Spielfilm, USA / Italien 1972
Man of La Mancha/L'uomo della Mancha
Original mit deutschen Untertiteln, 123 Min.
Regie: Arthur Hiller
Drehbuch: Dale Wasserman
Kamera: Giuseppe Rotunno
Musik: Mitch Leigh
Songtexte: Joe Darion
Schnitt: Robert C. Jones, Folmar Blangsted
Produktion: PEA
Produzent: Alberto Grimaldi
Mit: Sophia Loren (Aldonza/Dulcinea), Peter O'Toole (Cervantes/Don Quichote), James Coco (Sancho Pansa), Julie Gregg (Antonia)
Miguel de Cervantes, als Schriftsteller und Steuereinnehmer bisher wenig erfolgreich, wartet im Kerker von Sevilla auf ein Inquisitionsverfahren wegen Ketzerei. Doch schon im Gefängnis halten seine Mitgefangenen - Diebe, Halsabschneider und Landstreicher- über ihn Gericht und wollen ihm sein kümmerliches Eigentum abnehmen. Darunter befindet sich ein unvollendetes Manuskript mit dem Titel "Don Quichote". Um es zu retten, schlägt Cervantes vor, sich und seine Geisteshaltung im Rahmen einer Theatervorführung zu verteidigen und mit seinem Diener die Geschichte von Don Quichote und dessen Schildknappen Sancho Panza zu spielen.
Die Gefangenen werden als Darsteller mit in die Handlung einbezogen.
Don Quichotes Bekenntnis, die Ritterlichkeit wiederherzustellen und für das Recht zu kämpfen, folgt der berühmte Kampf gegen die Windmühlenflügel.
Danach erreichen er und Sancho ein Landgasthaus, das Don Quichote für eine Burg hält. In Aldonza, der von Eseltreibern belästigten Schenkenmagd, erblickt er in seiner Verblendung sein weibliches Ideal "Dulzinea", dem er dienen will. Während Quichotes Nichte Antonia und seine Wirtschafterin mit einem Pater zu Hause übereinkommen, dass der Pater und Antonias Verlobter Dr. Sanson Carrasco Don Quichote nach Hause zurückholen sollen, lässt dieser der erstaunten Aldonza durch Sancho Panza seine ewige Treue und Ergebenheit versichern. Dann wird Don Quichote im Hof der Schenke unter Mithilfe eines Barbiers, dessen Rasierbecken er für den berühmten Goldhelm des Ritters Mambrino hält, "gekrönt". Nachdem der närrische Don Quichote Aldonzas Ehre im erbitterten Kampf gegen die Eseltreiber verteidigt hat, wird er vom Schenkenwirt in aller Form "zum Ritter geschlagen". Kurz darauf erscheint der fantastisch kostümierte Spiegelritter, der Quichote vor Aldonzas Augen eine böse Niederlage beibringt, nachdem er ihm im Spiegel der Wirklichkeit als Narren und Tor entlarvte.
Dieser Ritter ist niemand anderes als der verkleidete Dr. Carrasco. Der Mann, der sich einst Don Quichote nannte, liegt einige Zeit nach der Rückkehr in seinem Heimatort auf dem Sterbebett. Aldonza, die ihm hierher folgte, erzwingt sich den Zugang zu seinem Krankenzimmer und versucht, ihn mit Erinnerungen wieder zu beleben.
Dieses Musical um Don Quichote, den Ritter von der traurigen Gestalt, hatte seinen Bühnenstart 1965 am New Yorker Broadway. Es wurde ein enormer Publikumserfolg mit weit über 2.000 Vorstellungen in sechs Jahren. Die Hymne des Quichote "To Dream the Impossible Dream" wurde zu einem der großen Evergreens der Musicalgeschichte.
Weitere Filmtipps:
Terry Gilliam: Lost in La Mancha. Dokumentarfilm, Grossbritannien/USA 2003.
“Lost in La Mancha, eine gelungene Making of-Dokumentation der Unglücksfälle und schlieβlich des Scheiterns von Terry Gilliams Filmprojekt „The man from La Mancha“. Mit Jean Rochefort, Johnny Depp und Vanessa Paradis.
Orson Welles: Don Quichotte. D’après l’oeuvre de Cervantes. (ohne Jahr)
14 Jahre lang dreht Orson Welles Sequenzen für seinen Film, um ihn schließlich unvollendet zu lassen. Die Cinemathèque Française und Cinephile wie der Regisseur Jesus Franco montieren verloren geglaubte Szenen mit Hilfe von Orson Welles persönlichen Notizen und präsentieren das in den 50er Jahren begonnene Privatprojekt.






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