Visual Kei in Europa
In Europa war Visual Kei - zu deutsch: “visueller Stil” lange unbekannt. Jetzt aber ist der Trend auch hier angekommen, und zwar übers Internet. Vielleicht das erste Mal, dass sich eine Jugendkultur weltweit virtuell verbreitet und nicht in der Subkultur einer Großstadt entsteht. Denn Visual-Kei-Clubs gibt es nicht - stattdessen chattet die Szene im Netz oder trifft sich zu den ganz seltenen Auftritten der “Visual Kei”-Bands, wie DespairsRay aus Tokio.
Gothic LolitasDie Fans sind jung – meist zwischen 13 und Anfang 20, und gehören zu den verschiedenen Subsparten der sehr ausdifferenzierten Szene, wie den sogenannten “Gothic Lolitas”. Die Kostüme dafür gibt es nicht zu kaufen - die Mädchen nähen alles selbst.
Die Harajuko-Brücke in Tokio
In Japan gibt es den Visual Kei-Stil schon seit über 20 Jahren. Auf der Harajuko-Brücke in Tokio ist immer sonntags Szenetreff – Die Kostümierten treffen sich zu hunderten. Puppenartige Kindfrauen, mondäne Dominas und fantasievolle Manga-Figuren kommen zusammen, darunter auch immer wieder androgyne Gestalten, die mit den Geschlechterrollen spielen. Das gilt auch für Manga-Filme, die mit japanischem Rock und Pop unterlegt sind. Nicht selten entwickeln sich auch die Soundtracks zu Hits.
MusikDie absoluten Helden der Visus - die Band “Dir en Grey”. Deren martialischer Punkrock steht im Kontrast zu den oft niedlichen Kostümen ihrer Fans. “Dir En Grey” verkörpern auch äußerlich, was sich hinter dem verspielten Look der Mädchen oft versteckt: Sie kultivieren ein diffuses Gefühl von Wut und Verzweiflung, bis hin zur Selbstverletzung. Eine Jugendkultur ausgelebt von Mädchen. Lolitakostüme und japanischer Hardrock. Visual Key ist rebellisch, kindlich und widersprüchlich. Ganz wie die Pubertät ihrer Anhänger.
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Mang'arteDas monatliche Online-Magazin für das "andere" Manga. Mit : ein Interview mit Astrid Finke, Lektorin bei Heyne Verlag und “Dirty Work” von Yoshiyuki Sadamoto und Mako Takaha und “Gravitation” von Atsuko Ishizuka
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TRACKS
Donnerstag, den 26. Januar 2006 um 23.45 Uhr
Wiederholung am Dienstag, den 31.01 um 01.30 Uhr
Redaktion: Kobalt
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