Reich und berühmt, aber schrecklich einsam … Der vierte Film von Sofia Coppola trägt starke autobiographische Züge.
Er fährt einen Ferrari, wohnt im luxuriösen Chateau Marmont Hotel in Hollywood, die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen, als Schauspieler genießt er internationalen Ruhm, und dennoch empfindet er sein Leben als stumpf und leer. Nur in Anwesenheit seiner Tochter Cléo (Elle Fanning), 11 Jahre, dem Produkt einer gescheiterten Ehe, durchfährt Johnny Marco (Stephen Dorff) gelegentlich ein kleines Glücksgefühl.

SomewhereEin Film von Sofia Coppola
Mit Stephen Dorff, Elle Fanning, Benicio Del Toro, Michelle Monaghan, Laura Chiatti, Simona Ventura
Offizieller Wettbewerb, USA, 98 min., 2010

Das Umfeld ihrer Figuren ist Sofia Coppola nur allzu bekannt. In ihren Filmen spricht sie über das Heranwachsen ("Virgin Suicides"), über die Einsamkeit in der Großstadt ("Lost in Translation") und über den Überdruss der gehobenen Gesellschaft ("Marie Antoinette"). "Somewhere" scheint jedoch eine direkte autobiographische Verbindung zur jungen Filmemacherin zu haben, denn er lässt viele Parallelen zum Leben mit ihrem Vater, Francis Ford Coppola, erkennen.
Nachdem sie 2003 mit ihrem zweiten Spielflm "Lost in Translation" zum ersten Mal in Venedig war, ist sie nun wieder da. "Somewhere" ist ihr erster Spielfilm seit "Marie Antoinette" 2006 und ihr vierter insgesamt.