Bei ihrer Gründung 1978 konnten sich die Specials erst nicht zwischen weißem Punk und schwarzem Reggae entscheiden – bis sie schließlich auf den treibenden Ska-Beat kamen. Der Bastard-Sound wird Two Tone getauft und die Band zu einem politischen Statement stilisiert.
Ende der Siebziger waren in England die Neofaschisten auf dem Vormarsch. Dagegen setzten die Specials ein deutliches Signal. Auch optisch hoben sie sich von der Masse ab. Das schwarz-weiße Karo-Design des Two Tone Labels lebt bis heute weiter. Und spannt sich inzwischen über so manchen Bierbauch. Guter Style war essentiell in der Two-Tone-Szene. Bei allem Style – Poser waren die Specials nie. In ihren Songs geht es heftig zur Sache: Teenagerschwangerschaften, Arbeitslosigkeit, Rassismus, atomare Bedrohung. Die Band lieferte den Soundtrack der frühen Thatcherjahre und landete sieben Mal hintereinander in den Top Ten. Jerry Dammers, der viele der kritischen Songs schrieb, ist übrigens als Einziger bei der Reunion nicht dabei.
Viele Songs erzählen von ihrer Heimatstadt Coventry. Die Geschichte zu „Gangsters“, ihrem ersten Hit, spielte sich allerdings in einem Pariser Hotel ab.
Horace Panter: "Die Hotelbesitzerin hatte Roddys und Lynvals Gitarren einkassiert. Eine Woche vorher waren The Damned in diesem Hotel und haben den Laden ziemlich auseinander genommen. Dann sind sie einfach verschwunden. Jetzt sollten wir mit unseren Instrumenten für den Schaden von anderen aufkommen. Also holten wir den Boss des Clubs, in dem wir gespielt haben. Das war so ein großer Marokkaner – krauses Haar, dicke Narbe auf der Wange. Der Typ kommt also vorbei und was glaubst du, zieht er aus seiner Jackentasche...? Eine Pistole. Die Sache hat sich dann ziemlich schnell erledigt. Wir bekamen unsere Gitarren zurück, gaben unser letztes Konzert und übernachteten woanders."
Links
- Offizielle Website von the Specials
- The Speicals auf Wikipedia
- The Specials bei 2-Tone
- Chronik zur Compilation "Spare Shells - A TRibute to The Specials"







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