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Tom und Nick verabreden sich zu einem alles entscheidenden Kartenspiel in Las Vegas. Da begreift Tom endlich, dass er es mit dem Teufel zu tun hat. Tom gewinnt das Spiel um seine Seele. Bevor Shadow in der Hölle verschwindet, verflucht er Tom zum Wahnsinn. Tom landet im Irrenhaus.
Dort hält er sich für den von Venus (Anne) verlassenen Adonis. Tom und Anne begegnen sich ein letztes Mal. Ihr Leben zieht an ihnen vorbei. Über einen Bildschirm flimmern Erinnerungen an Besitztümer und Erfolge, fragmentarische Bilder im Wechsel mit Großaufnahmen der beiden Protagonisten - das ergreifende Finale eines kometenhaften Auf- und Abstiegs.
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Mit "The Rake's Progress" bescherte Lepage dem scheidenden Intendanten Bernard Foccroulle einen gefeierten Abschied vom Brüsseler Théâtre de la Monnaie. Fouccroulle hat Anfang des Jahres die Leitung des Opernfestivals in Aix-en-Provence übernommen.
"In seiner 'Musikalischen Poetik' fragte sich Igor Strawinsky, ob ein Komponist aus der Vergangenheit schöpfen kann, um die Kunst zu erneuern. Mit 'The Rake's Progress', seiner einzigen großen Oper, ist es dem Komponisten zweifellos gelungen, ein solches Projekt zu verwirklichen: Er ist von der Oper des 18. Jahrhunderts ausgegangen, um sich von der Operntradition seiner Zeit zu lösen. Seine Hauptinspirationsquelle für dieses Werk war die gleichnamige Serie aus acht satirischen, moralisierenden Stichen von William Hogarth (1697 - 1764). Strawinsky entnahm ihnen die Geschichte vom genusssüchtigen Tom Rakewell, der den Versuchungen des Lebens nicht widersteht. Mit seinen Librettisten Auden und Kallman fügte Strawinsky das alte Thema des Pakts mit dem Teufel hinzu, der hier durch die Figur von Nick Shadow verkörpert ist. Dieser Pakt führt Tom unausweichlich ins Verderben - selbst seine wahre Liebe zu Anne Trulove kann ihn davor nicht retten." (Auszug aus der Spielzeitbroschüre des Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie, 2006 / 2007, S. 22)
Der kanadische Regisseur, Autor, Schauspieler und Filmemacher Robert Lepage, geboren 1957 in Québec, zählt zu den ganz großen Theaterkünstlern der Gegenwart. 1993 gründete er seine berühmte Kompagnie "Ex Machina", die er als eine Art Laboratorium begreift, um neue grenzüberschreitende, multimediale Formen von Theater zu erproben. Mit unübertroffener Virtuosität setzt er in seinen faszinierenden szenischen Bilderbögen neue Technologien ein.
Berühmt wurde er mit seiner inzwischen legendären Inszenierung "The Dragon's Trilogy" aus dem Jahr 1984, die er 2003 mit neuen Darstellern wieder aufnahm und mit der er weltweit auf Tournee ging. Neben zahlreichen weiteren Regiearbeiten in den 80er- und 90er Jahren entstanden zuletzt "Die andere Seite des Mondes"" (2003), ein Solostück, das Lepage im Anschluss auch verfilmte. Im Rahmen des Hans Christian Andersen-Jahres entstand 2005 außerdem "The Anderson Projekt", eine moderne Rockoper, die die Lebensgeschichte des dänischen Märchendichters ins Heute holt. Aufgefallen war Lepage außerdem mit Berlioz' "Faust" in Paris und mit Lorin Mazels Orwell-Stück "1984" in London. Zu den neuesten Kreationen gehören "The Lipsynch" und Strawinskys "The Rake's Progress" aus dem Jahr 2007. In Planung sind "Le Moulin à images" für den 400. Geburtstag der Stadt Québec, "Die Nachtigall / Reineke Fuchs" (1914 - 1922) nach Balletten von Igor Strawinsky basierend auf Librettos von Strawinsky und Andersen, geplant für das Jahr 2009, sowie "Der Ring des Nibelungen", geplant voraussichtlich für das Jahr 2012 an der New Yorker Met. Zu erwähnen bleibt, dass der vielseitige und mit unzähligen Preisen bedachte Theaterkünstler neben seinen eigenen Bühnenarbeiten auch mehrere Bühnenshows für den Sänger Peter Gabriel in Szene setzte. Weitere Informationen auf der offiziellen Website von Ex Machina unter: http://lacaserne.net.






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