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Frankfurter Buchmesse 2008

In fünf Tagen um die Welt: eine literarische Reise der Superlative.

> TV-Tipp: Die Buchmesse auf ARTE

Frankfurter Buchmesse 2008

In fünf Tagen um die Welt: eine literarische Reise der Superlative.

Frankfurter Buchmesse 2008

Buchmesse Frankfurt 2008 - 20/10/08

TV-Tipp: Die Buchmesse auf ARTE

In diesem Jahr hat die Frankfurter Buchmesse zum 60. Mal ihre Tore geöffnet. Mit rund 350 Autoren und 100 Verlagen präsentiert sich die Türkei als Ehrengast. Bei den ARTE-Sendungen erfahren Sie das Neueste zu Büchern, Autoren und Trends.

METROPOLIS
SAMSTAG, 11. OKTOBER 2008
UM 20.15 UHR

mit folgenden Beiträgen:

EBRU – DAS IST DIE TÜRKEI!
Ebru – das ist die hohe Kunst „Farben auf dem Wasser tanzen zu lassen“, eine formvollendete Marmorier-Technik aus dem Osmanischen Reich. Sie symbolisiert das Motto der diesjährigen Frankfurter Buchmesse „Türkei – Faszinierend farbig“. Ebru ist auch der Titel eines außergewöhnlichen Bildbandes des türkischen Fotografen Attila Durak: „Ebru. Reflections of Cultural Diversity in Turkey“ eröffnet dem Betrachter einen überraschenden Einblick in die kulturelle Vielfalt der heutigen Türkei. „Metropolis“ hat Attila Durak getroffen und begibt sich mit ihm auf Spurensuche ins Innere der Türkei.
Das TV-Programm zur Buchmesse im Überblick

METROPOLIS
SAMSTAG, 11. OKTOBER 2008, UM 20.15 UHR

ARTE KULTUR berichtet von der Frankfurter Buchmesse
MONTAG, 13. OKTOBER BIS FREITAG, 17. OKTOBER 2008, UM 20.00 UHR

Bevölkert mit Kämpfern und Träumern. Die Türkei und ihre Literatur
Dokumentation von Tilman Jens
DONNERSTAG, 16.OKTOBER 2008, UM 22.50 UHR

ZOOM EUROPA
WER HAT DIE MACHT IN DER TÜRKEI
FREITAG, 17. OKTOBER 2008, UM 19.00 UHR

METROPOLIS
SAMSTAG, 18. OKTOBER 2008, UM 20.15 UHR
Zu sehen sind die fesselnden Porträts und Landschaftsaufnahmen von Attila Durak außerdem ab dem 26. September 2008 in der großen Ausstellung "EBRU – Kulturelle Vielfalt der Türkei“ im Frankfurter Haus am Dom. Und natürlich auf dem Gelände der Frankfurter Buchmesse, ab 15. Oktober 2008.

CINEMA A LA TURCA
Kino spielt in der Türkei eine große Rolle. Die türkische Filmindustrie hat im letzten Jahr 42 abendfüllende Spielfilme produziert – Tendenz steigend. Aber wie sehen diese Filme aus? Für welche Themen begeistern sich türkische Zuschauer? Welche Genres lassen Herzen höher schlagen? Worüber lacht man in der Türkei – und worüber bricht man in Tränen aus? Gibt es vielleicht sogar eine türkische „Feuerzangenbowle“? Metropolis hat sich umgeschaut und geht dem türkischen Film auf den Grund.

ZU SCHÖN, UM DEUTSCH ZU SEIN
Yakamoz. Das ist Türkisch und bezeichnet die Widerspiegelung des Mondlichtes im Wasser. Ya-ka-moz – es zerfließt auf der Zunge, allein das Nachsprechen dieser delikaten Versuchung aus stimmhaft-weichen Konsonanten und geheimnisvoll-dunklen Vokalen erregt die Sinne, ist Genuss pur! Nicht umsonst hat das Institut für Auslandsbeziehungen (IFA) in seiner Zeitschrift „Kulturaustausch“ yakamoz zum schönsten Wort des Jahres 2007 erklärt! Metropolis spürt schon auf eigene Faust dem schönsten Wort des Jahres nach. „Metropolis“ lässt sich von Klang und Rhythmus des Türkischen in entlegene Gefilde entführen und wagt sich hinein ins verschlungene Sprachen-Dickicht.

DER SCHRIFTSTELLER NEDIM GÜRSEL UND SEINE „SIEBEN DERWISCHE“
Der in Paris und Istanbul lebende Schriftsteller Nedim Gürsel (geb. 1951) ist neben Yasar Kemal (geb. 1923) und Orhan Pamuk (geb. 1952) einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren der Türkei.
Reiseskizzen aus der Türkei

ARTE Zuschauer und -user sind mit Buntstift und Pinsel in die Türkei gereist und haben uns Entwürfe für eine elektronische Postkarte geschickt.

Aus den schönsten Einsendungen sind literarische E-cards entstanden, die Sie verschicken können: Postkarten mit passenden literarischen Zitaten, u.a. von Nedim Gürsel und seinen "Sieben Derwische"n
ab 10.10.2008

Im Zentrum seines neuen Buches „Sieben Derwische“ stehen sieben große Figuren des Sufismus. Gürsel hat Anatolien durchstreift auf den Spuren dieser legendären Derwische. Sein Buch enthüllt spannende Einsichten in die islamische Mystik und zeigt das Bild eines toleranten und offenen Islam. Und, dass Derwische weitaus mehr zu bieten haben als ihren verzückt-ekstatischen Tanz, durch den sie sich in einen anderen spirituellen Zustand schwingen.

Sehen Sie hier das Interview mit dem türkischen Schriftsteller Nedim Gürsel ungeschnitten und in voller Länge (auf Französisch - 20'54).


ARTE KULTUR
berichtet von der Frankfurter Buchmesse
MONTAG, 13. OKTOBER BIS FREITAG, 17. OKTOBER 2008, UM 20.00 UHR

ARTE Kultur widmet der türkischen Literatur ab dem 13. Oktober eine Sonderprogrammierung und stellt die junge Generation türkischer Schriftsteller vor. Am Freitag, den 17. Oktober, ist Schriftsteller Ingo Schulze zu Gast.


BEVÖLKERT MIT KÄMPFERN UND TRÄUMERN. DIE TÜRKEI UND IHRE LITERATUR
DONNERSTAG, 16. OKTOBER 2008, UM 22.50 UHR
Eine Dokumentation von Tilman Jens (52‘)


Sie ist eine der interessantesten Städte Europas und liegt doch zur Hälfte auf einem anderen Kontinent, in Asien: Das legendäre, uralte, junge, aufregende Istanbul. Seine literarische Szene ist in ihrer Buntheit - und ihren Abgründen - so vielfältig wie wohl in kaum einer anderen Stadt. Hier leben die meisten Schriftsteller und Publizisten, erscheinen die meisten Bücher und Zeitschriften, verlaufen die politischen Konfliktlinien am schärfsten. Denn das Wort, die Sprache, das Gedicht, der Roman können dem, der sie verwendet, der sie verfasst, der sie veröffentlicht, hier sehr gefährlich werden. Der Mord an dem Publizisten Hrant Dink hat das kulturelle Leben Istanbuls nachhaltig verändert.

Ausgehend von dieser so reichen, schillernden und von Brüchen gezeichneten Stadt machte sich der Autor Tilman Jens mit seinem Team auf zu einer literarischen Expedition durch das Land, weit bis in den Osten hinein, in die Grenzgebiete, nach Hakkari und Kars, und natürlich nach Diyarbakır, der Metropole der Kurden, wo man leicht im Gefängnis landen kann, wenn man in seinem Text ein "X" oder "W" verwendet, jene Buchstaben, die nur das Kurdische, nicht aber das Türkische kennt.


ZOOM EUROPA
WER HAT DIE MACHT IN DER TÜRKEI
FREITAG, 17. OKTOBER 2008, UM 19.00 UHR
Auch wenn die türkische Justiz entschieden hat, die Regierungspartei AKP nicht zu verbieten, ist die Machtfrage in der Türkei längst nicht geklärt. Entgegen stehen sich auch weiterhin ganz unterschiedliche Kräfte: Die Gralshüter des Atatürkschen Erbes auf der einen Seite, die Geschäftsleute aus Anatolien auf der anderen, die Generale und nationalen Juristen gegen die proeuropäischen Reformer und muslimischen Gläubigen, die Staatselite gegen die Mehrheitspartei AKP. Die große Frage also: Wer hat die Macht in der Türkei?

> Erfolg durch Frömmigkeit: Die Macht des Islam
Kaum eine türkische Stadt ist so religiös wie Denizli. Kontakte, Bauaufträge und Arbeit bekommt nur, wer sich islamisch gibt. Zoom Europa zeigt, wie die Regierungspartei AKP über Unternehmen Einfluss auf die Gesellschaft nimmt.
> Goldene Zeiten: Die Macht der Wirtschaft
Die Wirtschaft wächst, das Pro-Kopf-Einkommen ebenso, die Inflation ist auf dem niedrigsten Stand seit fast vier Jahrzehnten: Die türkische Wirtschaft schreibt eine Erfolgsgeschichte. Und für diesen Erfolg muss vor allem die Politik mitspielen. Wie also setzt die Wirtschaft ihre Interessen durch?
> Bewahrer der Republik: Die Macht der Kemalisten
Sie geben vor, die säkularen Fundamente der Verfassung schützen zu wollen, ganz im Geiste von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk. Dafür greifen sie offen in die Politik ein oder ziehen im Hintergrund die Fäden. Doch bekämpfen die Generäle und Richter wirklich den Islamismus oder verbirgt sich dahinter ein Kampf der alten Eliten, die nicht bereit sind, ihre Macht zu teilen?
> Der Militärputsch von 1980: Der Rückblick
Der Versuch des Militärs in die türkische Politik einzugreifen ist nicht neu. Bis 1980 gab drei Militärputsche in der türkischen Geschichte.
> Istanbul mit anderen Augen: Die Entdeckung
Orhan Pamuk zeigt uns einen neuen Blick auf die Stadt am Bosporus.
> Unterwegs mit dem Royal Scotsman: Die Reportage
Atemberaubende Landschaften und eine liebevoll restaurierte Diesellock - Wer mit dem Royal Scotsman reist, dem geht es nicht ums Ankommen. Hier ist der Weg das Ziel. Unterwegs mit dem nostalgischen Luxuszug durch die Schottischen Highlands.
> Hoffnung und Zirkusluft: Die Europäer der Woche
In einem Zirkus in St. Petersburg werden vernachlässigte Kinder zu kleinen Artisten ausgebildet und schöpfen so wieder Hoffnung auf ein besseres Leben.
> EU-Beobachter in Georgien: Europa Hautnah
Der Krieg ist vorbei, aber nicht der Konflikt - und so werden von Oktober an EU-Beobachter in der Krisenregion die Waffenruhe überwachen.


METROPOLIS
SAMSTAG, 18. OKTOBER 2008, UM 20.15 UHR

mit folgenden Beiträgen:

Orhan Pamuk:
Das Museum der Unschuld
Eine Rezension von Jörg Plath
ORHAN PAMUK - DAS MUSEUM DER UNSCHULD
Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt. Wichtigster Eröffnungsredner ist Orhan Pamuk, der Literaturnobelpreisträger von 2006. METROPOLIS hat Orhan Pamuk vorab in Istanbul besucht und mit ihm u.a. auch über sein neues Buch gesprochen: "Das Museum der Unschuld". Darin zeigt sich Pamuk seinen Lesern von einer überraschend anderen Seite: als Erzähler einer bewegenden Liebesgeschichte aus dem Istanbul der 1970er Jahre, einer Zeit, in der die Türkei, vor allem die Istanbuler Oberschicht, sich zu öffnen begann und nach westlichem Vorbild zu emanzipieren versuchte. Der neue Roman von Orhan Pamuk ist eine herzzerreißende Liebesgeschichte, der vielleicht bewegendste Roman des türkischen Nobelpreisträgers.

MUSIKSZENE ISTANBUL
Jeder von ihnen vertritt einen besonderen Stil und doch sind sie alle auf Spurensuche nach den regionalen und ethnischen Wurzeln ihrer Musik. Aynur Dogan ist ein Star. In ihrem Heimatdorf hat sie als Kind die Geräusche der Natur imitiert und den Liedern der Alten gelauscht. Sie singt - auf kurdisch - und ist auf den Bühnen Europas zu Hause. Nur in Istanbul findet sich kein Veranstalter, der sie ins Programm nimmt. Ayse Tütüncü spielt Klavier. Sie hat die „klassische türkische“ Musik gelernt, dann den Jazz entdeckt. Erst spät wurde ihr bewusst, welche Vielfalt die Musik aus allen Ecken der Türkei zu bieten hat. Seitdem öffnen sich für ihre Kompositionen ganz neue Dimensionen. Die Musiker von Baba Zula sind Freaks. Sie sind Türken, aber die kemalistische Vorstellung vom einheitlichen Türkentum teilen sie nicht. Sie sind Muslime, aber sie stehen den liberalen Bektasis und Aleviten nahe. Sie machen türkische Musik, aber mit psychedelischen Einflüssen und Rock-Elementen.

BITTERSÜSSE HEIMAT - DIE DEUTSCHTÜRKISCHE SCHRIFTSTELLERIN NECLA KELEK AUF DER SUCHE NACH EINER NEUEN TÜRKEI
Necla Kelek wohnt, wie viele ihrer Landsleute, in Berlin: Fühlt sie sich dort zuhause, sie, die Türkin, die 1966 nach Deutschland kam? Oder würde sie lieber wieder in der Türkei leben, der sie gerade einen langen Besuch abgestattet hat? Diese Fragen bewegen sie in ihrem neuesten Buch: "Bittersüße Heimat - Bericht aus dem Inneren der Türkei". Es erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die öffentliche Meinung in Europa über einen künftigen EU-Beitritt der Türkei von Ratlosigkeit beherrscht ist. Die Soziologin und Bestsellerautorin, die auch ständiges Mitglied der von der Bundesregierung einberufenen Islamkonferenz ist, analysiert die Entwicklungen in der Türkei und kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Sowohl der Kemalismus als auch der Islam verhindern die Entfaltung der Werte, die das heutige Europa ausmachen.


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Die Grafik für die Seite kommt diesmal von dem ARTE Zuschauer Philippe Bichon. Er hat mehrere Entwürfe für elektronische Postkarten geschickt. Mehr Lust auf Türkeiimpressionen von Philippe Bichon? Klicken Sie auf unsere Rubrik „Reiseskizzen aus der Türkei“.

Erstellt: 11-09-08
Letzte Änderung: 20-10-08


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