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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 04. Januar 2007 - 02/01/07

Spiel der Macht

Ein Film von Steven Zaillian


Politdrama aus den amerikanischen
Südstaaten der 50er Jahre

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USA/Deutschland 2006,
Buch: Steven Zaillian
Mit Sean Penn, Jude Law , Anthony Hopkins, Kate Winslet

Synopsis: Willie Stark (Sean Penn) ist ein aufstrebender Politiker, als der Journalist Jack Burden (Jude Law) ihn zum ersten Mal trifft. Er will Gouverneur werden, um etwas zu tun für die Armen und Unterprivilegierten des Südens, und dabei will Jack ihm helfen. Doch Stark verstrickt sich immer mehr im Spiel der Macht. Er verrät dabei seine ursprünglichen Ideale und treibt Jack zu Taten an, die dieser einmal zutiefst bedauern wird.

  • Im Gespräch mit dem Regisseur und den Schauspielern

Jude Law (Jack Burden)
...über seine Rolle
00:00:20, mp3 Real Media
...über Adam, Anne und Jack
00:00:17, mp3 Real Media

Anthony Hopkins (Judge Irwin)
... über seine Rolle
00:00:23, mp3 Real Media
...über Jack und Judge Irwin
00:00:19, mp3 Real Media

James Gandolfini (Tiny Duffy)
...über seine Rolle
00:00:18, mp3 Real Media
...über Sean Penn
00:00:18, mp3 Real Media

Mark Ruffalo (Adam Stanton)
... über Willie Stark
00:00:20, mp3 Real Media
...über Steven Zaillian
00:00:18, mp3 Real Media

Patricia Clarkson (Sadie Burke)
...über Sadie Burke
00:00:28, mp3 Real Media
... über Sean Penn
00:00:21, mp3 Real Media

Steven Zaillian (Regie, Produzent, Drehbuch)
...über Willie Stark
00:00:23, mp3 Real Media
...über Judge Irwin
00:00:31, mp3 Real Media


Kritik: Schon seit vielen Jahren war es der Traum des TV-Moderators und politischen Beraters James Carville, eine zweite Adaption des 1946 erschienenen, mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Romans „All the Kings Men“ des Autors Robert Penn Warren für die große Leinwand zu realisieren. Zum ersten Mal wurde der Roman bereits drei Jahre nach seinem Erscheinen verfilmt. Broderick Crawford, der damals in der Hauptrolle des populistischen Gouverneurs Stark zu sehen war, wurde für seine Leistung mit dem Oscar ausgezeichnet, der Film insgesamt erhielt den Oscar als „Bester Film.“

Regisseur Steven Zaillian – der u.a. als Drehbuchautor des preisgekrönten Films SCHINDLERS LISTE verantwortlich zeichnet – hat sich viel vorgenommen für seine erneute Umsetzung des Erfolgsromans, und er ist dabei gescheitert. Der Film erhebt zwar indirekt den Anspruch, ein Statement zur aktuellen Politik Bushs zu sein, doch er verliert sich in Kitsch und nostalgischer Verliebtheit der 50er Jahre. Der Schauspieler und aktive Linksradikale Sean Penn hat wohl auch deshalb die Hauptrolle des Gouverneurs Willie Stark übernommen, um mit dessen schnellem Aufstieg und Fall ein Paradebeispiel des Machtmissbrauchs zu liefern. Doch leider entwickeln sich die Verstrickungen um ihn und mit ihm allzu schnell und schablonenhaft, die Dramaturgie reitet Galopp. Stark wirkt eher wie eine zappelnde Marionette als dass ihm Zeit bliebe, eigenständig zu handeln. Sean Penn agiert dabei zu viel und zu fahrig – sein Overacting schließlich verdirbt seine grundsätzlich gelungene Performance. Komponist James Horner lässt dazu in sämtliche Hörner blasen und kleistert den Film mit einem gewaltigen Sound- und Musikteppich zu, der sich bei der leisesten Emotion drohend erhebt.

Jude Law bekommt als Journalist Jack Burden in der zweiten Hälfte des Films seinen großen Auftritt, denn dann wird aus seiner Perspektive erzählt. Jack recherchiert im High-Society-Milieu der Südstaaten. Etwa wie rein die Vergangenheit seines Ziehvaters, des Richters Irwin ist. Dabei gibt es einige romantische, aber letztlich traurige Szenen, in denen er seiner Jugendliebe erneut begegnet, deren Rolle nicht unpassend von Kate Winslet übernommen wurde.

Bisweilen ist dieser zweite Teil für den Zuschauer jedoch mehr irritierend denn erhellend. Kein Wunder, dass der Film, der eigentlich bereits vor einem Jahr in die Kinos kommen sollte, noch einmal komplett von Regisseur Steven Zaillian umgeschnitten wurde. Ob dies viel gebracht hat, ist zweifelhaft. Leider können auch hervorragende Schauspieler wie Anthony Hopkins den Film nicht herausreißen, denn zu klein ist seine Rolle des Richters Irwin.

Nana A.T. Rebhan

Erstellt: 02-01-07
Letzte Änderung: 02-01-07