Synopsis: Mick und sein Sohn Tom führen alles andere als eine friedliche Vater-Sohn-Beziehung. Sie sehen sich selten, weil meist einer von ihnen im Knast ist. Zusammen begehen sie einen Kunstraub, und stellen dabei fest, dass sie (aus Versehen!) den einzigen echten Rembrandt Dänemarks geklaut haben. Das Ding ist mehr als eine Nummer zu groß für die beiden und Interpol ist ihnen auf den Fersen. Aber zum ersten Mal in ihrem Leben ziehen sie etwas gemeinsam durch...
Auch wenn der Film eine britische Co-Produktion ist, setzt der dänische Regisseur Jannik Johansen bei seinem Regiedebüt auf Lakonie und Realitätsnähe, und nicht auf Überdrehtheit und Exzess á la Guy Richie (GET CARTER zu deutsch BUBE, DAME, KÖNIG, GRAS). Aber das überrascht nicht, schließlich hat das Wunderkind des dänischen Kinos Andres Thomas Jensen als Drehbuchautor seine Finger mit im Spiel. Und dieser zeichnet verantwortlich für hervorragende Dogma-Erfolge, bisweilen als Autor, manchmal auch als Regisseur, u.a. für MIFUNE (1998), FLICKERING LIGHTS (2000), WILBUR WANTS TO KILL HIMSELF (2002), OPEN HEARTS (2002) und SKAGERRAK (2003).Andres Thomas Jensen hat skurrile, aber stets glaubwürdige und charmante Charaktere entworfen, und Regisseur Jannik Johansen hat die richtigen Schauspieler dazu gefunden.
STEALING REMBRANDT ist eine beeindruckende Ensemblearbeit und deshalb wurden auch alle Schauspieler gemeinsam mit dem Napajiri-Award für das gesamte Cast geehrt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz in dieser kuriosen Mischung aus Vater-Sohn-Konflikt und Gangsterstory. Immer dann, wenn der Kleingauner Mick seiner Freundin Trine das Frühstück ans Bett bringt, weiß diese, dass er mal wieder was ausgefressen hat, und freiwillig für einige Zeit hinter Gittern wandert. Fast ist es, als würde er langfristig in ein Hotel einchecken, alle begrüßen ihn schon freundlich. Normalerweise klaut ihr Liebster Schrott und lässt sich dabei erwischen.
Ausgerechnet Langzeitstudent Jimmy – der von allen total unterschätzt wird – sorgt ganz am Ende des Films für eine wirkliche Überraschung. Nicht umsonst hat er schließlich jahrelang Kunstgeschichte studiert...
Nana A.T. Rebhan
Regie: Jannik Johansen
Mit Lars Brygmann, Jakob Cedergren, Nicolas Bro, Nikolaj Coster Waldau, Paprika Stehen






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

