fahrzeuge bewältigen, denn etliche Fincas sind nur über unbefestigte Pisten erreichbar. Im Macho-Land Kolumbien saßen bislang nur Männer am Lenkrad der Geländewagen. Johana Londoño setzt dieser Tradition ein Ende. "360° - Geo Reportage" ist unterwegs mit Kolumbiens einziger "Willys"-Fahrerin.

Seit 14 Jahren gehört der "Willys" zu Johana Londoños Familie. Der Jeep, Baujahr 1963, wurde vom Vater an die Tochter weitergegeben. Die 25-Jährige ist die einzige hauptberufliche "Willys"-Fahrerin in Kolumbien. Sie verdient sich ihr Geld mit dem Jeep als Taxifahrerin rund um die Provinzstadt Calarcá. Am Anfang reagierten die Menschen skeptisch auf die junge Frau hinter dem Steuer. Viele Fahrgäste hatten Angst, von ihr chauffiert zu werden. Nach und nach aber hat sich Johana Londoños ihren Platz in der Männerwelt der "Willys"-Fahrer erkämpft. Kaum jemand fährt sicherer als sie. Schließlich hat Johana das Jeep-Fahren schon als Mädchen auf Kolumbiens abenteuerlichen Bergpisten an den Hängen der zentralen Andenkordillere erlernt.
Wie viele Familien sind auch die Londoños wirtschaftlich von dem Geländewagen abhängig. Neben dem Taxifahren transportiert Johana regelmäßig die Kaffee- und Bananenernte von der 20 Hektar großen Finca zu den Händlern im Umland. Das Vehikel ist dafür ideal. Viele sagen, "Willys" seien "mulas con motor" - motorisierte Esel.
Die Geschichte der "Willys" begann 1940, als die US-Armee ein kleines, geländegängiges Fahrzeug für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg entwickeln ließ. Die Firma "Willys-Overland" bekam den Zuschlag. Über ein Entwicklungshilfeprojekt gelangten in den 50er Jahren über 600.000 ausrangierte Exemplare nach Kolumbien. Die für das steile und steinige Gelände idealen - weil widerstandsfähigen - Fahrzeuge erlangten auch hier Kultstatus. Sie werden auf Jeep-Fiestas und in Wettkämpfen gefeiert. In diesem Jahr will Johana Londoño mit an den Start gehen.

19:45
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ARTE Info

Das europäische Nachrichtenmagazin

DETAILS

Donnerstag, 13. November 2008 um 19.45 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
ARTE Info
(2008, 15mn) ARTE G.E.I.E.

16:9 (Breitbildformat)

ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr.

Seit dem 7. Januar wird ARTE Info wird live aus den Straßburger Studios werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr gesendet. Die zwei Nachrichtensendungen von ARTE Info bieten einen aktuellen und weltoffenen Blick auf das internationale Geschehen aus europäischer Perspektive. Ein deutsch-französisches Team aus Redakteuren und Reportern berichtet über die Brennpunkte rund um den Globus.

20:00
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ARTE Kultur

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

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Täglich von montags bis freitags um 20.00 Uhr präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Zum Dossier ARTE Kultur

Donnerstag, 13. November 2008 um 20.00 Uhr

Wiederholungen:
14.11.2008 um 06:00
ARTE Kultur
(Frankreich, Deutschland, 2008, 11mn)
ARTE

16:9 (Breitbildformat)

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Annette Gerlach und Marie Labory berichten täglich im Wechsel über Neues aus der europäischen Kulturszene. ARTE Kultur bietet ein breites Spektrum an Wissenswertem: von Bühnenkunst und Büchermarkt, musikalischen Events und Festivals, über Kino und Film bis hin zu Architektur und populärer Alltagskunst. Eine Kultursendung, die offen und neugierig auf die magische Welt der Künste blickt und unterhaltsam die Vielfalt des kreativen Schaffens in Europa widerspiegelt.

20:15
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Das Imperium der Viren

(1): Lautlose Killer

DETAILS

Donnerstag, 13. November 2008 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
15.11.2008 um 10:15
20.11.2008 um 12:00
Das Imperium der Viren
(Deutschland, 2007, 43mn)
RB
Regie: Francesca D`Amicis, Freddie Röckenhaus, Petra Höfer

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Im 20. Jahrhundert, so haben Wissenschaftler berechnet, wurden mehr Menschen durch Viren getötet als durch alle Kriege weltweit. Und das, davon sind viele Virologen überzeugt, war erst der Anfang. Der erste der beiden Doku-Thriller der Reihe "Das Imperium der Viren" zeichnet in einer aufwendig nachinszenierten Spielhandlung exemplarisch den Ausbruch des SARS-Virus nach. 2003 ging das bis dahin unbekannte Virus von Hongkong aus auf Eroberungskurs.

(1): Lautlose Killer

Der chinesische Arzt Dr. Liu infizierte im Jahr 2003 innerhalb weniger Stunden 17 Hotelgäste, die ein neues, tödliches Virus binnen weniger Tage über den Globus verteilten. Ob Hanoi, Toronto, Singapur oder Frankfurt: Überall landete SARS im Körper infizierter Menschen und löste Epidemien aus.
Zu den ersten Fahndern auf der Spur des wochenlang nicht identifizierbaren Virus gehörte der italienische Arzt Carlo Urbani, der im Namen seiner Organisation "Ärzte ohne Grenzen" kurz zuvor den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Urbani aber erkrankt selbst.

Gegen die meisten Virus-Infektionen wurden bisher keine Impfstoffe gefunden und immer mehr bisher unbekannte Keime aus zuvor unberührten, entlegenen Regenwaldzonen werden in unsere überbevölkerten Städte eingeschleppt. Meist gelingt es dabei den unsichtbaren Viren, von Tieren auf Menschen überzuspringen, deren Immunsystem keine Gegenmittel gegen diese lautlosen Killer hat.
Der kürzlich verstorbene amerikanische Nobelpreisträger Joshua Lederberg brachte den ungleichen Kampf mit den unsichtbaren Killern auf die Formel: "Viren sind unsere einzigen Konkurrenten um die Herrschaft auf diesem Planeten." Beeindruckende 3D-Animationen machen die Viren und ihren Zerstörungskampf gegen menschliche Zellen sichtbar.
Die Doku-Reihe "Das Imperium der Viren" ist eine spannende Mischung aus inszenierter Spielhandlung, optisch anspruchsvollen Reportage-Elementen, Interviews mit internationalen Experten und atemberaubenden 3D-Animationen aus dem Körper.
Die besten Virologen und Epidemiologen wurden für "Das Imperium der Viren" vor die Kamera geholt: So etwa Albert Osterhaus aus Rotterdam, Nathan Wolfe aus Los Angeles, John Oxford aus London oder Christian Drosten vom Hamburger Institut für Tropenmedizin. Sie alle warnen: SARS konnte gestoppt werden, andere Keime, wie das Aids-Virus HIV fordern Millionen von Opfern jedes Jahr - doch eine nächste Welle, etwa mit einem Vogelgrippe-Virus könnte ähnlich verheerende Folgen haben wie die "Spanische Grippe" im Jahr 1918. Damals starben binnen weniger Monate über 50 Millionen Menschen. Zweieinhalb mal soviel Opfer, wie sie der Erste Weltkrieg gefordert hatte. SARS, so glauben die Experten, war nur ein harmloser Probelauf für das, was eine neue Grippe-Mutation auslösen wird. Ein Mittel dagegen gibt es bisher nicht.

21:00
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Die Freundin der Friseuse

Unglücklich in ihrer Ehe ergreift die junge Friseuse Christelle die Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie landet im Motel "Galaxy" und trifft dort auf die herzensgute Besitzerin Mona...

DETAILS

Donnerstag, 13. November 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
17.11.2008 um 14:55
25.11.2008 um 14:55
Die Freundin der Friseuse
(Frankreich, Schweiz, 2002, 93mn)
ARD
Regie: Patricia Plattner
Kamera: Matthias Kälin
Musik: Jacques Robellaz
Schnitt: Jeanetta Ionesco, Maya Schmid
Darsteller: Anouk Grinberg (Christelle), Bernadette Lafont (Mona), Christian Gregori (Francis), Gilles Tschudi (Vladimir), Jean-Pierre Gos (Robert), Nalini Selvadoray (Fanny), Philippe Bas (Lucien)
Autor: Jean Bobby, Patricia Plattner, Sarah Gabay
Produktion: Canal+, Gemini Films, Light Night Production, Télévision Suisse Romande (TSR)
Produzent: Patricia Plattner, Paulo Branco

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Unglücklich in ihrer Ehe ergreift die junge Friseuse Christelle die Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie landet im Motel "Galaxy" und trifft dort auf die herzensgute Besitzerin Mona, die sich ihrer annimmt. Christelle gewinnt neuen Lebensmut und verliebt sich in den charmanten Fernfahrer Lucien ...

Nach einem handgreiflichen Streit entflieht die Friseuse Christelle ihrer unglücklichen Ehe und ihrem gewalttätigen Ehemann. Ihre Fahrt durch die Nacht endet im Fernfahrer-Motel "Galaxy", das von der lebensfrohen Witwe Mona betrieben wird. Nicht zuletzt durch die gemeinsame Liebe für die kitschige Soap-Opera "Le Ranch de l'Amour" , die das Geschehen im Motel widerspiegelt, werden die beiden Frauen Freundinnen.
Mit der Hilfe von Mona und ihrer neuen Arbeit im Hotel gewinnt Christelle die Freude am Leben zurück und blüht in der neuen Umgebung förmlich auf. Sie entdeckt ihre kreativen Fähigkeiten und verliebt sich in den jungen Lastwagenfahrer Lucien. Doch da sind immer noch ihr demütigender Gatte, der wieder auftaucht, und ihr eigener Wunsch nach Freiheit und Eigenständigkeit, die neue Komplikationen mit sich bringen ...

Die Schweizer Filmemacherin Patrica Plattner inszeniert mit "Die Freundin der Friseuse" eine sympathische und humorvolle Emanzipationsgeschichte. Statt bestehende Stereotype mit Ironie zu brechen, nutzt Plattner diese, um das Porträt zweier Frauen zu schaffen, deren Entwicklung ebenso von Zufällen wie auch von der Fähigkeit, diese anzunehmen, bestimmt wird. Zugleich wird die Handlung durch eine von den Frauen leidenschaftlich verfolgte Musical-Soap-Opera verdoppelt. Dieser parodistisch übersteigerte Film im Film reflektiert und beeinflusst das Geschehen im Motel bis hin zum Happy End.
Im französischen Originaltitel heißt der Film "Les petites couleurs" - denn es sind eben auch die Farben, die symbolisch für Veränderung stehen und helfen, die Lebensfreude zurückzubringen. Nicht nur das Motel "Galaxy" wird zusehends bunter, sondern auch die Haare der Friseurin Christelle, ihrer Freundin Mona und ihrer Kundinnen, die sie als fahrende Coiffeuse besucht.
Mit ihrer ersten Spielfilmproduktion seit dem viel kritisierten "Le livre de cristal" 1994 gelang Plattner, die in der Zwischenzeit Dokumentarfilme drehte, ein kommerzieller Erfolg. Nicht zuletzt durch die Hauptdarstellerinnen Anouk Grinberg und Bernadette Lafont gelingt es dem Film, eine märchenhafte Geschichte über Solidarität und Freiheitswunsch zu erzählen.

22:35
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Losers and Winners

Im Norden Dortmunds wird die einst modernste Kokerei der Welt demontiert.

DETAILS

Donnerstag, 13. November 2008 um 22.35 Uhr

Wiederholungen:
20.11.2008 um 09:55
Losers and Winners
(Deutschland, 2006, 96mn)
WDR
Regie: Michael Loeken, Ulrike Franke

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Im Norden Dortmunds wird die einst modernste Kokerei der Welt demontiert. 400 chinesische Arbeiter bauen in 60-Stunden-Wochen die komplette Anlage ab, um sie in ihrer Heimat wiederaufzubauen. Der Dokumentarfilm zeigt aber nicht nur die Chinesen bei der Demontage des Werkes, sondern auch die deutschen Arbeiter, die einst hier ihr Auskommen hatten und heute arbeitslos sind.

Eineinhalb Jahre lang begleiten die Filmemacher Ulrike Franke und Michael Loeken die Demontage einer gigantischen Industrieanlage im Norden Dortmunds und dokumentieren Geschichten entlang eines Verschwindens. Wie erleben die einstigen Koker im Ruhrpott die Ankunft und Arbeitsweise der Chinesen, die die Kokerei Kaiserstuhl demontieren und nach China verlegen? Was fühlen sie, wenn sie mit der einst modernsten Kokerei der Welt auch ihren Stolz schwinden sehen?
Der Dokumentarfilm zeigt aber auch die Belastungen und Konflikte, die sich in der 60-Stunden-Woche der chinesischen Arbeiter fernab ihrer Heimat und ihrer Familien aufbauen, dokumentiert ihre Zukunftseuphorie und ihre Zweifel. Zwei Welten treffen in Dortmund aufeinander. Überaus motivierte Menschen aus einem Niedriglohnland treffen auf sozial abgesicherte, aber perspektivlose Arbeiter einer Industrienation. Doch wer ist am Ende Gewinner, wer Verlierer, wenn die Arbeit samt "Wirtschaftswunder" auswandert und eine deutsche Region das Phänomen Globalisierung auf einmal ganz konkret am eigenen Leib zu spüren bekommt, während im Reich der Mitte täglich neue Visionen entstehen und vergehen?

Ulrike Franke und Michael Loeken wurden 2007 beim Hot Docs International Documentary Festival für "Losers and Winners" mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.