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Die Sendung vom 25. Mai 2013 - 15/05/13

Demnächst

Diese Woche in "Tracks": Derrick Morgan, der Begründer des Rocksteady; lebendiges Wohnen mit Growing Architecture; Paul Booth und die dunkle Seite der Tattoo-Kunst; Go Chic zeigen Elektro made in Taiwan im Live!

(1): Paul Booth: Meister der Tattoo-Kunst
Herzlich willkommen in der Welt von Paul Booth, dem Lieblingstätowierer der Metal-Stars von Slayer bis Pantera. Der 45-jährige Tattoo-Künstler wurde in Boonton, New Jersey, geboren. Mit Kunst kam er durch seinen Vater in Berührung, der Verzierungen in Messergriffe schnitzte. Schon als Teenager entdeckte Paul sein spezielles Talent: Mit dem Filzstift kopierte er Plattencovers von Iron Maiden auf die Jeansjacken seiner Klassenkameraden ... einige Jahre später produzierte er seine Werke nicht mehr auf Denim, sondern auf Haut. Seit 1991 betreibt er sein berühmtes New Yorker Studio "Last RitesTattoo Theatre" und ist Autor von mehr als 500 großen Tattoo-Werken. Schon immer setzte er sich leidenschaftlich für eine öffentliche Anerkennung der Tattoo-Kunst ein; 2004 würdigte ihn die New Yorker National Arts Academy für seine "Art Fusion Camps", kombinierte Kreativ-Workshops im Rahmen von Tattoo Conventions mit Tätowieren, Malen, Musik und Film.

(2): Derrick Morgan: Original Rudeboy
1962 schrieb Derrick Morgan mit "Forward March" einen Riesenhit über Jamaikas gerade gewonnene Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft. Der damals 22-jährige Dandy mit dem taillierten Kostüm und dem Pork Pie Hut (den ihm später The Specials abschauten) war damals den legendären jamaikanischen Studios wie Studio One und Treasure Isle schon seit drei Jahren ein Begriff. Fünfzig Jahre später tourt der 73-Jährige immer noch um die Welt: "Tracks" traf ihn auf dem Garance Festival. Morgan ist ein Monument der jamaikanischen Musik - und eines der großen Idole der Skinheads, die in den 60er-Jahren als Erste den Ska nach Europa brachten. Nach lebenslanger Nachtblindheit ist Derrick Morgan ist heute völlig erblindet - was ihn nie daran gehindert hat, seine Karriere voranzutreiben.

(3): Growing Architecture: Ich pflanze mir ein Haus
Diese Architekten leben zwar in Betonbehausungen, träumen jedoch davon, Häuser wachsen zu lassen! Wohnen soll organisch und lebendig werden, entweder durch das Nachahmen menschlicher Organe oder als Reaktion auf menschliche Präsenz. Der amerikanische Verein Terreform erfand das "Fab Tree House": Mithilfe von Verpflanzungen und Gerüsten, die den Wuchs von Bäumen regulieren, wird die Natur zur architektonischen Struktur. Der britische Architekt und Künstler Philip Beesley ist Vorläufer im Bereich der "Responsiven Architektur": seine Werke bestehen aus Sensoren und Mikroprozessoren, die auf menschliche Präsenz reagieren. Joep Van Lieshout nimmt menschliche Organe zum Modell und stellt sich den idealen Ort vor, um ein Bierchen zu trinken: Die "Rectum Bar". In "Tracks" haben die Wände Ohren ...

(4): Go chic: Taiwan Direction
Ariel, Sonia und Sarah kommen alle drei aus Taipei in Taiwan. 2007 lernten sie sich im Gitarrenunterricht ihres Gymnasiums kennen und beschlossen, gemeinsam die Elektro-Clash-Girlsband Go Chic zu gründen. Der Bandname ist zwar eine Hommage an Chic, die Discoband der 70er-Jahre, aber musikalisch stehen die Girls eher unter dem Einfluss von New Order, Primal Scream, Chicks On Speed und Peaches - die übrigens gerade das zweite Go Chic-Album "We Ain't Home" produzierte. Seither waren die drei jungen Frauen kaum zu Hause, denn sie touren das ganze Jahr über. Ihr Motto: "Fuck sad songs and slow jam, this is Go Chic!"

(5): Fred Forest


65): Simon Reynolds

Erstellt: 03-05-10
Letzte Änderung: 15-05-13