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29/05/09

Wer war Charles Darwin?


Kindheit


Charles Darwin (1809-1882) wurde in Shrewsbury (England) geboren.
Sicherlich haben sein Vater und sein Großvater dem jungen Charles den Hang zur Wissenschaft vererbt. Beide waren Ärzte, und sein Großvater, der zudem Botaniker und Dichter war, formulierte eine der ersten Evolutionstheorien.

Als Kind interessierte sich Charles mehr für die Vogeljagd und seine Mineralien- und Muschelsammlung als für den Unterricht. Da er nach dem Wunsch seines Vaters ebenfalls Arzt werden sollte, nahm Darwin 1825 ein Medizinstudium an der Universität Edinburgh auf. Doch 1827 änderte er die Studienrichtung und begann, an der Universität Cambridge Theologie zu studieren, um Pfarrer zu werden. Auch dieses Fach interessierte ihn wenig, und er ging weiterhin lieber auf die Jagd oder vervollständigte seine Käfersammlung. Mi großem Interesse besuchte er die Botanikvorträge des Botanikers und Geologen John Stevens Henslow, mit dem er sich anfreundete. Henslow überzeugte ihn, dass er Geologie studieren müsse und stellte ihn Robert FitzRoy vor, einem jungen und ehrgeizigen Kapitän. Dieser war auf der Suche nach einem Mann seines Standes, der ihm auf einer kartografischen Expedition entlang der Küsten Südamerikas Gesellschaft leisten konnte.
 

Reise auf der "Beagle" und Sammeln von Exemplaren


1831 konnte Darwin seinen Vater dazu überreden, ihm eine Reise um die Welt zu gestatten und zu finanzieren. Im Gegenzug versprach er ihm, nach seiner Rückkehr eine Stelle als Pfarrer anzutreten. Am 25. Dezember 1831 ging der 22-jährige Charles Darwin also an Bord der „HMS Beagle“. Im Verlauf der fünfjährigen Reise stellte er zahlreiche Überlegungen über die Entstehung der Arten an. Dabei wagte er sich weit über die Grenzen des zu Zeiten von Königin Viktoria hinnehmbaren Kenntnisstandes in den Bereich des "gefährlichen Wissens" vor.

Charles Darwin studierte die Geologie der besuchten Inseln und Kontinente; vor allem aber sammelte er lebende Exemplare sowie Fossilien der Tier- und Pflanzenarten, denen er dort begegnete. Insbesondere seine Beobachtungen auf den Galapagos-Inseln im Jahr 1835 regten ihn dazu an, seine Evolutionstheorie zu entwickeln. Ihm fiel auf, dass Vertreter derselben Art, die auf verschiedenen Inseln zu finden waren, bedeutende Unterschiede aufwiesen. Als beispielhaft können hier die Darwinfinken gelten: Je nach dem Lebensumfeld der Vögel hat sich ihr Schnabel an unterschiedliche Ernährungsbedingungen angepasst.
1836 kehrte Charles Darwin nach England zurück.
 

Rückkehr nach England und Verfassen von "Die Entstehung der Arten"


Zurück in England machte sich Charles Darwin daran, die mitgebrachten Tiere und Pflanzen zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei nahm seine Evolutionstheorie Form an. 1842 veröffentlichte er das Buch The Structure and Distribution of Corals Reefs, in dem er die während seiner Reise gemachten Beobachtungen über Korallenriffe zusammenstellte. In der Folgezeit brachte er Werke über die Geologie Südamerikas und über Vulkaninseln heraus und setzte gleichzeitig seine Forschungsarbeiten über die Evolution fort.

1858 erfuhr Darwin, dass der Naturforscher Alfred Russel Wallace ebenfalls an einer Theorie über dieses Thema arbeitete. Diese "Konkurrenz" überzeugte ihn, das Ergebnis seiner Arbeit an die Öffentlichkeit zu tragen. Am 1. Juli 1858 stellten Charles Darwin und Alfred Russel Wallace der Linnean Society of London gemeinsam ihre Thesen vor. Ein gutes Jahr später, am 24. Oktober 1859, erschien Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Im Lauf der Zeit sollten sich die Grundsätze von Darwins Theorie bestätigen.
 

Erstellt: 25-05-09
Letzte Änderung: 29-05-09