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19/05/2005 - Jazz - 03/09/08

Susi Hyldgaard

„Blush“


Aller Anfang ist schwer und so wurde die Dänin Susi Hyldgaard jahrelang mit Ricki Lee Jones, Cassandra Wilson und Björk verglichen. Mit ihrem viertem Soloalbum „Blush“ beweist die Komponistin, Vokalistin und Multiinstrumentalistin, dass es dieser Vergleiche nicht mehr bedarf.

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Zum Anhören:

Seeking
Sometimes
Blush Remix von Matthew Herbert




Hyldgaard hat es als Musikerin und Sängerin, die mit Jazz, Folk und Elektronika experimentiert, nicht leicht, sie muss sich gegen dominante Vertreterinnen behaupten. Doch davon unbeeindruckt ist Hyldgaard sich und ihrer Lust, in verschiedenen Musikgenres zu wildern, treu geblieben und hat einen individuellen Stil entwickelt. Bei ihrem aktuellen Album „Blush“ besticht sie wieder einmal durch den eigenwilligen Einsatz ihrer Stimme, die bei der reduzierten Instrumentierung und den dezenten Arrangements besonders gut zur Geltung kommt. Ganz wie sie es sich gewünscht hat, ist es ein „möglichst einfaches“ und „zugängliches“ Album geworden, dessen Lieder überwiegend in derselben Besetzung (Hyldgaard: Gesang und Klavier; Jannik Jensen: Bass) eingespielt wurden. Bei vereinzelten Songs wird das Duo von dem Schlagzeuger Steve Arguelles und der Wrecking Crew, mit den wunderbar elegischen Streicherarrangements des Tinderstick-Musikers Dickon Hinchliffe, unterstützt. Die Samples und elektronisch generierten Klänge spielen kompositorisch eine marginale Rolle, einzige Ausnahme bilden die Remixarbeiten von Matthew Herbert und DJ Opiate, sie sind im Hintergrund agierend fester Bestandteil des Sounds. Tragendes Element bleibt dabei Hyldgaards Stimme, die sich nie aufdrängt, sondern erst im ausgewogenen Zusammenspiel mit den Instrumenten zur vollen Geltung kommt und „Blush“ zu einem direkten und intimen Album macht, wie man es selten erlebt.


Matthias Schneider
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Susi Hyldgaard
„Blush“
Enja / Soulfood / Harmonia Mundi
>> Website von Susi Hyldgaard

Erstellt: 18-05-05
Letzte Änderung: 03-09-08


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