Bilder aus: "Unter Kontrolle. Eine Archäologie der Atomkraft" (Hrsg. Orange Press, ISBN 978-3-936886-63-8).
Zum Film:
Da leuchtet etwas, pulsiert für Augenblicke, bildet Strukturen von großer Schönheit, es ist wie eine Art Licht, das das menschliche Auge nicht sehen kann, der Ausdruck einer Technologie, die seit ihren Anfängen um den Begriff der Kontrolle kreist. Der Dokumentarfilmer Volker Sattel präsentiert in gleitenden Kamerafahrten wieder und wieder die Dinge, Gebäude und Vorrichtungen, die sich unter dem Begriff „Atomenergie“ versammeln lassen. Zu bestaunen ist das unvollendete Monument einer scheinbar
glorreichen Zukunft, das trotz seiner Risse und gefährlichen Widersprüche bis heute zu faszinieren weiß.
Der Film, der im Februar 2011 - einen Monat vor der Katastrophe von Fukushima - seine Premiere im Forum-Programm der 61. Berlinale hatte, geht ganz unaufgeregt auf Spurensuche in Nuklearanlagen. Er entwickelt eine eigene Ästhetik, um die Wahrnehmung gegenüber dem emotional aufgeladenen Thema neu zu öffnen. Die Welt der Atomingenieure erscheint aus dem Blick eines distanzierten Betrachters: Seltsam befremdlich, aber aufmerksam. Alles spricht aus sich selbst heraus. Man sieht eine Utopie in ihren Altersjahren, gescheitert an der mangelnden Akzeptanz durch die Bevölkerung. In den Architekturen der Reaktoren ist der Geist noch spürbar, der einst die Kathedralen der Atomkraft hervorgebracht hat, in denen Technikgläubigkeit die Religion ist. Geblieben sind die Mühen der Kontrolle des Risikos und die Hinterlassenschaften einer einst verheißungsvoll begonnenen Technikgeschichte.

Elisabeth Filhol
Der Reaktor
Roman
Edition Nautilus, Hamburg 2011
ISBN-10 3894017406
ISBN-13 9783894017408
Gebunden, 128 Seiten, 16,00 EUR
Roman über die Arbeit und den Alltag von Leiharbeitern, die in französischen Atomkraftwerke unter miserablen Bedingungen die Drecksarbeit erledigen und dabei Gesundheit und Leben riskieren

"Sie sind Kathedralen der Moderne. Sattel gelingt es, Kernkraftwerken mit einem unverstellten Blick zu begegnen. Ein schmaler Grat zwischen Ästhetizismus und Horror"
FAZ
„UNTER KONTROLLE agitiert nie, gibt aber umso mehr Reflexionsmaterial an die Hand”
taz
„ein berückendes Requiem auf eine Branche.”
Die Welt
„Befürworter wie Gegner der Kernkraft werden «Unter Kontrolle» mit Gewinn ansehen. Mehr lässt sich bei einem solchen Reizthema kaum erreichen. Das Prädikat «besonders wertvoll» bekam der Film schon; Sattel hätte das Bundesverdienstkreuz verdient.”
Kultiversum
„UNTER KONTROLLE ist ein kontemplativ geschnittener visueller Essay”
epd film
„Zusätzlich zu den Informationen gibt es Bilder von geradezu bestürzender Schönheit”
programmkino.de
Sehen Sie hier auch Volker Sattel im Interview mit Moritz Wulf anlässlich der Ausstrahlung seines Film auf der Berlinale 2012:






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