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Managergehälter und Hungerlöhne

Immer mehr Beschäftigte sind zu Geringverdienern geworden. Die Gehälter von Topmanagern hingegen klettern in astronomische Höhen.

Managergehälter und Hungerlöhne

Dienstag, 11.11.2008 ab 21 Uhr - 11/11/08

Schuften für ein paar Euro

Vor Jahren war es die Regel, dass diejenigen, die einen Job hatten, von diesem auch leben konnten - oft gut leben konnten. Heute sind es Millionen, die sich genau das wünschen.

Der politisch gewollte Niedriglohn, der Dauerarbeitslose wieder in Beschäftigung bringen sollte, hat dazu geführt, dass auf der einen Seite immer mehr Beschäftigte zu Geringverdienern geworden sind, die trotz Arbeit auf "soziale Transferleistungen" angewiesen sind. Auf der anderen Seite klettern die Gehälter von Top-Managern in astronomische Höhen. Der Themenabend fragt nach, was geschehen könnte, wenn die Einkommensschere sich immer weiter öffnet.




Der Themenabend im Überblick:

Freitag, 14. November 2008

09:55
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Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Arm trotz Arbeit

Ökonomen nennen es nüchtern Niedriglohn. Die Gewerkschaften brandmarken es als Ausbeutung...

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Freitag, 14. November 2008 um 09.55 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Arm trotz Arbeit
(Deutschland, 2008, 60mn)
MDR
Regie: Caroline Haertel, Mirjana Momirovic, Alix François Meier, Eberhard Rühle

16:9 (Breitbildformat)

Ökonomen nennen es nüchtern Niedriglohn. Die Gewerkschaften brandmarken es als Ausbeutung, was rund sieben Millionen Menschen Tag für Tag in Deutschland erleben. Inzwischen machen Menschen mit Berufsausbildung und Akademiker drei Viertel der Niedriglöhner aus. Viele verdienen dabei so wenig, dass sie auf Zuschüsse vom Staat angewiesen sind. Die Dokumentation beschreibt ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich.

Da wird der Wachmann eines Security-Unternehmens mit 4,20 Euro Stundenlohn unter das Existenzminimum gedrückt und zu dauerhaften Überstunden gezwungen, um nicht hungern müssen. Für seinen Arbeitgeber ist das offenbar kein Problem, obwohl er gegen das deutsche Arbeitszeitgesetz verstößt. Andernorts wird ein Zeitarbeiter dazu benutzt, fest angestellte Arbeitskräfte unter Druck zu setzen, denn er verdient rund 30 Prozent weniger. Sanitätern werden die Löhne gesenkt, weil der Arbeitgeber eine gefällige Gewerkschaft für Tarifverhandlungen fand. Und ein Textildiscounter unterschlägt seinen Beschäftigten den Tariflohn.
Ähnliche Vorkommnisse gibt es auch in Frankreich. Dort ist ein Landarbeiter vergeblich auf der Suche nach einem Vollzeitjob. Ihm bleiben nur Teilzeitarbeit und Gelegenheitsjobs bezahlt über sogenannte "chèques emploi service universel", über Arbeitsservice-Schecks. Damit kann er der Armut aber kaum entfliehen. In Paris glaubt eine junge Frau, als Haushaltshilfe feste Arbeit zu finden. Doch ihre Arbeitgeberin verweigert den Mindestlohn und zwingt sie zur Schwarzarbeit. Die Folge: kein nachweisbarer Job, keine Wohnung - ein Teufelskreis.
Die Dokumentation zeigt die Arbeits- und Lebenswelt von Menschen, die unter schwersten Bedingungen auf niedrigstem Lohnniveau schuften. Und sie blickt auf die Folgen dieser dramatischen Veränderung der Arbeitswelt.



Freitag, 14. November 2008

11:25
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Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Macht, Moral und Moneten

Deutsche Manager im Zwielicht

DETAILS

Freitag, 14. November 2008 um 11.25 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Macht, Moral und Moneten
(Deutschland, 2008, 21mn)
MDR
Regie: Jens Nicolai

16:9 (Breitbildformat)

Es ist unbestritten, dass sich die Einkommensschere zwischen Arbeitern und Angestellten sowie den Führungseliten der Konzerne immer weiter öffnet. Zusätzlich geraten zahlreiche Top-Manager durch zweifelhaftes Verhalten in Misskredit und gelten als arrogant und gierig. Die Dokumentation hat Studenten der "European Business School" in Oestrich-Winkelist gefragt, ob das Negativ-Image der Manager zu Recht besteht.

Dass in Deutschland und Frankreich heftig über soziale Gerechtigkeit gestritten wird, hat seinen Grund. Immer weiter geht die Einkommensschere zwischen einfachen Arbeitern und Angestellten sowie Managern in Führungspositionen auseinander. In dieser Situation sind es vor allem die Einkommen von Top-Managern, die die Gemüter vieler Menschen erhitzen. Einige dieser hoch bezahlten Führungskräfte haben auch mit ihrem Verhalten der gesamten Wirtschaftselite ein Negativ-Image verpasst. Sie gilt vielen inzwischen generell als gierig, arrogant und rücksichtslos.
Die Dokumentation analysiert, ob dieses Image zu Recht besteht. Dazu hat sie Studenten der "European Business School" befragt. Das Institut ist eine renommierte Kaderschmiede für die Manager von morgen. Es hat sich auf die Fahnen geschrieben, Führungskräfte auszubilden, die im Job nach ethischen Prinzipien handeln und ihre gesellschaftliche Verantwortung bewusst wahrnehmen. Wie beurteilen die Studenten dort das fragwürdige Verhalten von Spitzen der deutschen Wirtschaft?


Freitag, 14. November 2008

11:00
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Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Gesprächsrunde

Vertreter aus Politik, von Gewerkschaften und Arbeitgebern diskutieren über die Problematik des Niedriglohnsektors.

DETAILS

Freitag, 14. November 2008 um 11.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Gesprächsrunde
(Deutschland, 33mn)
MDR

16:9 (Breitbildformat)

Vertreter aus Politik, von Gewerkschaften und Arbeitgebern diskutieren über die Problematik des Niedriglohnsektors.

Die Gäste:

Martin Hirsch, Hoher Kommissar für aktive Solidarität gegen Armut

Robert Reichling, Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di


Erstellt: 07-11-08
Letzte Änderung: 14-11-08