Bis zu 300 km/h schnell fliegt der Ball, da kann man schon mal etwas weiter auseinander stehen. Grosse Beachtung finden die Spieler auch, wenn sie wie hier im Berliner Zittypark auf einem richtigen Feld spielen. Doch langsam findet die Sportart den Mainstream. 80.000 Menschen sind in Deutschland schon dabei, die EM ist für nächstes Jahr geplant, der Ball patentiert und vor der Massenproduktion. Die meisten Speedmintonspieler laufen von anderen Sportarten über. Vielen hängen Squash, Tennis und Badminton zum Hals raus.
Blackminton nennt sich die dunkle Variante des Sports. Die Spieler bemalen sich und den Ball mit phosphoreszierenden Farben und spielen dann in UV-Licht. Die Gestaltung der Bodypaintings dauert zwar länger als das Spiel, doch Blackminton ist ja auch nicht nur eine weitere Trainingseinheit. Das alte Federballspiel ist Geschichte. Die Pyramide aus Schwarzlichtröhren bringt Spieler, Schläger und Bälle zum leuchten. Bis zu acht Personen schlägern auf dem sogenannten Sternencourt wild durcheinander. Ein Generator liefert den Strom. Gespielt werden kann überall. Hauptsache, es ist dunkel und man wird nicht gestört.
Polizeieinsatz? Halsbrecherische Aktionen auf Häuserdächern? Dem angestaubten Zeltplatzsport Federball ist endlich eine gründliche Generalüberholung in Richtung Coolness zuteil geworden.
>> Speedminton - http://www.speedminton.com/
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TRACKS
Eine Reportage von Tom Ehrhardt
Donnerstag, den 16. September 2004 um 23.15 Uhr
Wiederhol. am Samstag, den 17. September um 17.45 Uhr
Redaktion: RB, Kobalt
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