ARTE/ZDF, Deutschland 2003, 26 Min.
Wiederholung am Mittwoch den 1. September 2004, um 17.15 Uhr
Die Wachau zählt zu den kleinsten Weinanbaugebieten Europas: Gerade einmal auf fünfzehn Kilometer Länge erstrecken sich die terrassierten Steilhänge entlang der Donau. Das günstige Klima lässt hier Weißweine entstehen, die zu den bekanntesten und besten Österreichs gehören. Ein Übriges zum guten Ruf der Weinregion haben die Wachauer Winzer selbst beigetragen: Durch geschicktes Marketing und strenge Schutzmaßnahmen zählen ihre Veltliner und Rieslinge heute zur internationalen Spitzenklasse.Bei einigen der Wachauer Winzer ist die Kölner Sommelière Christina Fischer in dieser Folge der Weinprobe zu Gast. Zusammen mit Hans Denk, dem in Österreich populären „Weinpfarrer“, kommt sie beim Fachsimpeln und Verkosten von Federspiel und Smaragd ins Gespräch über das „österreichische Weinwunder“. Denn der billige Heurige hatte schon vor zwanzig Jahren ausgedient, als Winzer wie Franz Hirtzberger und F.X. Pichler begannen, nicht nur Massenware zu produzieren, sondern das Beste aus ihren Reben herauszuholen. Mühsam haben sie die Weinterrassen ihrer Vorfahren an den Steilhängen neu anlegen müssen. Diese waren in den Jahrzehnten der Billigproduktion zunehmend verfallen. Lieber baute man die Rebstöcke im Tal an, wo man leichter ernten konnte und die Erträge üppiger ausfielen. Auch wenn dagegen die Ernte jetzt mit mehr Mühsal verbunden ist: Das Qualitätsstreben hat sich ausgezahlt. Und das Beispiel des Jungwinzers Johann Donabaum zeigt, dass man auch in der nächsten Generation der Wachauer Weinbauern geschickt Tradition und Moderne zu verbinden weiß.






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

