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hip-hop - 19/03/12

Shabazz Palaces - Anti Bling-Bling-Rap

Eine Reportage von Gabrielle Culand

Sie stehen auf der dunklen Seite des Hiphops. Und wir bekommen eine exklusive Führung mit den Schlossherren von Shabazz Palaces!

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Die Amerikaner Ishmael Butler alias Palaceer Lazaro und Tendai Maraire gründen Shabazz Palaces in Seattle, der Wiege von Jimi Hendrix und Kurt Cobain.

Bei Sub Pop, dem Label, das ihr letztes Album produziert hat, waren auch Nirvana und Soundgarden unter Vertrag.

In der heutigen Zeit, in der viele HipHopper Partyhits mit David Guetta einspielen, wirkt ihr psychedelisch-düsterer Sound richtig intellektuell.

Der Name Shabazz Palaces leitet sich von dem legendären Volksstamm ab, auf den laut Nation of Islam alle Afroamerikaner und die schwarze Diaspora zurückgehen.

Seit 2009 nutzen Ishmael und Tendai großzügig die Stammessymbole für ihre selbstproduzierten Plattenhüllen und Alben, die sie auf ihrer Website verkaufen.

Ishmael Butler ist ein alter Hase der Szene. In den 90ern gehört er zu den Digable Planets, einem Brooklyner Kollektiv, das auf einen Mix aus Jazz und Hiphop setzt und 1994 einen Music Award absahnt.





Fünf Jahre später gründet Ishmael die Blues-HipHop-Band Cherrywine. Die Begegnung mit Tendai Mararai treibt ihn noch weiter auf der Suche nach seinen Wurzeln. Denn Tendai, dessen Eltern aus Simbabwe stammen, spielt Mbira, ein traditionelles Percussioninstrument.

Für Butler, der sich inzwischen Palaceer Lazaro nennt, ist das die Offenbarung.

Shabazz Palaces schärfen das Bewusstsein! Der erste Clip der Band wird im Viertel Watts in Los Angeles gedreht.

Er ist eine Anspielung auf den Kultfilm "Killer of Sheep" von Charles Burnett aus dem Jahr 1977 – die erste Doku-Fiktion über das Leben im Ghetto.



Kammeraman: Sébastien Bergé


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Freitag 23. März 2012 um 01.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2012, 52mn)
ARTE F

Erstellt: 15-03-12
Letzte Änderung: 19-03-12