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Essen, aber richtig

Auf einem Erdteil werden die Menschen immer dicker, auf dem anderen herrschen Hungersnöte.

Essen, aber richtig

Woche der Ernährung - 08/04/09

TV-Programm (1. Teil)

Essen ist ein weites Feld. Für viele Kinder kommen Tomaten aus der Plastikschale oder schlimmstenfalls flüssig aus der Ketchupflasche. Die grüne Staude, an der das fruchtige Gemüse wächst, bleibt vielen verborgen. Milch kennen die kleinen Konsumenten oft nur aus dem Tetra-Pack und Kühe, Huhn, Rind und Schwein präsentieren sich den Verbrauchern als rotes zerstückeltes Etwas im Kühlfach des Supermarkts. Während in einem Teil der Erde Nahrungsmittel tonnenweise in den Müll wandern, verhungern in einem anderen die Menschen. Und dort, wo es Essen im Überfluss gibt, leidet so mancher an ernsthaften Mangelerscheinungen und die Gesundheitskassen kranken an den Folgen des Übergewichts vieler ihrer Kunden. Eine Woche lang nimmt ARTE Esskultur und Ernährung unter die Lupe und wünscht Ihnen einen gesunden Appetit!

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Wie Essen unser Leib und Wohl beeinflusst, zeigen fünf Dokumentationen:

Montag, 6. April 2009, um 19.00 Uhr
DICK DURCH DIÄT?
Warum Abnehmen manchmal aussichtslos ist
Dokumentation von Tilman Jens, HR/ARTE, Deutschland 2008, 43 Min., Erstausstrahlung

20 % der Weltbevölkerung leidet an Adipositas (Fettleibigkeit) und jeder dritte erwachsene Europäer trägt zu viele Pfunde mit sich herum. Auch die Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher ist steigend. Warum gibt es so viele Dicke im Zeitalter der Diäten?

Dienstag, 7. April 2009, um 19.00 Uhr
FRÜHER SCHMECKTE ALLES BESSER
Dokumentation von Barbara Vogt-Hägerbäumer und Jürgen Vogt, ZDF/ARTE, Deutschland 2008, 43 Min., Erstausstrahlung

„Früher schmeckte alles besser“ − trifft diese wehmütige Feststellung tatsächlich zu? Fest steht: Durch zum Teil revolutionäre Veränderungen in der Produktion sind viele Lebensmittel im Vergleich zu früher in vielerlei Hinsicht besser, als ihr Ruf vermuten lässt. Anhand von Brot, Butter, Marmelade und Wurst wird systematisch aufgedeckt, ob früher wirklich alles besser schmeckte − und woran man heute qualitativ hochwertige Lebensmittel erkennt.

Mittwoch, 8. April 2009, um 19.00 Uhr
DIE SAAT DER ZUKUNFT
Dokumentation von Sally Ingleton, ARTE France, Australien/Irland/Schweden/Frankreich 2007, 43 Min., Erstausstrahlung

Der Klimawandel und die schwindende biologische Vielfalt sind eine Bedrohung für unsere zukünftige Nahrungsmittelversorgung. Dr. Kenneth Street ist als eine Art „Indiana Jones der Landwirtschaft“ auf der Suche nach Samen alter Kultur- und Wildpflanzen, die resistent sind gegen Trockenheit und Krankheiten. Der Film begleitet ihn auf einer 2000 km langen Reise durch Tadschikistan, wo es noch Saatgut unserer Vorfahren geben soll.

Donnerstag, 9. April 2009, um 19.00 Uhr
WENN ESSEN AUF DIE GENE SCHLÄGT
Ein Film von Peter Moers und Frank Papenbroock, ZDF/ARTE, Deutschland 2008, 43 Min., Erstausstrahlung

Was wir essen, bestimmt, welche Gene in unserem Körper aktiv sind. Nahrung kann Gene an- und ausschalten. Der Film geht auf die Suche nach den „guten“ und den „bösen“ Stoffen in unserer Nahrung und beschreibt deren zum Teil verheerende Auswirkungen sowohl auf die eigene Gesundheit als auch auf die der nächsten Generationen.

Freitag, 10. April 2009, um 19.00 Uhr
UNSER LIEBSTER FEIND: DAS FETT
Dokumentation von Monika Kirschner, ZDF/ARTE, Deutschland 2009, 43 Min.
Erstausstrahlung

Fett macht fett und Fett macht krank: So lautet die eindeutige Botschaft seit über 40 Jahren. Die Dokumentation sucht in diesem verminten Feld nach Erkenntnissen und enthüllt populäre Missverständnisse zu diesem auch von wirtschaftlichen Interessensgruppen massiv beeinflussten Thema.


Tabula rasa machen ein Themenabend am Dienstag und drei verblüffende Dokumentarfilme:

Sonntag, 5. April 2009, um 23.20 Uhr
UNSER TÄGLICH BROT
Dokumentarfilm von Nikolaus Geyrhalter, ARTE France, Schweiz 2005, 92 Min.

Im Sekundentakt werden vollautomatisch Hühner zerteilt, ein riesiger Schlauch saugt Lachse aus einem Fjord, in geschlossenen Räumen schlüpfen Küken -computerüberwacht. Was wie Science Fiction aussieht, ist Realität. Nur untermalt vom Flirren und Rattern der Maschinen führt der Dokumentarfilm UNSER TÄGLICH BROT kommentarlos durch die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft.

Dienstag, 7. April 2009, um 21.00 Uhr
WE FEED THE WORLD - ESSEN GLOBAL
Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer, SWR/ARTE, Österreich 2005, 98 Min.
Ein riesiger Kipplader wird mit Brot beladen. Ziel des Transports: die Müllhalde. Jede Nacht wird in Wien so viel überschüssiges Brot vernichtet wie die Stadt Graz täglich verbraucht. Während in Lateinamerika ein Viertel der Bevölkerung hungert, wird das dort auf riesigen Feldern angebaute Soja in Österreich zu Tierfutter. Ein Film über das Übel der Überflussgesellschaft und über die Mechanismen, die das Problem Hunger auf dieser Welt nähren.

Dienstag, 7. April 2009, um 22.30 Uhr
Themenabend: EUER HUNGER – UNSER PROFIT
Der unfaire Handel mit der Dritten Welt
NDR/ARTE, 114 Min., Erstausstrahlung

Ob Milch, Mais oder Masthähnchen – in Europa werden Nahrungsmittel so billig und üppig produziert, dass sich die Produktion in den Entwicklungsländern kaum noch lohnt. Stichwort Biosprit: In Ländern wie Indonesien oder Kolumbien verdrängen Energiepflanzen für den Antrieb von Autos und Maschinen den Nahrungsanbau. Es droht ein Showdown zwischen Tank und Teller…

Donnerstag, 9. April 2009, um 21.00 Uhr
SUPER SIZE ME
Dokumentarfilm von Morgan Spurlock, ARTE France, USA 2004, 98 Min.

Der Filmemacher Morgan Spurlock wollte es wissen: 30 Tage lang ernährte er sich ausschließlich von McDonald’s-Produkten. Das Ergebnis: 25 Pfund mehr auf den Rippen und lebensgefährliche Blut- und Leberwerte. Die auf dem Sundance Festival ausgezeichnete Dokumentation fragt nach der Verantwortung der Konzerne, aber auch der Konsumenten.


Donnerstag, 9. April 2009, um 22.30 Uhr
Paris-Berlin, die Debatte: DER GROßE HUNGER, DIE GROßE ARMUT
Diskussion, ARTE G.E.I.E, 60 Min., Erstausstrahlung, Moderation: Isabelle Giordano

10 % der Bevölkerung in Europa leidet unter den Auswirkungen nicht ausreichender Ernährung und rund ein Drittel der älteren Menschen gelten als mangelhaft ernährt. Isabelle Giordano diskutiert über ständig steigende Lebensmittelpreise und über die in Krisenzeiten zunehmend begrenzten finanziellen Mittel auf Verbraucherseite.


Erstellt: 04-03-09
Letzte Änderung: 08-04-09