
Tschad : Emanzipation im Flüchtlingslager
Von Hubert Dubois und Elsa Kleinschmager – ARTE GEIE - Frankreich 2007
Video - 22'Die ersten kamen bereits vor vier Jahren im Tschad an, heute leben 12 000 Menschen im Lager Kunugo, das sie nicht verlassen können, weil diese Fremden aus dem Sudan für die Einheimischen Menschen einer anderen Ethnie sind.
Die Tschadianer beklagen sich darüber, dass die Flüchtlinge ihre ohnehin spärlichen Wasservorräte plündern und illegal auf Holzsuche gehen. Fast in jeder Woche werden die internationalen Hilfsorganisationen vor Ort mit Fällen von Vergewaltigungen konfrontiert, die ausserhalb des Lagers aufgetreten sind. Kinder und Frauen bilden 75 Prozent der grossen Flüchtlingsfamilie, viele Frauen sind Witwen oder müssen ohne ihre Männer auskommen, die in Darfour ihren bescheidenen Besitz verteidigen.
Für die Frauen im Lager hat die Flucht eine wahre Emanzipation eingeleitet, denn neben ihren üblichen Aufgaben als Mütter heranwachsender Kinder haben sie gelernt Töpferwaren und Körbe herzustellen, die sie auf den Märkten der umliegenden Dörfer an die einheimische Bevölkerung verkaufen. Eine Genossenschaft verwaltet die Gemeinschaftsinteressen und die eingenommenen Mittel. Die Frauen aus dem Darur finden endlich ihren Platz in einer wenn auch für sie fremden Gesellschaft.







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