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Zug-Geschichten

(5): Indien - Identität und Globalisierung

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ARTE F

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 19.00 Uhr

Wiederholungen:
09.12.2008 um 16:50
Zug-Geschichten
(Niederlande, 2006, 43mn)
ARTE F
Regie: Rob Hof


Mit dem Zug durch Südostasien. Der niederländische Filmemacher Rob Hof hat für seine fünfteilige Dokumentationsreihe Regionen und Länder besucht, die im Westen spontan eher mit Krisen und Katastrophen assoziiert werden. Er berichtet von zahlreichen Begegnungen mit Menschen der Region, die in der anonymen und entspannten Situation einer Zugreise ihre Sicht auf die Welt schildern. Der fünfte und letzte Teil der Reihe führt quer durch den indischen Subkontinent bis nach Sri Lanka. Die Zugreise zeigt, mit welch rasantem Tempo sich die indische Gesellschaft wandelt.

(5): Indien - Identität und Globalisierung

Die Reise durch Indien führt von der Grenze zu Bangladesch im Nordosten bis in den Süden. Der Film porträtiert eine Gesellschaft, die in einem raschen Wandel begriffen ist und zugleich versucht, ihre Identität zu wahren.
Im Zug erzählt ein junger Mitreisender von seinem Traum, eine multinationale Firma im Bereich der Informationstechnik zu leiten. Kein unrealistisches Vorhaben, ist doch Indien in den letzten zehn Jahren auf diesem Gebiet zur Supermacht aufgestiegen.
Das beweist auch ein Gespräch mit zwei jungen Managern. Sie machen deutlich, dass das Land zwar bereit ist für den internationalen Wettbewerb, dass sich die Menschen in Indien aber gleichzeitig ihrer Traditionen bewusst bleiben. So erklärt einer der beiden Geschäftsmänner, dass Modernisierung nicht unbedingt Verwestlichung bedeutet. Bereits Mahatma Gandhi habe gelehrt, man müsse weltoffen sein und zugleich fest in der heimatlichen Erde verwurzelt bleiben.

19:45
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ARTE Info

Das europäische Nachrichtenmagazin

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Dienstag, 2. Dezember 2008 um 19.45 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
ARTE Info
(2008, 15mn) ARTE G.E.I.E.

16:9 (Breitbildformat)

ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr.

Seit dem 7. Januar wird ARTE Info wird live aus den Straßburger Studios werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr gesendet. Die zwei Nachrichtensendungen von ARTE Info bieten einen aktuellen und weltoffenen Blick auf das internationale Geschehen aus europäischer Perspektive. Ein deutsch-französisches Team aus Redakteuren und Reportern berichtet über die Brennpunkte rund um den Globus.

20:00
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ARTE Kultur

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

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Täglich von montags bis freitags um 20.00 Uhr präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Zum Dossier ARTE Kultur

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 20.00 Uhr

Wiederholungen:
03.12.2008 um 06:00
03.12.2008 um 08:45
ARTE Kultur
(Frankreich, Deutschland, 2008, 11mn)
ARTE

16:9 (Breitbildformat)

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Annette Gerlach und Marie Labory berichten täglich im Wechsel über Neues aus der europäischen Kulturszene. ARTE Kultur bietet ein breites Spektrum an Wissenswertem: von Bühnenkunst und Büchermarkt, musikalischen Events und Festivals, über Kino und Film bis hin zu Architektur und populärer Alltagskunst. Eine Kultursendung, die offen und neugierig auf die magische Welt der Künste blickt und unterhaltsam die Vielfalt des kreativen Schaffens in Europa widerspiegelt.

20:15
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Die Spurensucher

(7): Dichtung und Wahrheit

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ARTE © zero one film

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
09.12.2008 um 12:00
Die Spurensucher
(Frankreich, Deutschland, 2008, 43mn)
ARTE
Regie: Kerstin Hoppenhaus, Philippe Molins

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

In jeder Familie gibt es weiße Flecken, sei es in Form eines Verwandten, von dem niemand etwas Genaues weiß, eines Vorfahren, der aus unbekannten Gründen ausgewandert ist, oder einer Familiengeschichte, die im Unbekannten beginnt. In der achtteiligen Reihe "Die Spurensucher" helfen professionelle Familienforscher bei der Lösung von solchen familiären Rätseln. In Frankreich und Deutschland sichten sie Grundbücher, Archiveinträge und Kirchenbücher. Dabei legen sie nicht nur die Geschichte einer Familie frei, sondern stoßen auch immer wieder auf historisch bedeutsame Ereignisse. Pierre-Valéry Archassal spürt der rätselhaften Geschichte eines Familienerbstücks nach und André Bechthold überprüft eine Familienlegende in Ostfriesland.

(7): Dichtung und Wahrheit

Pierre-Valéry Archassal hat den Auftrag, die rätselhafte Geschichte eines Familienerbstücks zu rekonstruieren. Die gläserne Karaffe, deren Spur er verfolgt, soll aus einem adeligen Haushalt stammen und zweimal den Atlantik überquert haben. Aber schon nach den ersten Rechercheschritten stößt Pierre-Valéry auf Ungereimtheiten. Jemand scheint die Familiengeschichte manipuliert zu haben.
Auch André Bechtold soll in Deutschland eine alte Familienlegende überprüfen. Sein Auftraggeber heißt Alfred Meyer und lebt in Ostfriesland. Es hieß immer, seine Familie stamme vom "fahrenden Volk" ab. André Bechtold will die Geschichte vor Ort überprüfen. So führt ihn seine Recherchearbeit ins "Land der fliegenden Messer" und tief hinein ins Moor.

21:00
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Mit Vollgas in die Hungerkrise

Grundnahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse erleben in der letzten Zeit weltweit rasante Preisanstiege. Der Themenabend forscht nach den Ursachen.

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ARTE F

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
11.12.2008 um 09:55
Mit Vollgas in die Hungerkrise
(Frankreich, 2008, 120mn)
ARTE F


Grundnahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse erleben in der letzten Zeit weltweit rasante Preisanstiege. Der Themenabend forscht nach den Ursachen und dokumentiert, dass wieder einmal die ärmsten Länder der Welt am härtesten getroffen werden.

Weizen, Mais, Reis, Milch, Butter, Brot, Teigwaren - seit Monaten schießen die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe und lösen weltweit gewalttätige und zuweilen tödliche Proteste hungernder Menschen aus. Spekulationen an den internationalen Börsen haben den Produktionskreislauf auch in der Landwirtschaft aus dem Gleichgewicht gebracht. Unter den negativen Folgen leiden vor allem die Ärmsten der Armen. Eine Bestandsaufnahme.

21:00
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Die Hungerkrise

Der Dokumentarfilm sucht nach den Gründen für die weltweite Verknappung von Lebensmitteln...

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ARTE F © Auteurs associés

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
11.12.2008 um 09:55
Die Hungerkrise
(Frankreich, 2008, 90mn)
ARTE F
Regie: Richard Prost, Yves Billy
Autor: Richard Prost, Yves Billy
Produzent: Auteurs Associes

16:9 (Breitbildformat)

Die Rohstoffpreise für Nahrungsmittel steigen, die landwirtschaftlichen Nutzflächen schrumpfen und aufstrebende Volkswirtschaften wie China und Indien verändern ihre Ernährungsgewohnheiten. Der Dokumentarfilm sucht nach den Gründen für die weltweite Verknappung von Lebensmitteln und für die ständig steigenden Preise.

Die weltweiten Getreidevorräte reichen gerade einmal für 37 Tage, obwohl die Versorgung nach offiziellen Vorgaben 60 Tage lang gewährleistet sein muss. Warum ist das so? Der Anstieg der Rohstoffpreise, die Verknappung landwirtschaftlicher Nutzflächen, der Einsatz pflanzlicher Grundstoffe zur Herstellung von Biotreibstoff, und auch die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten aufstrebender Volkswirtschaften wie Indien und China haben die Welt in eine tiefe Nahrungsmittelkrise gestürzt, die offenbar außer Kontrolle zu geraten droht.
Die Filmemacher haben in Europa nachgeforscht und Meinungen von Experten der Welternährungsorganisation FAO zum aktuellen Ungleichgewicht der Märkte eingeholt. Sie haben sich in den ländlichen Regionen Argentiniens und der USA umgesehen, den beiden größten Produzenten von Biotreibstoff und Befürwortern genmanipulierter Pflanzen. Und sie sind nach China gereist, um nachzufragen, wie die dortige Regierung die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sichern will. Denn Chinas Bedarf an Getreide entspricht schon heute der gesamten Weltproduktion. Peking betreibt ein Wettrennen gegen die Zeit, mit dem Ziel, immer schneller immer mehr Nahrungsmittel zu produzieren. Ein Spiel mit hohem Einsatz, bei dem es um die Zukunft und das Gleichgewicht des gesamten Planeten geht.

22:20
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Das Spiel mit dem Hunger

Im Kampf gegen den Hunger werden seit jeher Lebensmittel in Katastrophengebieten verteilt.

DETAILS
ARTE F

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 22.20 Uhr

Wiederholungen:
04.12.2008 um 04:25
09.12.2008 um 04:25
11.12.2008 um 02:15
11.12.2008 um 11:30
13.12.2008 um 11:10
Das Spiel mit dem Hunger
(Frankreich, 2008, 30mn)
ARTE F
Regie: Karel Prokop
Produzent: Constance Films

16:9 (Breitbildformat)

Im Kampf gegen den Hunger werden seit jeher Lebensmittel in Katastrophengebieten verteilt. Jetzt suchen Experten nach neuen Wegen, die Hilfe zu finanzieren. Dabei wenden sie sich auch an die Börsen der Welt.

Wird sich die Zukunft humanitärer Hilfsprogramme auf den Finanzmärkten entscheiden? Die Experten am Sitz des UN-Welternährungsprogramms in Rom versuchen in jüngster Zeit, im Kampf gegen den Hunger neue Wege zu beschreiten. Seit Jahrzehnten verteilen sie Lebensmittel in den Hunger- und Katastrophengebieten der Welt und haben sich zu Meistern der Logistik entwickelt.
Auf der Suche nach innovativen Lösungen richten sie ihren Blick nun auf die internationalen Börsen, auf Versicherungen und auf Bargeldhilfen. Äthiopien, eines der ärmsten Länder der Welt und von Hungerkatastrophen gezeichnetes Versuchsfeld für alle möglichen Formen humanitärer Hilfe, wurde nun als Testgebiet für die neuen Instrumente im Kampf gegen den Hunger ausgewählt. Doch um welchen Preis?

22:55
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Die Zofen

1933 ermordeten die Geschwister Papin ihre Dienstherrin und deren Tochter...

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rbb © Ruth Walz

Dienstag, 2. Dezember 2008 um 22.55 Uhr

Wiederholungen:
07.12.2008 um 09:50
Die Zofen
(Deutschland, 2008, 130mn)
RBB
Regie: Andreas Morell, Luc Bondy
Darsteller: Caroline Peters (Claire), Edith Clever (Gnädige Frau), Sophie Rois (Solange)
Autor: Jean Genet
Ausstattung: Bert Neumann

16:9 (Breitbildformat)

1933 ermordeten die Geschwister Papin ihre Dienstherrin und deren Tochter. Eine wahre Geschichte, die damals in Frankreich viel Aufsehen erregte und Jean Genet zu seinem Stück "Die Zofen" anregte: Die beiden Dienstmädchen Claire und Solange lieben und hassen ihre Herrin. Ihre Herrin wiederum liebt und demütigt sie. Luc Bondy hat Genets Spiel um Erotik und Macht mit den großartigen Schauspielerinnen Edith Clever, Caroline Peters und Sophie Rois für die Wiener Festwochen in Szene gesetzt. ARTE zeigt eine Aufzeichnung der Inszenierung vom 12. und 15. Oktober 2008 in der Volksbühne Berlin.

Die beiden Zofen Claire und Solange lieben und hassen ihre Herrin und ihre Herrin liebt und demütigt sie. Doch sobald die Dienstmädchen allein sind, tauschen sie die Rollen: Im täglichen Wechsel darf eine von ihnen die Kleider der Gnädigen Frau tragen, während die andere sich erniedrigen lassen muss. Bis zur Rückkehr der Herrin ist das rituelle Spiel beendet. Die Zofen nehmen wieder devote Haltung an, aber der Wunsch, vom Dienstmädchen zur Madame zu werden, bleibt bestehen.
Als eine Intrige von Claire gegen den Gnädigen Herrn aufzufliegen droht, eskaliert die Situation. Die Zofen wollen ihre Herrin mit einem vergifteten Lindenblütentee umbringen. Doch der Plan misslingt.
In Luc Bondys Inszenierung bricht der unterschwellige gnadenlose Kampf der Figuren immer wieder durch die Schicht der Komödie. Hass und Liebe verstricken sich in ständig wechselnden Konstellationen von erotisch aufgeladenem Trug und gewalttätigen Charaden.

"Die Zofen sind Ungeheuer wie wir selber, wenn wir dieses oder jenes träumen", schreibt Jean Genet über seine beiden Figuren Claire und Solange. Genet, der sich als Findelkind früh als Außenseiter der französischen Gesellschaft sieht, schließt sich der Fremdenlegion an, desertiert schon bald, wird verhaftet. Er wird wegen Diebstahls, Vagabundierens, Desertion, neuerlichen Diebstahls - vor allem von Büchern - zwischen 1937 und 1943 13 Mal inhaftiert und aus fünf Ländern ausgewiesen. Im Gefängnis beginnt er, zu schreiben. Der Doppelmord der Schwestern Lea und Christine Papin an ihrer Dienstherrin und deren Tochter 1933 in Le Mans veranlasst Genet, sein Spiel über ein erotisch besetztes Herrschaftsverhältnis zu schreiben, das letztlich auch exemplarisch für unsere privaten und gesellschaftlichen Machtstrukturen steht.
Luc Bondy gilt als der sensible Poet unter den großen deutschsprachigen Theaterregisseuren: Er wurde am 17. Juli 1948 in Zürich geboren, wuchs aber in Südfrankreich auf. In Paris erhielt er zunächst eine Schauspielausbildung bei Jacques Lecoq. Als Regisseur debütierte er im Theater der Pariser Cité Internationale Universitaire mit einer von ihm selbst dramatisierten Grombrowicz-Novelle. Der Durchbruch gelang ihm 1973 mit der Inszenierung von Edward Bonds "Die See" am Münchner Residenztheater. In den 80er Jahren feierte er mit einigen heute legendären Inszenierungen - insbesondere mit Botho Strauß-Stücken - große Erfolge an der Berliner Schaubühne. Nach dem Ausscheiden von Peter Stein übernahm er 1985 die Intendanz an der Schaubühne, welche er zwei Jahre lang als Kodirektor innerhalb einer Dreier-Direktion leitete. In den 90er Jahren inszenierte er zahlreiche Opern, in Wien, Salzburg, Brüssel, Mailand und Edinburgh, um nur einige Stationen zu nennen. Seit über zehn Jahren ist Luc Bondy nun künstlerischer Leiter der Wiener Festwochen, deren alleiniger Intendant er seit 2001 ist; sein Vertrag wurde inzwischen bis 2010 verlängert.
"Die Zofen" ist eine Koproduktion der Volksbühne Berlin mit den Wiener Festwochen und hatte am 4. Juni 2008 in Wien Premiere.