Um 20.15 Uhr
Freiheit oder Sicherheit
Nach den dramatischen Anschlägen des 11. Septembers 2001 wurde ein internationaler "Antiterrorkampf" ausgerufen. Damit einher ging die Entwicklung und Verabschiedung zahlreicher Antiterrorgesetze. Die Dokumentation fragt, ob es legitim und richtig ist, dass die Staatengemeinschaft in Europa und die Regierung in den USA so reagieren, und inwieweit die neuen Gesetze ihrerseits einen Angriff auf die Grundrechte der Bevölkerung und somit eine Bedrohung für die Demokratie darstellen.
Am 11. September 2001 verlieren knapp 3.000 Menschen ihr Leben bei den Terroranschlägen auf das World-Trade-Center in New York und das Pentagon in Washington. Die Brutalität und Zerstörungswut, die mit diesen Attacken einhergingen, markieren den Anfang einer neuen Dimension von Terrorismus. Die Anschläge 2004 in Madrid, 2005 in London und die geplanten Anschläge der Sauerlandbomber 2007 in Deutschland offenbaren, dass der islamistische Terror auch in Europa eine Gefahr darstellt. Deshalb müssen die europäischen Länder neue Mittel und Wege finden, diesen Terrorismus zu bekämpfen.
Seit 2001 entwickeln die Regierungen in den USA und in Europa nach jedem Anschlag neue Antiterrorgesetze, die es ermöglichen sollen, Terroristen rechtzeitig zu erkennen und Terroranschläge zu verhindern. Denn die Sicherheit der Bürger hat oberste Priorität. Diese Gesetze sollen sowohl mit den Grundgesetzen und Verfassungen der einzelnen Länder vereinbar sein als auch mit den Prinzipien Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Die Dokumentation beschäftigt sich mit den Antiterrorgesetzen und ihren Folgen und rekonstruiert dabei einige prominente Fälle, bei denen in verschiedenen Ländern Europas durchaus auch Menschen in das Netz des Antiterrorkampfes gerieten, die entweder völlig unschuldig waren oder sich nur relativ geringer Vergehen schuldig gemacht hatten. Sie diskutiert diese Fälle in Hinblick auf die Antiterrorgesetze und deren Auswirkungen für Freiheit, Sicherheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa.
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Freiheit oder Sicherheit
Documentarfilm von Marita Neher & Nils Bökamp (Deutschland, 2011, 43 Minmn)
Um 21.30 Uhr
Die Angst vor den Anderen
Über einen Rechtsstreit zwischen dem bayerischen Innenministerium und einer islamischen Gemeinde.
Zehn Jahre nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat der präventive Generalverdacht auch deutscher Behörden gegenüber islamischen Organisationen zu einer integrationshemmenden Grundstimmung in Deutschland beigetragen. In der Dokumentation von Benjamin Cantu wird der aktuelle Rechtsstreit zwischen dem bayerischen Innenministerium und der islamischen Gemeinde Penzberg beleuchtet, die wegen angeblicher Kontakte zu islamistisch-extremistischen Organisationen als verfassungsfeindlich eingestuft wurde und sich vehement dagegen wehrt.
Südlich des Starnberger Sees bei München liegt Penzberg, eine friedliche Kleinstadt mit 16.000 Einwohnern. Hier befindet sich die architektonisch eindrucksvolle Moschee der islamischen Gemeinde. Die Penzberger Glaubensgemeinschaft ist eine von 2.500 islamischen Gemeinden in Deutschland. Wesentliches Kennzeichen der Gemeinde ist ihre Offenheit und Vielsprachigkeit. Ihr Imam Benjamin Idriz, der für einen transparenten Islam eintritt, galt bis vor kurzem als liberaler Hoffnungsträger. Doch vom Verfassungsschutz mitgeschnittene Telefonate sollen seine Nähe zu Extremisten belegen
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Die Angst vor den Anderen
Dokumentarfilm von Benjamin Cantu (Deutschland, 2011, 30 Min)
Produktion: Boekamp und Kriegsheim GmbH





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