Die bisher unveröffentlichte 13. Folge ist nun wirklich da! Nur hier und ganz exklusiv für Sie!
In den letzten Wochen haben wir hier Folge für Folge der bereits existierenden 12 "Verbotenen Aufnahmen" online gestellt:
Sibirien
Der Fall Fergusson
Der Außerirdische
Familie Crown filmt Familie Young
Das Kind
Der Verrückte von der Kreuzung
Jean-Teddy Filippes „Verbotene Aufnahmen“ haben bis auf den heutigen Tag ihre geheimnisvolle Aura bewahrt und sind im Netz längst Kult. Viele erwähnen sie, ohne sie je gesehen zu haben. Im Internet sind sie – zumindest auf legalem Weg – nicht abrufbar, und die einzige DVD-Box mit allen Filmen erschien vor vier Jahren. Die Aufnahmen lassen auch heute nicht kalt, selbst wenn man inzwischen etwas mehr über ihre Entstehung weiß.
Zur Erinnerung: Bei den „Verbotenen Aufnahmen“ handelt es sich um eine Reihe von Filmdokumenten, die angeblich von Amateurfilmern in aller Welt gedreht wurden. Alle Filme haben eines gemeinsam: Sie zeigen das, was man für gewöhnlich nicht sehen will oder kann, ein rational nicht erklärbares, übersinnliches oder übernatürliches Phänomen, eine Wirklichkeit, die von den supranationalen Mächten verheimlicht wird… So oder ähnlich werden die Filme jedenfalls auf diversen Websites präsentiert, auf denen man auch kurze Abrisse findet: „Eine Reihe von zwölf Filmen – hauptsächlich Amateurfilme – aus aller Welt, die sich über ein halbes Jahrhundert erstrecken. Alle handeln von außergewöhnlichen Ereignissen und nie gelüfteten Geheimnissen – falls man an ihre Authentizität glaubt.“
Die Filme ähneln sich: Meist schlechtes Bildmaterial veranschaulicht den zeitlichen Ablauf eines Ereignisses, dazu gibt es einen Originalkommentar mit Übersetzung. Namen werden oft mit einem Piepton unkenntlich gemacht, und in manchen Filmen kann man durchaus von einer Art Zensur sprechen. Es ist sicher kein Zufall, dass zehn Jahre nach Ausstrahlung der „Verbotenen Aufnahmen“ im ARTE-Fernsehprogramm der Film „The Blair Witch Project“ in die Kinos kam und weltweit zu einem Riesenerfolg wurde. Es ist nicht bekannt, ob die Regisseure Jean-Teddy Filippes Arbeit kannten, doch die Ähnlichkeit ist frappierend.
Heute kommt es nicht mehr so sehr darauf an, ob die Filme echt oder gefälscht sind, ob sie auf wahren Begebenheiten beruhen oder ob der Autor einfach nicht die Wahrheit sagen kann. Um sich davon zu überzeugen, braucht man sich die Filme nur anzuschauen. Was heute bleibt, ist eine Frage, auf die bislang keine befriedigende Antwort gegeben wurde: Warum und mit welcher Absicht wurden die Filme produziert und verbreitet? Hier ist noch einiges offen.
Aus all diesen Gründen haben wir beschlossen, die zwölf „Verbotenen Aufnahmen“ ins Netz zu stellen. Ab 11. Oktober 2010 gehen ein bis zwei pro Woche online. Wir laden Sie ein, sie zu entdecken (oder wiederzuentdecken) und sich Ihre eigene Meinung zu bilden.
Und noch ein überraschendes Detail: Kaum hatten wir uns entschieden, die „Verbotenen Aufnahmen“ bei arte.tv exklusiv zu zeigen, wurden wir auf eine dreizehnte Folge hingewiesen, die anscheinend schon seit langem existiert, aufgrund ihrer zu unsicheren Herkunft jedoch nie veröffentlicht wurde. Wir haben Jean-Teddy Filippe kontaktiert, um in Erfahrung zu bringen, was es damit auf sich hat und wo wir uns diese Folge – sollte es sie denn geben – besorgen können. Vielleicht hat er sogar mehrere davon in der Hinterhand… Das wäre sicher das schönste Geschenk, das wir Ihnen machen könnten!
| Anne Bidaux | |
Chefredakteur des Web-Pols von ARTE France | Redaktionelle Koordination ARTE G.E.I.E |






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