"Nur die Unterschiede ähneln sich (Il n'y a que les différences qui se ressemblent)", schrieb Lévi-Strauss. Diese Aussage stellen Raphaël Enthoven und sein Gast Mathieu Potte-Bonneville in der heutigen "Philosophie"-Sendung auf die Probe.
Wie bestimmt man den Unterschied, ohne zwangsläufig etwas miteinander zu vergleichen oder den Anderen auf das "Nicht-Ich" zu reduzieren? Wie definiert sich der/das Andere? Und wenn das Gegenteil des Andersseins nicht etwa das Selbst, sondern die allem Unterschiedlichen und Spezifischen gegenüber gleichgültige Homogenität wäre? Wenn das Gegensatzpaar also "Differenz versus In-Differenz" heißen müsste?

Dokumentationsreihe, Frankreich 2011,
ARTE F,
Regie: Philippe Truffault

Der Gast:
Mathieu Potte-Bonneville ist Philosophielehrer in den literarisch ausgerichteten Classes préparatoires für die Zulassung zu den französischen Eliteschulen am Lycée Jean Jaurès in Montreuil, assoziierter Forscher im Labor für die Anthropologie der Schrift (IIAC/EHESS) und derzeitiger Präsident des "Collège international de philosophie" für den Zeitraum 2010-2013. Er ist anerkannter Foucault-Spezialist und einer der Mitbegründer der Zeitschrift "Vacarme", einer Vierteljahresschrift für Politik und Kultur. Seine philosophischen Überlegungen drehen sich hauptsächlich um zeitgenössische gesellschaftliche Verhaltensweisen.
Einige Publikationen : "Michel Foucault, l'inquiétude de l'histoire", PUF, 2004; "Faire mouvement. Recueil d'entretiens avec Éric Hazan", Les Prairies ordinaires, 2005; "Amorces", Les Prairies ordinaires, 2006; "Archives de l'infamie", in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Maurice Florence, Les Prairies ordinaires, 2009; "Foucault", Ellipses, 2009





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