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Freedom

ARTE erinnert an das dunkle Kapitel der Sklaverei und stellt Persönlichkeiten ins Licht, die mit Mut und Engagement für Freiheit und Gleichheit eintraten. Was ist geblieben von Kings Traum eines Amerikas ohne Rassenbarrieren? Wie leben Schwarze und Weiße heute in den USA zusammen?

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ARTE erinnert an das dunkle Kapitel der Sklaverei und stellt Persönlichkeiten ins Licht, die mit Mut und Engagement für Freiheit und Gleichheit eintraten. Was (...)

Freedom

Freitag, 06. Juni 2008 ab 09.55 Uhr - 02/06/08

Ware Mensch

Thematinée


Um 09.55 Uhr
Verschleppt und Weggeworfen
Ein Sklave in Westafrika
Dokumentation von Monika Hielscher und Matthias Heeder
ARTE/NDR/RBB, Deutschland 2005, 58 Min.

© NDR/rhizomfilm/Matthias Heeder
Nnayanelugo Ozoenyi ist 16 Jahre alt, als er in seiner Heimatstadt in Nigeria von Unbekannten entführt und in ein Arbeitslager in Niger verschleppt wird. Nach zwei Jahren wird er eines Nachts - krank, halbverhungert und zu schwach zum Arbeiten - am Rande einer fremden Stadt von der Ladefläche eines Lkw gekippt und seinem Schicksal überlassen.
Die folgenden Monate werden zu einem noch schlimmeren Albtraum als die Zeit, die hinter ihm liegt. Nnayanelugo lebt auf der Straße. Er ist zerlumpt, er bettelt, stiehlt und verdingt sich als Tagelöhner, bis es ihm mit Hilfe eines Landsmannes gelingt, in sein Heimatdorf zurückzukehren. Doch ist er dort nie wirklich angekommen. Er spricht nicht, reagiert nicht auf Fragen und starrt nur ins Leere. Für seine Familie wie für die Bewohner des Dorfes steht Nnayanelugo unter dem Bann eines bösen Zaubers, der sowohl für die Entführung wie für Nnayanelugos Zustand nach der Rückkehr verantwortlich ist. Deshalb entschließt sich sein älterer Bruder Kenneth, zusammen mit Nnayanelugo nach Niger zu fahren. Nur dort kann der Fluch gebrochen werden, indem die beiden das Lager aufspüren und die Verantwortlichen, wenn irgend möglich, zur Rechenschaft ziehen.
Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Reise in die traumatische Vergangenheit eines ehemaligen Sklaven und in die teils unbekannte Welt der modernen Sklaverei.

Um 10.50 Uhr
Mein eigener Herr
Die Geschichte der Mende Nazer
Dokumentation von Mareike Schomerus und Damien Lewis
ARTE/NDR/RB, Deutschland 2007, 59 Min.

Vor etwa 25 Jahren wird Mende Nazer in einem südsudanesischen Dorf geboren. Als sie zwölf Jahre alt ist, so steht es in ihrer Autobiografie, überfallen Sklavenhändler das Dorf. Sie wird vergewaltigt, misshandelt und an eine wohlhabende Familie in Khartum verkauft. Dort bleibt sie acht Jahre, eingeschlossen als Haussklavin. Ihre eigene Familie glaubt, die Tochter sei von den Sklavenhändlern ermordet worden. Doch Mende Nazer arbeitet, 18 Stunden am Tag, ohne Bezahlung, ohne freie Tage. Sie lebt wie ein Tier.
© Damien Lewis
Im Jahr 2000 schickt sie ihr Sklavenhalter plötzlich mit falschen Papieren nach Europa, um dort für seine Schwester zu arbeiten. Sie ist die Frau eines Diplomaten, der in der sudanesischen Botschaft in London arbeitet. Doch selbst in Europa ändert sich nichts für Mende Nazer. Sie ist weiterhin Sklavin, lebt eingeschlossen in einem schönen Haus in London, verängstigt in der fremden Umgebung. Durch einen Zufall entdeckt sie einen Sudanesen auf der Straße, der ihr hilft, zu fliehen und unterzutauchen.
Mende Nazer beginnt ihren Kampf um Asyl. Und sie lernt, zu leben. Beinahe ihr ganzes Leben lang war sie Sklavin. Sie hat keine Schulbildung und weiß vieles nicht, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Mende Nazer muss erst lernen, frei zu sein. Für sie ist jedes kleine Ereignis ein Abenteuer.
Doch noch gibt es kein Happy End. Der sudanesische Diplomat wehrt sich vor Gericht. Er sagt, Mendes Geschichte sei eine Lüge. Sie sei eine ordentlich bezahlte Hausangestellte gewesen und niemand hätte sie gefangen gehalten. Mende Nazer muss für ihr Recht kämpfen. Doch ihr größtes Abenteuer wird die Rückkehr zu ihrer Familie in die Nuba-Berge im Sudan.
Am Tag ihrer Flucht begegnet Mende dem britischen Journalisten Damien Lewis. Ihm erzählt sie ihre Geschichte, und er schreibt ihre Autobiografie. Gemeinsam mit der Filmemacherin Mareike Schomerus hat er Mende Nazer sechs Jahre lang begleitet.

Um 20.15 Uhr
Roots (7/12)
Kizzy
Fernsehserie von Marvin J. Chomsky und Jon Erman
Wiederholung am 15. um 12.00 Uhr und am 25. Juni um 14.55 Uhr

Im siebten Teil müssen Kunta und Bill mit ansehen, wie ihre Tochter Kizzy verkauft wird.

Erstellt: Tue May 27 17:00:30 CEST 2008
Letzte Änderung: Mon Jun 02 14:58:48 CEST 2008