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Wallraff undercover

Ein Themenabend über versteckten Rassismus in Deutschland und Frankreich.

Wallraff undercover

Günter Wallraff undercover - 25/01/11

Weitere Rollenreportagen

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Aus der schönen neuen Welt, Expeditionen ins Landesinnere (2009)



Mit dickem Bart und Brille, Perücke oder auch mit Schuhcreme im Gesicht: Nach fast zwanzig Jahren, in denen Günter Wallraff nur oder weniger nur sich selbst spielte, ist er wieder undercover unterwegs. Nachdem er in den 70er und 80er Jahren über die Missstände "Ganz oben" und "Ganz unten" berichtet hat, geht es jetzt um die soziale Schieflage in der Mitte der Gesellschaft. Wallraff zeigt nicht nur, wie er als Schwarzer in Deutschland lebt, sondern auch wie Callcenter aus anständigen Menschen routinierte Betrüger machen, dass Brötchenbäcker für Lidl im Akkord ackern oder wie es sich bei minus 20 Grad auf der Straße lebt. – Wallraffs Reportagen „Aus der schönen neuen Welt“ sind nicht neu, in Kurzform wurden sie bereits im Zeit-Magazin veröffentlicht. Aber sie treffen den Nerv der heutigen Zeit: Unsichere Arbeitsverhältnisse, Kündigungen wegen Bagatell-Delikten, Kinder- und Altersarmut.


Der Mann, der Günter Wallraff ist (2007)
Eine Biografie von Jürgen Gottschlich


Wer ist der Mann hiner den vielen Masken? - Dieser Frage geht Jürgen Gottschlich, einer der Mitbegründer der taz, auf knapp 300 Seiten ausführlich nach. Nach vielen Jahren und langen Gesprächen entdeckt Gottschlich kaum einen Privatmann, sondern vor allem einen rastlosen, politisch engagierten Intellektuellen, dessen Geschichte auch gleichzeitig die Geschichte der deutschen Linken ist.
Gottschlichs schreibt Wallraffs große Rollenreportagen vor den politischen und sozialen Umständen nochmal neu, er thematisiert dessen in der Öffentlichkeit umstrittenen Kontakte zu Wolf Biermann, Ulrike Meinhof und Salman Rushdie und zeigt auf, dass Wallraffs Themen auch heute noch hochaktuell sind.


Ganz unten (1985)


„Ausländer, kräftig, sucht Arbeit, egal was, auch Schwerst- und Drecksarbeit, auch für wenig Geld.“ Mit dieser Anzeige drang Günter Wallraff aka Ali Levent für knapp zweieinhalb Jahre in die Welt der Gastarbeiter ein und zeigte die dunklen Seiten des Kapitalismus auf. Er war war Hilfskraft bei Mc Donalds, Leiharbeiter auf einer Großbaustelle, Versuchskaninchen bei einem Medikamentenversuch und Arbeiter bei Thyssen. Er musste die Tische mit Klolappen wischen, hat für einen Hungerlohn 72 Stunden schlaflos durchgeschuftet und bei einem Pharmakonzern seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Als Dank wurde er als „Dreckarbeiter“ beschimpft. Als das Buch erschienen ist, schlug es ein wie eine soziale Bombe und mit mehr als vier Millionen verkauften Exemplaren ist es bis heute Wallraffs erfolgreichstes Buch.




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Erstellt: 18-01-11
Letzte Änderung: 25-01-11