Schriftgröße: + -
Home > Die Welt verstehen > Geschichte der CIA > Geschichte der CIA > Watergate 1972

Geschichte der CIA

Rekonstruieren Sie einige Ereignisse in der Welt, deren Ablauf die CIA und die amerikanische Regierung massgeblich beeinflusst haben...

Geschichte der CIA

28/10/03

Watergate 1972

Watergate 1972

Die während der Amtszeit von Präsident Lyndon B. Johnson angelaufene Operation Chaos, die unter seinem Nachfolger Richard Nixon noch beträchtlich ausgeweitet wurde, richtete sich gegen „Linke“ und „subversive Elemente“, denen man vorwarf, von feindlichen Mächten manipuliert zu sein.

Mehr als zehntausend Amerikaner – Professoren, Studenten, Journalisten, Politiker – werden über Jahre von der CIA bespitzelt, überwacht und abgehört. Spezialeinheiten des Geheimdienstes dringen in Wohnungen ein und durchsuchen diese, öffnen die Post von Bürgern, deren einziges Vergehen darin besteht, dass sie mit ihrer Regierung und insbesondere deren Vietnam-Politik nicht einverstanden sind.

Am 17. Juni 1972 werden mitten im Präsidentschaftswahlkampf fünf Männer bei dem Versuch gefasst, in das Watergate-Gebäude einzudringen. Es sind ehemalige CIA-Mitglieder, als Klempner verkleidet, die von Richard Nixon den Auftrag erhalten haben, die Räume der Parteizentrale der Demokraten zu durchsuchen.

Nixon, der im Wahlkampf um seine Wiederwahl steht, glaubt, den Watergate-Skandal erfolgreich überstanden zu haben. Alle Umfragen sehen ihn mit komfortablem Vorsprung als Wahlsieger. Doch als er von zwei Journalisten der Washington Post in die Zange genommen wird, verlangt Nixon von Richard Helms, dem CIA-Chef, er solle Druck auf das FBI ausüben, damit dieses die Untersuchung des Falles einstellt und ihn decken, indem er erklärt, die Akten seien auf Verlangen der CIA beschlagnahmt worden. Aber Helms weigert sich.

Erstellt: 22-04-04
Letzte Änderung: 28-10-03