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Arte Journal - 20/06/12

Weltflüchtlingstag 2012

Weltflüchtlingstag - für eine menschlichere Asylpolitik

.... denn jeder Mensch hat das Recht auf ein würdevolles Leben, auf ein Leben ohne ständige Angst vor Vertreibung und Gewalt.

Weltweit sind 42,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung und Not. Allein im letzten Jahr sind zehn Prozent davon neu hinzu gekommen. So steht es im "Global Trends"-Report des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR). Für den UN-Flüchtlingskommissar António Guterres war 2011 ein Jahr "geprägt von Leid epischen Ausmaßes".

Ostafrika
Vor allem in Ostafrika wurden die Menschen Opfer von Krieg, Dürre und Hunger. Allein aus Somalia flohen 300.000 Menschen, viele suchten Schutz im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia, mit über 460.000 Einwohnern das größte Camp der Welt. Auch wenn nur noch selten über diese Krise berichtet wird, so ist sie auch nach einem Jahr dramatisch: Eine Million Somalier müssen weiterhin als Flüchtlinge in Kenia, Äthiopien, Jemen und Dschibuti leben.

Kongo
In der Krisenregion Nord-Kivu (Demokratische Republik Kongo) beispielsweise wurden seit April im Zuge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und abtrünnigen Soldaten 100.000 Menschen vertrieben.

Sudan
Der Südsudan hat aktuell 150.000 Flüchtlinge aus dem Sudan aufgenommen und die Zahl der von UNHCR betreuten syrischen Flüchtlinge stieg in den letzten Wochen auf knapp 90.000 an.

Mali
Für Vertriebene in Mali und malische Flüchtlinge in Burkina Faso, Mauretanien und Niger stellt die UNO-Flüchtlingshilfe aktuell 350.000 Euro zur Verfügung. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel ist die UNHCR-Hilfe für die mehr als 300.000 Flüchtlinge in dieser Region akut gefährdet - darunter fällt auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Unterkünften.

Erstellt: 19-06-12
Letzte Änderung: 20-06-12