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Interview - Eva Stotz über ihren Film "Sollbruchstelle"

Ein Mann wird nach dreißig Jahren betriebsbedingt entlassen, klagt dagegen, bekommt Recht und verbringt neun Monate in einem leeren Büro. Dann gibt er auf. Der Mann ist der Vater von Regisseurin Eva Stotz, die in ihrem Film „Sollbruchstelle“ eine Welt der gnadenlosen Positionskämpfe zeigt. Die Berliner Filmstudentin erweitert ihren Blick immer wieder über das persönliche Schicksal ihres Vater hinaus und begleitet Menschen, die sich fit zu machen versuchen für die herrschende Erfolgsphilosophie: in Persönlichkeitstrainings, in Bewerbungskursen, einer hängt acht Tage lang in einem riesigen Werbeplakat, um für ein paar Euros einen Weltrekord zu brechen. „Sollbruchstelle“ ist das Porträt eines rastlosen Landes im Zustand der Erschöpfung – und der bisherige Höhepunkt der Filmwoche.