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Berlinale 2005 - Forum - 19/02/05

Ves Mathilde

Ein Film von Claire Denis


Feingliedrige Hände, die die Luft zerteilen, bemessen, sie mit Gesten, Figuren  und Botschaften aufladen, bis der Körper dem Raum sein unsichtbares Gedächtnis aufgedrückt hat...

... so beschreibt die Choreographin Mathilde Monnier, Leiterin des Centre Choréographique in Montpellier ihre Arbeit als Tänzerin. Claire Denis’ Spielfilme – zum Beispiel „Beau Travail“, der dem harten Leben in einer nordafrikanischen Fremdenlegionärskompagnie eine poetische Dimension abgewann  – stehen im Ruf, selbst sehr choreographisch zu sein.

Als die Regisseurin und die Choreographin sich während einer Werkschau ihrer Filme auf einem Tanzfestival in Montpellier begegneten, resultierte daraus eine intensive, intime Zusammenarbeit. Zunächst mit einer Super-8-Kamera, um die in sich gekehrte Choreographin nicht zu sehr zu erschrecken, später mit einer von ihrer langjährigen Kamerafrau Agnès Godard geführten 16-mm-Kamera begleitete Denis die Proben zu einem neuen Tanzstück von Mathilde Monnier.

Ihr Arbeitsprozess gleicht dem eines konventionellen Tanztheaters nur wenig –mit DJs, Sounddesignern, Bühnen und Kostümbildnern erschafft sie in einem nur auf den ersten Blick chaotisch anmutenden Arbeitsprozess ihre Tanzwelten mit ihren sich öffnenden, aufblühenden und ebenso schnell wieder in sich zusammen sinkenden, auseinanderfallenden Körpern.
Ves Mathilde
55. Internationale Filmfestspiele in Berlin: Forum
Regie: Claire Denis
Co-Produktion: ARTE France

Erstellt: 19-02-05
Letzte Änderung: 19-02-05