Verschleppt und Weggeworfen
Ein Sklave in Westafrika
Dokumentation von Monika Hielscher und Matthias Heeder
ARTE/NDR/RBB, Deutschland 2005, 58 Min.
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Die folgenden Monate werden zu einem noch schlimmeren Albtraum als die Zeit, die hinter ihm liegt. Nnayanelugo lebt auf der Straße. Er ist zerlumpt, er bettelt, stiehlt und verdingt sich als Tagelöhner, bis es ihm mit Hilfe eines Landsmannes gelingt, in sein Heimatdorf zurückzukehren. Doch ist er dort nie wirklich angekommen. Er spricht nicht, reagiert nicht auf Fragen und starrt nur ins Leere. Für seine Familie wie für die Bewohner des Dorfes steht Nnayanelugo unter dem Bann eines bösen Zaubers, der sowohl für die Entführung wie für Nnayanelugos Zustand nach der Rückkehr verantwortlich ist. Deshalb entschließt sich sein älterer Bruder Kenneth, zusammen mit Nnayanelugo nach Niger zu fahren. Nur dort kann der Fluch gebrochen werden, indem die beiden das Lager aufspüren und die Verantwortlichen, wenn irgend möglich, zur Rechenschaft ziehen.
Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Reise in die traumatische Vergangenheit eines ehemaligen Sklaven und in die teils unbekannte Welt der modernen Sklaverei.
Um 10.50 Uhr
Mein eigener Herr
Die Geschichte der Mende Nazer
Dokumentation von Mareike Schomerus und Damien Lewis
ARTE/NDR/RB, Deutschland 2007, 59 Min.
Vor etwa 25 Jahren wird Mende Nazer in einem südsudanesischen Dorf geboren. Als sie zwölf Jahre alt ist, so steht es in ihrer Autobiografie, überfallen Sklavenhändler das Dorf. Sie wird vergewaltigt, misshandelt und an eine wohlhabende Familie in Khartum verkauft. Dort bleibt sie acht Jahre, eingeschlossen als Haussklavin. Ihre eigene Familie glaubt, die Tochter sei von den Sklavenhändlern ermordet worden. Doch Mende Nazer arbeitet, 18 Stunden am Tag, ohne Bezahlung, ohne freie Tage. Sie lebt wie ein Tier.
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Mende Nazer beginnt ihren Kampf um Asyl. Und sie lernt, zu leben. Beinahe ihr ganzes Leben lang war sie Sklavin. Sie hat keine Schulbildung und weiß vieles nicht, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Mende Nazer muss erst lernen, frei zu sein. Für sie ist jedes kleine Ereignis ein Abenteuer.
Doch noch gibt es kein Happy End. Der sudanesische Diplomat wehrt sich vor Gericht. Er sagt, Mendes Geschichte sei eine Lüge. Sie sei eine ordentlich bezahlte Hausangestellte gewesen und niemand hätte sie gefangen gehalten. Mende Nazer muss für ihr Recht kämpfen. Doch ihr größtes Abenteuer wird die Rückkehr zu ihrer Familie in die Nuba-Berge im Sudan.
Am Tag ihrer Flucht begegnet Mende dem britischen Journalisten Damien Lewis. Ihm erzählt sie ihre Geschichte, und er schreibt ihre Autobiografie. Gemeinsam mit der Filmemacherin Mareike Schomerus hat er Mende Nazer sechs Jahre lang begleitet.
Um 20.15 Uhr
Roots (7/12)
Kizzy
Fernsehserie von Marvin J. Chomsky und Jon Erman
Wiederholung am 15. um 12.00 Uhr und am 25. Juni um 14.55 Uhr
Im siebten Teil müssen Kunta und Bill mit ansehen, wie ihre Tochter Kizzy verkauft wird.






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