Großbritannien 2006, 99 Min.
Mit Helen Mirren, Michael Sheen, James Cromwell, Sylvia Syms, Alex Jennings
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Im Gespräch mit...
Helen Mirren (Die Queen)
... über die sensible Geschichte 00:00:21, mp3 Real Media
...über Fotos der Queen als Vorlage00:00:12, mp3 Real Media
... über ihre Annäherung an die Figur00:00:24, mp3 Real Media
...über Stephen Frears 00:00:28, mp3 Real Media
...über die Queen 00:00:28, mp3 Real Media
Stephen Frears (Regie)
...über die Darsteller 00:00:25, mp3 Real Media
... über das Besondere an diesem Film 00:00:24, mp3 Real Media
...über die Bedeutung der Queen für ihn 00:00:13, mp3 Real Media
Peter Morgan (Drehbuch)
...über das Interessante an diesem Thema 00:00:09, mp3 Real Media
...über das Verhältnis von Tony Blair zur königlichen Familie 00:00:33, mp3 Real Media
Synopsis: Mai 1997: Tony Blair wird nach 18 Jahren konservativer Regierung zum neuen Premierminister gewählt. Ende August stirbt Prinzessin Diana bei einem Autounfall, während die Königsfamilie gerade ihren Sommerurlaub auf ihrem schottischen Landgut verbringt. THE QUEEN beschreibt die ersten sieben Tage nach diesem schrecklichen Unfall. Die Monarchin schweigt und bleibt auf Balmoral, während Blair mehrfach versucht, sie zu einem öffentlichen Statement ihrer Trauer zu bewegen.Kritik: Stephen Frears ist in Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Peter Morgan einer seiner besten Filme gelungen. Das Drehbuch ist stimmig bis ins kleinste Detail, die Dialoge sind bissig und witzig, und das Timing ist perfekt. Frears und Morgan haben 2003 bereits den Fernsehfilm THE DEAL realisiert, der vom raschen Aufstieg Tony Blairs handelt. Michael Sheen überzeugte auch damals schon als Tony Blair in der Hauptrolle.
Helen Mirren verkörpert Königin Elizabeth II. nicht nur genial, sie geht geradezu in ihr auf. Jede kleine Geste der großen Monarchin hat sie studiert. Als Zuschauer läuft einem da bisweilen schon mal ein Schauer über den Rücken, so überzeugend interpretiert die 61-jährige Schauspielerin ihre Rolle. Selbst ihre Physiognomie ist der der Queen sehr ähnlich. Man könnte sagen, dies ist die Rolle ihres Lebens, und es wäre nicht grade verwunderlich, wenn sie dafür mit einem Oscar ausgezeichnet werden würde.
THE QUEEN lebt von der Spannung der beiden völlig unüberbrückbaren Lebensräume und –anschauungen. Während es bei den Blairs kunterbunt zugeht und an das lebhafte Treiben in einer WG erinnert, ist im königlichen Gemach alles streng, ordentlich und monochrom. Um diesen Effekt noch zu betonen hat Kameramann Alfonso Beato in Blairs Wohnung auf grobkörnigem 16mm-Material gefilmt. Alle Szenen, die im Schloss spielen, wurden auf 35mm Material gedreht. Sie wirken damit schon von Natur aus sauberer und edler und bilden einen Kontrast zu den auf 16mm gedrehten Szenen.Frears hat dokumentarische Aufnahmen mit rein fiktiven Szenen gemischt. Entstanden ist so ein Film, der realistischer nicht wirken könnte. So läuft etwa häufig im Hintergrund ein Fernseher, der Originalaufnahmen der trauernden englischen Bevölkerung zeigt, die vor dem Buckingham Palace ein Meer von Kränzen aufbahren, während die Königin gerade deren nicht unkomplizierte Entsorgung diskutiert. Viele der Szenen, in denen die Königin mit Tony Blair alleine ist, sind dagegen frei erfunden – wer hätte auch als Zeuge dabei sein können?
Sehr elegant ist es, dass THE QUEEN nicht einfach Partei ergreift. Weder für den medienwirksam denkenden Tony Blair, der den Begriff der „Princess of Hearts“ prägen lässt, noch für die konservativ agierende Elizabeth II., die sich in ihrer Trauer zurückziehen möchte und kein Interesse daran hat, publikumswirksam zu agieren. Es ist sogar so, dass man mehr und mehr in die Lage gerät, die Beweggründe der Königin nachvollziehen zu können. Dieser Frau, die ihr ganzes Leben einer schweren Aufgabe gewidmet hat. Der es nicht möglich ist, einfach Gefühle zu zeigen, da sie dies nicht als angemessen empfindet. Helen Mirren verleiht dieser eigentlich unnahbaren Frau Gestalt, wir haben großen Respekt vor ihr. Elizabeth II. hat immerhin ein Königreich zu verlieren.Nana A.T. Rebhan






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Großartig inszeniertes Drama
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