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Stanley Kubrick

Filmen, was noch niemand sah : Stanley Kubricks Kino der Grenzüberschreitungen. Interaktive Animation: Durchlaufen Sie die Filmographie von Stanley Kubrick in (...)

Stanley Kubrick

Mittwoch, den 21. November um 22.30 Uhr - 01/03/03

Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film

Stanley Kubrick - Reihe


Von seinem Regiedebüt "Day of the Fight" bis zum letzten Film "Eyes Wide Shut" beleuchtet Jan Harlan die verschiedenen Schaffensphasen des großen amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick. Zahlreiche Filmausschnitte, unveröffentlichtes Bildmaterial aus Kubricks Privatleben und von den Dreharbeiten bilden das Herzstück dieses spannenden und vielschichtigen Dokumentarfilms.
Der Film ist Teil einer Hommage an Stanley Kubrick.

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© ARD/Degeto
Am 7. März 1999 stirbt der große amerikanischer Filmregisseur Stanley Kubrick in seinem in der Nähe von Harpenden gelegenen englischen Landhaus, unmittelbar nachdem sein letzter Film "Eyes Wide Shut" in New York uraufgeführt worden ist. Schon bald nach seinem Tod beginnt Kubricks Schwager Jan Harlan - seit "Uhrwerk Orange" (1971) als ausführender Produzent für Kubrick tätig - mit der Arbeit an einer umfangreichen Dokumentation über den Ausnahmeregisseur.

In "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film" behandelt Harlan die Filme bei denen Kubrick Regie geführt hat, sowie dessen Kindheit und weitere Episoden aus seinem Leben. Er zeigt unveröffentlichte Amateuraufnahmen aus dem Privatarchiv des öffentlichkeitsscheuen und zurückgezogen lebenden Regisseurs, der in seinem Leben nur äußerst selten Interviews gab. Kein geringerer als Tom Cruise begleitet als Conferencier und Offsprecher den Zuschauer durch diese überaus gekonnt zusammengestellte Mischung aus Nachruf und filmischer Biografie.


ZUSATZINFORMATIONEN

Eine kleine Sensation des Dokumentarfilms sind die von Kubricks Vater auf 16 Millimeter gedrehten Filmaufnahmen, die den zehnjährigen Stanley beim Tanzen zeigen. Ein weiteres Highlight des Films ist ein witziges Dossier, in dem Kubrick seinen Familienmitgliedern Anweisungen gibt, wie ein Streit zwischen seinen zwei Lieblingskatzen zu schlichten sei - Aufnahmen, die Einblick in das Denken des unverbesserlichen Perfektionisten geben, der selbst sein Privatleben wie ein Schachspiel durchdachte. Außerdem wird ein unrealisiertes Projekt des Filmemachers thematisiert, das Kubrick letztendlich verwarf - "Aryan Papers", ein Film über den Holocaust.

Doch das Herzstück dieser fesselnden Dokumentation bilden die zahlreichen und klug gewählten Filmausschnitte, die dem Betrachter noch einmal vor Augen führen, wie es Stanley Kubrick als einem von wenigen Filmemachern gelingen konnte, anspruchsvoll und zugleich kommerziell erfolgreich zu sein. Von seinem ersten Dokumentarfilm "Day of the Fight" (1951) bis hin zu seiner Schnitzler-Verfilmung "Eyes Wide Shut" (1999) wird Kubricks Werk in chronologischer Reihenfolge vorgestellt - fachkundig kommentiert von Regiekollegen, Autoren und Komponisten. Bislang unveröffentlichte Archivaufnahmen von den Dreharbeiten sowie interessante Statements von prominenten Regiekollegen wie Steven Spielberg, Woody Allen und Martin Scorsese geben faszinierende Einblicke in die einzelnen Etappen der künstlerischen Entwicklung dieses visionären Filmemachers.

"Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film" ist sowohl faktenreiche Dokumentation als auch fesselnde Hommage an jenen Regisseur, über den einer seiner Kollegen sagte, er teile die Kinogeschichte in zwei Epochen: eine vor und eine nach Kubrick.

Der Dokumentarfilm, der am 17. Februar 2001 anlässlich der Berlinale uraufgeführt wurde, ist Teil einer Hommage an Stanley Kubrick.


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Mittwoch, den 21. November um 22.30 Uhr
Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film
(Stanley Kubrick - A life in pictures)
Dokumentarfilm, Großbritannien 2000, ARD, Original mit deutschen Untertiteln, Stereo, 136 Min.
Regie: Jan Harlan, Drehbuch: Jan Harlan, Kamera: Manuel Harlan, Schnitt: Melanie Viner-Cuneo, Produktion: Warner Bros. Home Video, Produzent: Anthony Frewin, Jan Harlan
Mit: Stanley Kubrick, Tom Cruise (Erzähler), Woody Allen (als er selbst), Wendy Carlos (als sie selbst), Nicole Kidman (als sie selbst), Anya Kubrick (als sie selbst), Christiane Kubrick (als sie selbst), Gert Kubrick (als er selbst), Katharina Kubrick (als sie selbst), Steven Spielberg (als er selbst), Peter Ustinov (als er selbst), Jack Nicholson (als er selbst), Malcolm McDowell (als er selbst), Martin Scorsese (als er selbst)


Erstellt: 26-10-07
Letzte Änderung: 01-03-03