Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Sklaverei in den Gebieten der Kolonialmächte abgeschafft. Diskriminierung und Apartheid fordern aber bis heute Opfer. ARTE widmet dem Thema Freiheit und Kampf gegen Ungerechtigkeit einen Programmschwerpunkt. Die einzelnen Sendungen des Schwerpunkts "Freedom" im Überblick:
Sonntag, 1. Juni 2008 ab 20.40 UhrWege in die FreiheitAm 8. Februar 1831 geschah in Saint-Pierre de la Martinique etwas Außergewöhnliches. Eine Handvoll misshandelter Sklaven beschlossen, Klage zu erheben. Der Richter stand den neuen Ideen zugunsten der Abschaffung der Sklaverei offen gegenüber und schenkte den Sklaven Gehör. Aber die allmächtigen Plantagenbesitzer, deren Reichtum auch auf der Sklaverei gründete, sahen das ganz anders. Ein vierjähriger Konflikt begann. Eine dramatische Geschichte, voller überraschender Wendungen - und äußerst lehrreich. Der Abend gibt mit zwei Episoden den Auftakt für die erfolgreiche Fernsehserie ROOTS.
Sonntag, 1. Juni ab 20.40 Uhr und vom Montag, 2. Juni bis Freitag 13. Juni 2008, jeweils um 20.15 UhrRootsDie Serie „Roots“ ist in den 70er-Jahren auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Alex Haley entstanden. Erzählt wird die wahre Geschichte des Jungen Kunta Kinte, der 1767 in Gambia von Sklavenjägern in Ketten gelegt und an einen Südstaatenfarmer verkauft wurde. Das erschreckende Schicksal des 17-Jährigen ging durch das Buch und den Film um die Welt. Die international erfolgreiche Familiensaga rückt das Verbrechen des kolonialen Sklavenhandels nachhaltig ins Bewusstsein der Zuschauer.
Freitag, 6. Juni 2008 ab 09.55 UhrWare MenschWeltweit leben gegenwärtig 27 Millionen Menschen in Sklaverei. Die Thematinee schildert das Leben moderner Sklaven.
Sonntag, 8. Juni 2008 ab 20.40 Uhr,,Ring frei"Der Themenabend „Ring frei!“ erzählt vom Reiz des Boxens und die Geschichte der größten Box-Legende aller Zeiten Muhammad Ali. Der Olympiasieger und dreifache Weltmeister übernimmt eigens seine Rolle in dem Spielfilm „The Greatest“. Kleine Champions der „Havana Boxing Akademy“ und „Frauen im Ring“ wie die Weltmeisterin Susianna Kentikian sind in zwei anschließenden Dokumentationen zu sehen.
Mittwoch, 11. Juni 2008 um 21.00 UhrEr wollte kein Sklave seinJack Johnson, der erste schwarze Boxchampion1908 wurde Jack Johnson der erste schwarze Boxweltmeister im Schwergewicht und brachte damit Amerikas Bild von der weißen Überlegenheit ins Wanken. Am Beispiel des außergewöhnlichen Sportlers erzählt die mit drei Emmy-Awards ausgezeichnete Dokumentation die Geschichte des US-amerikanischen Rassismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Donnerstag, 12. Juni 2008 um 09.55 UhrSoweto - Vorwärts immerDie Dokumentation lässt die Geschichte des Schüleraufstandes im südafrikanischen Township Soweto im Juni 1976 wieder lebendig werden. Auch wenn sich der Alltag der Menschen, die damals an dem Protest gegen das weiße Apartheidsregime beteiligt waren, inzwischen grundlegend verändert hat, vergegenwärtigen sie sich nur ungern die schmerzlichen Erinnerungen. Dennoch haben sich einige dem Filmemacher Vuyani Sondlo anvertraut.
Donnerstag, 12. Juni 2008 um 22.25 UhrDie SwenkasSie sind Farmer oder Arbeiter im heutigen Südafrika. Am Wochenende streifen sie ihre schmutzigen Overalls ab und schlüpfen in die feinsten Designer-Klamotten für den Laufsteg in Johannesburg. Mit viel Gespür für Musik und Rhythmus tanzen sie bei diesem traditionellen Wettbewerb fließend über die Bühne: „Die Swenkas“.
Dienstag, 17. Juni 2008 um 22.20 UhrWattstaxAm 20. August 1972 fand in Los Angeles das Wattstax-Konzert statt - zum Gedenken an die Ausschreitungen im Stadtteil Watts im Jahre 1965.
Der Film zeigt Ausschnitte des "schwarzen" Woodstocks und dokumentiert die Situation der Schwarzen sieben Jahre nach den Ereignissen in Watts.
Mittwoch, 18. Juni 2008 um 21.00 UhrDr. King, Bürgerrechtler„Ich habe einen Traum“ – mit dieser bewegenden Rede begeisterte Dr. Martin Luther King Jr. am 28. August 1963 in Washington Millionen Menschen. Rund fünf Jahre später wird der Friedensnobelpreisträger und wohl charismatischste Vertreter der Bürgerrechtsbewegung in Memphis erschossen. Der amerikanische Nationalheld im Porträt.
Sonntag, 22. Juni 2008 ab 20.40 UhrSidney Poitier, Hollywoodstar und BürgerrechtlerSidney Poitier hat 1963 als erster afroamerikanischer Schauspieler den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten. Als Bürgerrechtler war er zwar selbst nie aktiv, spielte jedoch stets engagierte Rollen. Ein Themenabend über ihn und mit ihm in dem Südstaaten-Krimi „In der Hitze der Nacht“ von Norman Jewison, der 1966 mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde.
Dienstag, 24. Juni 2008 ab 21.00 UhrMenschenhandel - Ein weltweites VerbrechenDer Menschenhandel in Europa ist weitgehend bekannt, aber wie sieht es mit Menschenraub im Orient und innerhalb von Afrika aus? Der Themenabend ermittelt und fragt nach, inwieweit Sklaverei heute betrieben wird.
Mittwoch, 25. Juni 2008 um 21.00 UhrMalcolm XPolitiker, Philosoph, Visionär und eloquenter Prediger, das war Malcolm X. Während einer Gefängnisstrafe konvertierte der Kleinkriminelle Malcolm Little zum Islam und avancierte als Malcolm X zum militantesten Vertreter der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, bis er 1965 in New York erschossen wurde. Porträt einer komplexen Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts.
Donnerstag, 3. Juli 2008 um 22.35 UhrPeace MissionWeltweit gab es in der Filmwelt wohl lange kein Phänomen mehr, das so viel Verblüffung und Staunen hervorgerufen hat wie die nigerianische home-movie-Industrie “Nollywood”. In den 90er-Jahren entstanden ist sie heute zum zweitwichtigsten Arbeitgeber Nigerias nach der Ölindustrie geworden. Die Regisseurin selbst bezeichnet Nollywood als „mediales Märchen“. „Peace Mission“ ist eine mitreißende Tour durch Nollywood, präsentiert von der Produzentin und Vorsitzenden der African Movie Academy Peace Aniyam- Fiberesima.
Freitag, 11. Juli 2008 um 22.25 UhrMalick SidibéMalick Sidibé gilt als einer der großen Fotografen der Gegenwart und erhielt im Juni 2007 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig. Die Dokumentation ist mehr als ein Porträt des berühmten Künstlers aus Bamako, der Hauptstadt Malis. Sie ist eine durch die Bilder des Künstlers inspirierte Reise, die aber über die Arbeiten des Fotografen hinausgeht und dem Betrachter einen ungewöhnlichen Blick auf die Bewohner Malis gibt.