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19.01.2006 - 23.35 : tracks - 02/09/08

Vision - Architektur der Zukunft

Die Architektur der Zukunft besteht aus Pappe und Gerüsten. Eine Besichtigungstour durch die Baukasten-Quartiere von Paris und Tokio.

Weitere Artikel zum Thema

Shigeru Ban
Als Antwort auf Bevölkerungs-Explosion und Naturkatastrophen, wie 1999 in der Türkei, die Hunderttausende obdachlos machte, erfand der Japaner Shigeru Ban die Notfall-Architektur. Die Fundamente seiner Häuser sind mit Sand gefüllte Bierkästen, die Wände bestehen aus Papp-Rohren. Viel solider als jedes Zelt, steht das Haus In weniger als sieben Stunden.
Shigerus Erfindung: Ein eigenes Baumaterial mit dem Kürzel PTS für „Paper Tube Structure“ - Papp-Rohre, die mit einer wasserdichten Schicht überzogen werden. Bereits 1986 entdeckte er die Vorzüge dieser Not-Lösung: Recyclebar, widerstandsfähig und einfach zu verarbeiten. Den Beweis dafür lieferte er bei der Expo 2000 in Hannover, mit dem Bau des japanischen Pavillons aus riesigen Karton-Wänden– 75 Meter lang und 15 Meter hoch.

Kollektiv „Exyzt"
Beim Kollektiv „Exyzt“ wird das Baugerüst zum Gebäude. Im Ramen einer Versammlung, stellte die Stadt Roubaix, Im Juli 2004, den 450 Architekturstudenten aus ganz Europa 16 Gerüste zur Verfügung. Daraus bauten sie 150 Unterkünfte in denen jeweils drei Studenten 20 Tage lang hausten. Der große Vorteil: Mit Gerüsten kann man experimentieren ohne Spuren zu hinterlassen. 1963 entwarfen die Architekten des Londoner Kollektivs „Archigram“ frei modulierbare und völlig autonome temporäre Städte. „Walking City“ hieß ihre Stadt, die in der Lage war, ihren Standort zu wechseln, um auf den Arbeitsmarkt zu reagieren. „Instant City“ wiederum, ließ eine Stadt spontan für die Dauer eines Events entstehen. Beide Konzepte sollten die Pop-Kultur bis ins letzte Nest exportieren.
Das Kollektiv „Exyzt“ sieht sich als Erbe der Londoner Visionäre. Zwischen zwei Gebäuden in Barcelona errichteten sie, was sie eine „Extra-territoriale Station“ nennen. 8 Etagen auf 16 Metern Höhe, komplett eingerichtet für 15 Bewohner, mit allem modernen Komfort: Küche, Dusche, Zimmer und sogar Lichtspiele.


Kollektiv „Ici même“
Das Konzept „Chronoloc“ vom Kollektiv „Ici même“ entstand aus der Überlegung, dass der Wohnraum immer teurer wird und dennoch nie zu 100 Prozent genutzt wird. Deshalb bezahlt man in ihren Wohnungen, deren Zimmer sich nach eigenem Geschmack vergrößern oder verkleinern lassen, nur die Zeit, die man effektiv darin verbringt. Erstmals wurden Prototypen der modulierbaren Unterkünfte mitten in Paris aufgestellt, mit dem provozierenden Slogan „Endlich, ohne festen Wohnsitz“.

Mark Etc: "Chronoclub ist ein innovatives Wohnungsangebot, eine neuartige Architektur und ein Marketing Konzept. Aber in Wirklichkeit ist es ein Kunstprojekt der Gruppe „Ici Même“ in Zusammenarbeit mit 30 Schauspielern."

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  • Links und Informationen

Shigeru Ban

Buch
Shigeru Ban
von Matilda Mc Quaid
Phaïdon Verlag

Film
"Shigeru Ban, architecte de l'urgence"
Ein Film von Michel Quinejure
bei Mirage Illimité

Links
>> Offizielle Website Shigeru Ban
>> Fotos und Informationen


Kollektiv Exyzt

Exyzt nimmt am Projekt Wonderland teil
LDie Wanderausstellung des Projekts Wonderland ist derzeit in Zagreb bis zum 24. Januar 2006.
>> Offizielle Website von Wonderland
>> Offizielle Website des Kollektiv Exyzt


Kollektiv Ici même

Konferenz "Ville et fiction"
Samstag, den 11. März 2005
Les subsistances-Laboratoire de création artistique
8 bis quai Saint-Vincent
69001 Lyon
>> Mehr Informationen zur Konferenz

>> Arts de la rue et citoyenneté - Interview von Mark Etc


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TRACKS
Donnerstag, den 19. Januar 2006 um 23.35 Uhr
Wiederholung am Dienstag, den 24.01 um 01.25 Uhr
Redaktion: Program33
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Erstellt: 18-01-06
Letzte Änderung: 02-09-08