


Die Verschuldung wächst zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich: In Deutschland stiegen die Schulden nach der Wiedervereinigung 1990 stark an, nach 1995 wuchsen sie aber kaum noch, nach 2001 dagegen stieg die Verschuldung jedoch wieder massiv.
Das Haushaltsdefizit (oder Budgetdefizit) entsteht dagegen, wenn die öffentlichen Ausgaben die Erträge übersteigen, der Haushaltssaldo am Jahresende also negativ ist. Um das Defizit auszugleichen, muss sich der Staat meist weiter verschulden, wenn er keine neuen Einnahmen erschließen kann (etwa durch Steuererhöhungen).
Die meisten Regierungen räumen dem Defizit mehr Bedeutung ein als der Staatsverschuldung, denn das Defizit ist eher kurzfristig zu beeinflussen, während die Staatsverschuldung über Jahrzehnte und von wechselnden Regierungen angehäuft wurde (und fast überall mehr oder weniger stetig ansteigt).
Für viele Länder sind die Zinsen, die sie für die Schulden zahlen müssen, schuld an einem steigenden Defizit. Gäbe es die Zinsen nicht, dann könnten sie das Geld in öffentliche Programme stecken. So übersteigt das Haushaltsdefizit in Japan 200% , aber aufgrund der speziellen Struktur seiner Wirtschaft und der zahlreichen Rücklagen vertrauen die Investoren dem Land weiter – sogar nach dem Erbeben und dem Tsunami zu Beginn des Jahres.








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